mentale retardierung
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2018 ◽  
Vol 12 (04) ◽  
pp. 168-175 ◽  
Author(s):  
C. Vilser ◽  
S. Weihrauch-Blüher
Keyword(s):  

ZusammenfassungGenetische Mechanismen der Adipositas sind komplex und umfassen das Zusammenspiel verschiedener genetischer Faktoren mit der Umwelt. Der Einfluss genetischer Faktoren wird dabei aktuell auf 40–70 % geschätzt. Es gibt jedoch auch verschiedene syndromale Adipositasformen, die sowohl monogen als auch oligogen auftreten können. Diese syndromalen Adipositasformen haben bisher maßgeblich zu unserem Verständnis molekularer Mechanismen des Energiehaushaltes und des Sättigungsverhaltens zur Kontrolle des Körpergewichts beigetragen. Es sind bisher mehr als 50 solcher Adipositas-Syndrome beschrieben. Meist bestehen weitere spezifische klinische Merkmale wie mentale Retardierung, Dysmorphien, Störungen endokriner Achsen oder organspezifische Entwicklungsstörungen, die oft ein typisches Präsentationsalter aufweisen. Bezüglich der assoziierten klinischen Symptome besteht im Hinblick auf Häufigkeit oder Ausprägungsgrad eine erhebliche Varianz. Die Adipositas tritt oft stammbetont auf und ist so gut wie nie ein isoliertes Merkmal. Eine aktuelle Übersicht über die häufigsten Adipositas-assoziierten Syndrome sowie zur differentialdiagnostischen Vorgehensweise ist nachfolgend dargestellt.


2015 ◽  
Vol 54 (03) ◽  
pp. 77-81
Author(s):  
D. Braun
Keyword(s):  

ZusammenfassungWilliam Allan, Nash Herndon und Florence Dudley publizierten 1944 Beobachtungen zu einem vererbbaren Syndrom, das sich durch Muskelschwä che, mentale Retardierung (Intelligenzquotient < 30) und Entwicklungsverzö gerungen auszeichnete. Die mä nnlichen Patienten waren unfä hig, ihren Kopf zu halten, hatten Sprachdefizite und konnten meist weder sitzen noch gehen. Inzwischen ist bekannt, dass das Allan-Herndon-Dudley- Syndrom (AHDS) nach dem fragilen X-Syndrom die zweite beschriebene X-chromosomal vererbte Krankheit ist.Als diagnostisches Kriterium ist inzwischen eine bestimmte Schilddrü senhormonkonstellation hinzugekommen. Die Krankheit ist mit Mutationen im X-chromosomal lokalisierten SLC16A2 Gens assoziiert. SLC16A2 kodiert für einen spezifischen Plasmamembran- Schilddrü senhormon-Transporter, den Monocarboxylattransporter 8 (MCT8)


Praxis ◽  
2013 ◽  
Vol 102 (24) ◽  
pp. 1467-1473 ◽  
Author(s):  
Christine Otte ◽  
Anita Rauch
Keyword(s):  

Mentale Retardierung betrifft ca. 2–3% der Bevölkerung und ist häufig mit Komorbiditäten assoziiert. Bislang sind mehr als 450 verschiedene Krankheitsbilder bekannt, die mit mentaler Retardierung einhergehen können und es werden noch viele weitere, noch unbekannte Entitäten vermutet. Die Diagnosestellung der zugrundeliegenden Entität ermöglicht derzeit noch für wenige eine gezielte Optimierung der kognitiven Funktion, verbessert jedoch in der Regel die Behandlung der Komorbiditäten. Ferner erlaubt der Nachweis des zugrundeliegenden genetischen Defektes die Präzisierung des Wiederholungsrisikos und ermöglicht eine vorgeburtliche Diagnostik für künftige Schwangerschaften von Risikopersonen in der Familie. Erkenntnisse der jüngsten Zeit deuten darauf hin, dass insbesondere bei den Erkrankungen, die mit einer fehlerhaften synaptischen Signalübertragung einhergehen, in naher Zukunft Medikamente zur gezielten Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit zur Verfügung stehen werden.


2012 ◽  
Vol 160 (11) ◽  
pp. 1103-1109
Author(s):  
P. Müller ◽  
C. Ramel ◽  
K. Franke ◽  
S. Riedel ◽  
A. Junge ◽  
...  
Keyword(s):  

2011 ◽  
Vol 11 (04) ◽  
pp. 213-215
Author(s):  
M. Merkl ◽  
S. Beblo ◽  
D. Wand ◽  
P. Nickel ◽  
A. Bigl ◽  
...  

ZusammenfassungDie Einnahme von Cumarin (bzw. CumarinDerivaten) in der Schwangerschaft kann insbesondere im ersten Trimenon eine Embryo-pathie verursachen. Bei einem 8-jährigen Jungen wurde eine Cumarin-Embryopathie mit einer begleitenden paternal vererbten palmoplantaren Hyperkeratose diagnostiziert. Klinisch fielen insbesondere eine Mittelgesichtsdysplasie mit breiter Nasenwurzel, kleinen, tiefsitzenden Ohren, Brachy- und Syndaktylie auf. Die Handflächen und Fußsohlen zeigten eine Hyperkeratose. Eine begleitende leichte mentale Retardierung könnte auch verhal-tens- und umweltbedingte Sekundärfolge aufgrund des Kleinwuchses und der Dysmorphiezeichen sein.Bei potenziell schwangeren Frauen sollte eine Cumarin-Exposition möglichst vermieden werden. Eine therapeutische Alternative ist die (vorübergehende) Umstellung auf niedermolekulares Heparin.


2011 ◽  
Vol 05 (04) ◽  
pp. 195-200 ◽  
Author(s):  
E. Sergeyev ◽  
A. Moser ◽  
M. Neef ◽  
A. Hiemisch ◽  
A. Körner ◽  
...  
Keyword(s):  

ZusammenfassungEs sind bisher mehr als 50 verschiedene genetische Syndrome beschrieben, die mit einer Adipositas assoziiert sein können. Meist bestehen auch weitere spezifische klinische Merkmale wie eine mentale Retardierung, Dysmorphien, Kleinwuchs, Hypogonadismus oder organspezifische Entwicklungsstörungen. Die Adipositas tritt oft stammbetont auf und stellt meistens kein isoliertes Symptom dar. Bei einigen der Adipositas-Syndrome besteht ein charakteristisches Präsentationsalter sowie ein spezifischer Phänotyp, wobei die assoziierten klinischen Symptome jedoch bezüglich Häufigkeit oder Ausprägungsgrad erheblich variieren können. Eine Übersicht über die häufigsten Adipositas-assoziierten Syndrome sowie differentialdiagnostische Überlegungen sind nachfolgend dargestellt.


2009 ◽  
Vol 09 (08) ◽  
pp. 454-460
Author(s):  
A. Zellmer ◽  
P. Staedt ◽  
O. Hiort ◽  
W. Birnbaum
Keyword(s):  

ZusammenfassungDie Albright’sche hereditäre Osteodystrophie (AHO) ist ein sehr heterogenes Störungsbild. Betroffene Patienten weisen klinisch eine Adipositas, Kleinwuchs, Brachydaktylien, subkutane Verkalkungen und eine mentale Retardierung auf. Die Ausprägung kann allerdings sehr unterschiedlich sein.Die AHO ist teilweise mit einer Resistenz gegenüber Parathormon, auch als Pseudohypoparathyreoidismus (PHP) bezeichnet, vergesellschaftet. Dieser gliedert sich in verschiedene Unterformen (PHP Ia-c, PHP II). Pathogenetisch sind bei allen PHP-Formen die Wirkungsvermittlung von Parathormon über den Parathormonrezeptor und die nachfolgenden Signalkaskaden auf verschiedenen Ebenen gestört. Es können zusätzliche Endokrinopathien auftreten, die auf einen Wirkverlust anderer Peptidhormone zurückzuführen sind (Hypothyreose, Hypogonadismus, Wachstumshormonmangel). Andererseits ist, durch unterschiedliche Vererbungswege, eine AHO auch ohne Endokrinopathien möglich (Pseudopseudohypoparathyreoidismus).In der Diagnostik kommt, neben der klinischen Beurteilung, einer Analyse des Kalzium-Stoffwechsels sowie der Bestimmung der Gsα-Aktivität und der Untersuchung des für Gsα kodierenden GNAS-Gens besondere Bedeutung zu.


2008 ◽  
Vol 156 (4) ◽  
pp. 337-347
Author(s):  
E. Holinski-Feder
Keyword(s):  

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