kardiovaskuläre erkrankung
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2020 ◽  
Author(s):  
Anna Giordano ◽  
Martin Aringer ◽  
Anne-Kathrin Tausche

Zusammenfassung Hintergrund Von Gicht sind überwiegend Männer betroffen (m:w; 9:1). Zur Diagnosestellung werden daher in der Regel die klinischen Merkmale einer akuten Monarthritis der unteren Extremität beim Mann herangezogen. Im Moment ist die Datenlage zur Gicht bei Frauen begrenzt. Bei ihnen wird die Gicht oft nicht in die Differenzialdiagnosen einer Arthritis einbezogen. Wir untersuchten daher die Epidemiologie und klinische Präsentation der Gicht bei Frauen und verglichen sie mit denen der Gicht bei Männern. In der Folge wurden die Daten auf Merkmale analysiert, welche bei Frauen die Gicht von Arthritiden anderer Genese unterscheiden und damit Fehldiagnosen vermeiden helfen können. Methoden Retrospektiv wurden alle Patienten eingeschlossen, die zwischen 2012 und 2018 mit einer primären Entlassungsdiagnose einer Gicht (ICD-10 M10.XX) am Universitätsklinikum Dresden behandelt wurden. Es wurden klinische, laborchemische sowie radiologische Befunde erfasst und deskriptiv sowie multivariat mittels SPSS und R analysiert. In einem zweiten Schritt wurden die Daten von Frauen mit Gichtarthritis mit denen ohne Gicht (Monarthritis anderer Genese) verglichen und mittels univariater sowie multivariater Regressionsanalyse auf Signifikanz geprüft. Resultate Insgesamt wurden 238 Gicht-Patienten (71 Frauen, 167 Männer) eingeschlossen. Frauen dieser Kohorte waren bei Diagnosestellung im Mittel 20 Jahre älter als Männer und hatten dann insgesamt häufiger mehrere Komorbiditäten: 92% aller Gichtpatientinnen litten an einer Hypertonie (Männer 74%), 84% hatten eine eGFR<60 ml/min (Männer 52%) und 40% hatten kardiovaskuläre Vorereignisse (Männer 14%). 90% nahmen regelmäßig Diuretika ein (Männer 47%). Fast die Hälfte der Frauen hatte bereits eine manifeste Polyarthrose (47 vs. 30% der Männer). Klinisch trat bei Frauen seltener die klassische MTP I-Arthritis (69 vs. 84%) auf. Der Vergleich von Frauen mit durch mikroskopischen Kristallnachweis gesicherter Gicht und Frauen mit Kristall-negativer Monarthritis zeigte signifikante Unterschiede: Frauen mit Gicht waren älter und wiesen signifikant häufiger eine Hypertonie oder kardiovaskuläre Erkrankung, einen Diabetes mellitus Typ 2, einen adipösen Habitus auf oder nahmen Diuretika ein. Bestanden zudem eine eingeschränkte Nierenfunktion sowie eine Hyperurikämie, lag mit hoher Sicherheit eine Gicht vor. Schlussfolgerungen Die Gicht muss bei einer akuten Monarthritis auch bei Frauen in die Differenzialdiagnose einbezogen werden. Das gilt besonders ab dem Rentenalter und wenn Hypertonie, kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 oder Adipositas vorliegen und Diuretika Teil der Dauermedikation sind. Die Einschränkung der Nierenfunktion und eine Serumharnsäure von>390 µmol/l (>6,5 mg/dL) machen eine Gicht sehr wahrscheinlich.


2020 ◽  
Vol 45 (06) ◽  
pp. 502-502

Die axiale Spondyloarthritis betrifft vorwiegend das Achsenskelett. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch entzündlich bedingten Rückenschmerz und kann auch zu einer verminderten Beweglichkeit der Wirbelsäule, zu Arthritis, Enthesitis, Steifheit und Fatigue führen. Zudem ist das Risiko, eine kardiovaskuläre Erkrankung zu entwickeln, erhöht.


2018 ◽  
Vol 33 (03) ◽  
pp. 105-110
Author(s):  
Fabienne Schumacher ◽  
Alexander Koch

ZusammenfassungDie nichtalkoholische Fettlebererkrankung ist die Manifestation des metabolischen Syndroms in der Leber. Häufig kann bereits in präadipösen Patienten eine Verfettung der Leber festgestellt werden, die mit deutlichen Veränderungen für den Stoffwechsel einhergeht, ohne dass sich bereits ein Diabetes oder eine kardiovaskuläre Erkrankung manifestiert hat. Eine frühzeitige Intervention – insbesondere im ernährungsmedizinischen Ansatz – hat hier eine herausragende Bedeutung ( Abb. 1 ).


2018 ◽  
Vol 14 (01) ◽  
pp. 67-81 ◽  
Author(s):  
Mareike Lankeit ◽  
Lukas Hobohm ◽  
Stavros Konstantinides

ZusammenfassungDie akute Lungenembolie ist die dritthäufigste akute kardiovaskuläre Erkrankung und geht mit einer durchschnittlichen Letalitätsrate von bis zu 10% innerhalb der ersten 3 Monate einher. Themen dieses Übersichtsartikels sind insbesondere die risikoadaptierte Diagnostik und Therapie der akuten Lungenembolie.


2017 ◽  
Vol 142 (11) ◽  
pp. 816-820
Author(s):  
David Sinning ◽  
Ulf Landmesser

Was ist neu? Risikostratifizierung Für eine geeignete therapeutische Strategie zur kardiovaskulären Prävention werden in der aktuellen ESC/EAS-Leitlinie 4 Risikokategorien definiert. Risiko-modulierende Faktoren sind u. a. eine atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankung, ein bestehender Diabetes mellitus und ein bereits manifester Endorganschaden. LDL-C als primäres Therapieziel Das LDL-Cholesterin wird als der primäre therapeutische Zielwert für die kardiovaskuläre Prävention empfohlen. Das HDL-Cholesterin wird in den aktuellen Leitlinien nicht als therapeutischer Zielwert empfohlen. Neben dem Erreichen eines LDL-C-Zielwertes (z. B. < 70 mg/dl für Patienten mit sehr hohem kardiovaskulärem Risiko) wird nun gleichzeitig eine LDL-C-Senkung um mehr als 50 % bei Patienten mit hohem und sehr hohem kardiovaskulärem Risiko als Therapieziel empfohlen, wenn ein gering oder moderat erhöhter LDL-C-Ausgangswert vorliegt. Lipidmodifizierende Therapie Wenn der jeweilige LDL-C-Zielwert unter alleiniger Statintherapie in maximal verträglicher Dosis nicht erreicht wird, sollte eine zusätzliche Therapie mit Ezetimib erwogen werden. Des Weiteren besteht nunmehr bei Patienten mit sehr hohen LDL-Cholesterinspiegeln trotz einer maximal verträglichen Statin/Ezetimib-Therapie die Möglichkeit der effektiven LDL-C-Reduktion mittels PCSK9-Inhibition.


Praxis ◽  
2017 ◽  
Vol 106 (7) ◽  
pp. 343-349 ◽  
Author(s):  
Eva Blozik ◽  
Beat Brüngger ◽  
Oliver Reich

Zusammenfassung. Hintergrund: Präoperatives Thorax-Röntgen bei Patienten ohne Verdacht auf intrathorakale Pathologie wird auf der Top-5-Liste der «Smarter Medicine»-Initiative aufgeführt. Diese Studie untersucht den Anteil unnützer präoperativer Röntgenthorax-Aufnahmen in der Schweiz. Methoden: Sekundäranalyse von Abrechnungsdaten von hospitalisierten Patienten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Die Häufigkeit präoperativer Thorax-Röntgen wurde stratifiziert nach Soziodemografie und den chronischen Erkrankungsgruppen «kardiovaskuläre Erkrankung» und «Atemwegserkrankung» untersucht. Ergebnisse: Von 47 215 hospitalisierten Individuen erhielten 6 121 (13 %) ein ambulantes präoperatives Thorax-Röntgen. Es zeigte sich erhebliche interkantonale Variation. Diskussion: Unsere Untersuchung ergab keine Hinweise auf einen übermässigen Einsatz von unnützen präoperativem Thorax-Röntgen in der Schweiz. Die interkantonalen Schwankungen könnten auf unerwünschte Varianz hinweisen. Die Studie liefert Argumente, zukünftige Top-5-Listendaten aus der Versorgungsrealität miteinzubeziehen.


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