psychosoziale belastung
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2021 ◽  
Author(s):  
Berit Hackenberg ◽  
Matthias Büttner ◽  
Lisa Große ◽  
Evgenia Martin ◽  
Dahlia Cordier ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Im Dezember 2019 begann sich die COVID-19-Pandemie weltweit auszubreiten und sorgte für massive Einschränkungen im täglichen Leben. Viele Bildungseinrichtungen und logopädische Praxen wurden vorübergehend geschlossen (sog. Lockdown). Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung waren gezwungen, ihre Therapie zu pausieren. Ziel dieser Studie war es zu beschreiben, ob und wie die logopädische Therapie während des Lockdowns durchgeführt wurde und welche psychische Belastung für die betroffenen Eltern damit verbunden war. Material und Methoden Eltern von Kindern mit einer Sprachentwicklungsstörung wurden über die Therapie ihres Kindes während des Lockdowns und über ihre damit verbundenen Ängste und Sorgen befragt. Ergebnisse Bei 17 Patienten wurde die Sprachtherapie während des Lockdowns pausiert, während 20 Patienten ihre Therapie fortsetzen konnten. Kinder, die eine andere Sprache als Deutsch sprachen, hatten ein höheres Risiko, dass ihre Therapie pausiert wurde (Odds Ratio (OR) 5,11; 95 %-Konfidenzintervall (KI) 1,09–32,54). Eltern, deren Kinder während des Lockdowns keine Sprachtherapie erhielten, machten sich mehr Sorgen um die Entwicklung ihres Kindes. Schlussfolgerungen Es gibt kein generelles Konzept, wie Logopädie während eines Lockdowns sicher durchgeführt werden kann. Mögliche Barrieren für die Gesundheitsversorgung könnten während der Pandemie stärker ausgeprägt sein. Die betroffenen Eltern erleben eine höhere psychosoziale Belastung.


Author(s):  
Andreas Hahn ◽  
Christina Lampe ◽  
Matthias Boentert ◽  
Thomas Hundsberger ◽  
Wolfgang Löscher ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Der Morbus Pompe ist eine lysosomale Multisystemerkrankung mit prädominanter Myopathie, für die eine Enzymersatztherapie (EET) mit rekombinanter α-Glucosidase verfügbar ist. Diese muss aktuell zweiwöchentlich lebenslang erfolgen. Um die Belastung durch diese Behandlungsform gering zu halten, besteht bei vielen Betroffenen der Wunsch, die EET zu Hause als sog. Heiminfusionstherapie durchzuführen. Ziele und Methoden Im Rahmen zweier Deutsch-Österreichisch-Schweizerischer Konsensus-Expertentreffen in den Jahren 2019 und 2020 wurde diskutiert, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit eine Heiminfusionstherapie medizinisch vertretbar erfolgen kann, wie diese sachgemäß durchzuführen ist und wie die Rechtslage für delegierende Ärzte aussieht. Ergebnisse und Diskussion Prinzipiell ist bei Patienten mit Morbus Pompe eine Heiminfusionstherapie möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Entscheidung muss für jeden Patienten individuell getroffen werden. Der behandelnde Arzt delegiert die Durchführung der Heiminfusionstherapie ad personam an eine Pflegekraft. Die Endverantwortung für die korrekte Durchführung der EET verbleibt aber beim Arzt. Die Heiminfusionstherapie muss durch speziell geschultes Pflegepersonal erfolgen. Hauptrisiko ist das Auftreten allergischer Reaktionen. Deren adäquate Erstbehandlung muss ebenso sichergestellt sein wie die Verfügbarkeit einer notfallmedizinischen Versorgung. Um die psychosoziale Belastung von Patienten mit Morbus Pompe in deutschsprachigen Ländern zu minimieren und delegierenden Ärzten größere Rechtssicherheit zu geben, sind klarere Regelungen für die Durchführung einer Heiminfusionstherapie wünschenswert.


Author(s):  
Andreas Hahn ◽  
Christina Lampe ◽  
Matthias Boentert ◽  
Thomas Hundsberger ◽  
Wolfgang Löscher ◽  
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Zusammenfassung Hintergrund Der Morbus Pompe ist eine lysosomale Multisystemerkrankung mit prädominanter Myopathie, für die eine Enzymersatztherapie (EET) mit rekombinanter α-Glucosidase verfügbar ist. Diese muss aktuell zweiwöchentlich lebenslang erfolgen. Um die Belastung durch diese Behandlungsform gering zu halten, besteht bei vielen Betroffenen der Wunsch, die EET zu Hause als sog. Heiminfusionstherapie durchzuführen. Ziele und Methoden Im Rahmen zweier Deutsch-Österreichisch-Schweizerischer Konsensus-Expertentreffen in den Jahren 2019 und 2020 wurde diskutiert, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit eine Heiminfusionstherapie medizinisch vertretbar erfolgen kann, wie diese sachgemäß durchzuführen ist und wie die Rechtslage für delegierende Ärzte aussieht. Ergebnisse und Diskussion Prinzipiell ist bei Patienten mit Morbus Pompe eine Heiminfusionstherapie möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Entscheidung muss für jeden Patienten individuell getroffen werden. Der behandelnde Arzt delegiert die Durchführung der Heiminfusionstherapie ad personam an eine Pflegekraft. Die Endverantwortung für die korrekte Durchführung der EET verbleibt aber beim Arzt. Die Heiminfusionstherapie muss durch speziell geschultes Pflegepersonal erfolgen. Hauptrisiko ist das Auftreten allergischer Reaktionen. Deren adäquate Erstbehandlung muss ebenso sichergestellt sein wie die Verfügbarkeit einer notfallmedizinischen Versorgung. Um die psychosoziale Belastung von Patienten mit Morbus Pompe in deutschsprachigen Ländern zu minimieren und delegierenden Ärzten größere Rechtssicherheit zu geben, sind klarere Regelungen für die Durchführung einer Heiminfusionstherapie wünschenswert.


2020 ◽  
Vol 18 (10) ◽  
pp. 1103-1114
Author(s):  
Britta Buchhold ◽  
Ulrich Wiesmann ◽  
Kathrin Röske ◽  
Stine Lutze ◽  
Andreas Arnold ◽  
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2019 ◽  
Author(s):  
Veronika Elisabeth Goethe ◽  
Andreas Dinkel ◽  
Helga Schulwitz ◽  
Alexandra Nöhreiter ◽  
Jürgen Erich Gschwend ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Die durch ein Prostatakarzinom (PCa) verursachte psychosoziale Belastung kann bei Patienten noch Jahre nach erfolgter Therapie persistieren. Ein möglicher Faktor ist dabei die subjektiv wahrgenommene Krankheitsursache, die das Belastungserleben, die Therapie und das weitere Präventivverhalten maßgeblich beeinflussen kann. Ziel der Studie war deswegen, von Patienten geäußerte subjektive Gründe für das PCa zu erfassen und assoziierte Faktoren zu untersuchen. Material und Methoden Eingeschlossen wurden an PCa erkrankte Patienten aus dem nationalen Forschungsprojekt „Familiäres Prostatakarzinom“. Im Rahmen der jährlichen Nachbefragung, die postalisch erfolgt, wurde den Patienten eine Frage zu den subjektiv wahrgenommenen Krankheitsursachen für ihr Prostatakarzinom gestellt. Die Antworten wurden 18 möglichen Kategorien zugeordnet. Zudem wurde der Zusammenhang der subjektiv wahrgenommenen Krankheitsursache mit Zweittumoren, einer positiven Familienanamnese für Tumorerkrankungen und soziodemografischen Faktoren untersucht. Ergebnisse Von den 9 047 befragten Männern machten 4 054 (44,8 %) Angaben zu den subjektiv wahrgenommenen Ursachen für ihr PCa. Die mittlere Zeit seit Diagnose lag bei 10,1 Jahren bei einem mittleren Alter bei Diagnose von 63,1 Jahren. Die häufigsten Antworten waren „Weiß nicht.“ (31,8 %), Genetik (30,1 %) und Stress (18,5 %). Mit 2,5 % wurde das Alter, der wichtigste Risikofaktor für PCa, nur selten genannt. Neben diesen Antworten wurden auch ungewöhnliche nicht evidenzbasierte Gründe angegeben. Männer mit einer positiven Familienanamnese für PCa nannten gegenüber sporadischen Fällen etwa 4-mal häufiger Genetik als Ursache für ihre Erkrankung. Dieser Anteil nahm mit steigender Anzahl an von PCa betroffenen Familienmitgliedern weiter zu. Männer, die bei Diagnose 65 Jahre oder jünger waren, gaben etwa doppelt so häufig Stress als den Auslöser ihres PCa an als Männer, die bei Diagnose älter als 65 Jahre waren. Schlussfolgerung Die meisten befragten Männer gaben nicht evidenzbasierte Gründe als ursächlich für ihr Prostatakarzinom an. Hier mangelt es offensichtlich noch an Aufklärung, sodass Vorsorgeprogramme gezielt und öffentlichkeitswirksam auf die evidenzbasierten Ursachen eingehen sollten. Aufgrund der Bedeutung der subjektiven Krankheitstheorie für das Belastungserleben und die weitere Behandlung sollte die subjektive Krankheitsursache des Patienten vom behandelnden Urologen erhoben und berücksichtigt werden.


Uro-News ◽  
2019 ◽  
Vol 23 (10) ◽  
pp. 26-28
Author(s):  
Désirée Louise Dräger

2019 ◽  
Vol 76 (4) ◽  
pp. 219-224
Author(s):  
Diana Zwahlen

Zusammenfassung. Die standardisierte Erfassung der psychosozialen Belastung von Krebspatienten mit Kurzfragebogen, einem sogenannten Belastungsscreening, ist ein bedeutender Fortschritt in der psychoonkologischen Versorgung, um belastete Patienten besser zu erkennen. Allerdings soll das Gespräch über psychosoziale Belastung sowie über den Unterstützungsbedarf durch den Einsatz von Screeningfragebogen nicht ersetzt, sondern unterstützt werden. Denn der Einsatz eines Screeningfragebogens ist nur wirkungsvoll, wenn die Angaben des Patienten auch mit ihm besprochen werden, er mit Informationen versorgt und die Massnahmen entsprechend den Bedürfnissen des Patienten eingeleitet werden. Tatsächlich führt eine hohe Belastung nicht immer zu einer Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten. Es gilt von Seiten des Betreuungsteams diese Ablehnung zu akzeptieren, was je nach Situation schwierig sein kann. Jedoch besteht die Handlungsmöglichkeit des Behandlungsteams darin, im Gespräch mit den Betroffenen die Diskrepanz von hoher Belastung und fehlendem Unterstützungswunsch einzuordnen und darauf zu reagieren. Das Gespräch über psychosoziale Belastung hat die Funktion, eine Brücke zwischen standardisierten Angaben und dem subjektiven Erleben und Bedürfnissen des Patienten zu schlagen. Ein solches Gespräch muss nicht zwingend lange dauern, sondern es muss vor allem strukturiert und professionell geführt werden. Hierfür sind die Kommunikationsregeln der arzt- und patientenzentrierten Gesprächsführung hilfreich. Beispielhaft wird im Text aufgezeigt, was sich für die Besprechung des Belastungsthermometers, einem häufig verwendeten und validierten Kurzfragebogen, bewährt hat.


2019 ◽  
Vol 50 (02) ◽  
pp. 184-189
Author(s):  
Ulrike Hohenfellner

ZusammenfassungIn urologischen Facharztpraxen weisen 50 – 70 % der Patienten chronische urologische Erkrankungen auf, nämlich rezidivierende Harnwegsinfekte, die somatoforme überaktive Blase und die Enuresis des Erwachsenen und des Kindes, das chronische Beckenschmerzsyndrom und die psychosomatisch bedingte Form der Post-Prostatektomie-Harninkontinenz. Denn die 12-Monats-Prävalenz psychischer Störungen in der erwachsenen Allgemeinbevölkerung beträgt 28 % 1. Bereits 20 % der Kinder und Jugendlichen zeigen psychische Auffälligkeiten 2. Häufig findet sich eine begleitende somatoforme Beschwerdesymptomatik, oftmals eine psychosomatische Miktionsstörung mit konsekutiv komplexer Beckenboden-Dysfunktion 3 4 5 6. Die meisten Patienten berichten über einen langjährigen Leidensweg, da sowohl der funktionelle Charakter als auch die psychosoziale Belastung bisher unerkannt geblieben sind, aus denen die Entstehung und Aufrechterhaltung der Beschwerden resultieren. So haben sie meist diverse Therapieversuche erlebt, die nicht indiziert waren, entsprechend frustran und evtl. gar von Komplikationen begleitet. Dadurch wurden die Somatisierung und die Symptomatik i. d. R. noch verstärkt.Zur ursächlichen Behandlung ist die Beseitigung der zugrundeliegenden psychosomatischen Miktionsstörung und Beckenboden-Dysfunktion notwendig. Dieses erfordert eine multimodale Therapie wie z. B. PELVICFIT®, die ein körperorientiertes Training auf dem Boden der progressiven Muskelrelaxation mit Schulung der Körperwahrnehmung und eine ärztliche psychotherapeutische Begleitung miteinander vereint. Denn sowohl das (Wieder-)Erlernen der Willkürkontrolle über den externen urethralen Sphinkter und die Herstellung eines physiologischen Miktionsverhaltens als auch die Reduktion der psychosozialen Belastung sind erforderlich, um einen Therapieerfolg der so chronifizierten Symptomatik erreichen zu können 7 8 9.


2018 ◽  
Vol 16 (7) ◽  
pp. 861-872
Author(s):  
Britta Buchhold ◽  
Stine Lutze ◽  
Andreas Arnold ◽  
Andreas Jülich ◽  
Georg Daeschlein ◽  
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