Ausgekochte Ästheten, Schriftsteller des Engagements" : Zu Alfred Andersch und Peter Weiss

1990 ◽  
Vol 68 (3) ◽  
pp. 752-757
Author(s):  
Irene Heidelberger-Leonard
Keyword(s):  
2014 ◽  
Vol 37 (1) ◽  
pp. 23-38
Author(s):  
Gustav Landgren

Die Erzählung Abschied von den Eltern (1961) von Peter Weiss ist, wie Axel Schmolke durch Autopsie der Handschriften im Nachlass des Autors in der Berliner Akademie der Künste gezeigt hat, das Ergebnis einer sich über eine Dekade erstreckenden Genese. Zwischen 1950 und 1960 entstehen mehrere Fassungen des Romans sowohl auf Deutsch als auch auf Schwedisch, von denen drei vollständige Versionen überliefert sind.2 Autobiographischer Hintergrund der unmittelbaren Niederschrift von Weiss‘ mehrmals revidiertem Prosastück, das ursprünglich den Titel Textur trug, bildete u.a. der Tod der beiden Eltern 1959. Die Rolle dieser beiden ,,Portalfiguren“ seines Lebens hat Weiss nie völlig begreifen können, er hat in seinem Verhältnis zu den Eltern stets zwischen Aufruhr und Unterwerfung gependelt. In Abschied von den Eltern wird klar, dass das Nachdenken, die Erinnerung an die Kindheit stark emotional geprägt ist. Der Text ist eine stark autobiographisch geprägte Schilderung von Weiss‘ Kindheit und Jugend in Deutschland, die Flucht und Emigration nach London, Böhmen und schließlich in die Provinzstadt Alingsås in Westschweden. Doch der Protagonist und gleichsam der Ich-Erzähler soll nicht vorbehaltlos mit Peter Weiss gleichgesetzt werden: Manche Passagen der Erzählung sind aus einer nachträglich entworfenen biographischen Perspektive nachgedichtet.3


1996 ◽  
Vol 69 (2) ◽  
pp. 226
Author(s):  
Robert Cohen ◽  
Silvia Kienberger
Keyword(s):  

2017 ◽  
pp. 121-133
Author(s):  
Joanna Jabłkowska

Alfred Andersch´s autobiographical texts from the 1950s have been heavily criticized in recent literature on the topic. W.G. Sebald´s essay about Andersch was of crucial importance. The details of Andersch´s stay in the Dachau concentration camp as well as the writer´s motivation to desert at the end of the war were questioned. The article aims at a new reading of Andersch´s autobiographical texts with regard to their credibility. It compares the early short story Flucht in Eturien with the autobiography Die Kirschen der Freiheit and a few less known texts. The analysis leads to the conclusion that Andersch “re-wrote” his biography as a creation that fulfils unconscious wishes of a whole generation. His intention was to adapt the image of decent young men of antifascist beliefs whose only guilt was the loyalty to their comrades.


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