Nahbeziehungen eines europäischen Gelehrten. Johann Jakob Scheuchzer (1672–1733) und sein soziales Umfeld

2020 ◽  
Author(s):  
Dunja Bulinsky
Keyword(s):  
Pflege ◽  
2020 ◽  
Vol 33 (6) ◽  
pp. 365-373
Author(s):  
Ariane Fève ◽  
Josephine Geipel

Zusammenfassung. Hintergrund: Neugeborene mit Zwerchfellhernie (CDH) verbringen ihre ersten Lebenswochen auf der Intensivstation, was für sie und ihre Familien eine große Belastung ist. Musiktherapie wird bereits bei Frühgeborenen auf der Neonatologie zur Stabilisierung des Kindes, zur Entlastung der Eltern und zur Stärkung der Eltern-Kind-Bindung eingesetzt. Der Nutzen für intensivmedizinisch versorgte reife Neugeborene und ihre Familien wurde dagegen bisher nicht umfassend untersucht. Ziel: Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung der spezifischen Bedürfnisse, Herausforderungen und Erfahrungen von Kindern mit CDH und ihrer Eltern und die Ableitung passender musiktherapeutischer Interventionen. Methoden: Mithilfe der QDA-Software f4analyse wurden 15 Elternberichte mit einer inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet und anschließend die musiktherapeutischen Aspekte an einem hypothetischen Fallbeispiel verdeutlicht. Ergebnisse: Eltern leiden vor allem unter organisatorischen und emotionalen Herausforderungen. Sie möchten für ihr Kind sorgen und suchen seine Nähe. Unterstützt werden sie durch ihr soziales Umfeld und das medizinische Personal. Protektive Faktoren sind eine gelungene Selbstfürsorge, Abgrenzung und das Vertrauen auf einen positiven Verlauf. Schlussfolgerungen: Im Mittelpunkt der Bedürfnisse und Herausforderungen stehen medizinische Aspekte wie der Entzug, die Eltern-Kind-Bindung und das elterliche Wohlbefinden. In der musiktherapeutischen Literatur finden sich Hinweise auf verschiedene Interventionen, die diese Aspekte ansprechen können.


2018 ◽  
Vol 22 (04) ◽  
pp. 162-164
Author(s):  
Reinhard Brunkhorst

ZusammenfassungÄltere Patienten, auch Dialysepatienten, werden im Krankenhaus zunehmend in Abteilungen für Akutgeriatrie behandelt. Der Schwerpunkt akutgeriatrischer Behandlung chronisch kranker, über 70-jähriger, multimorbider Patienten liegt auf Maßnahmen der physikalischen Therapie (v. a. Physiotherapie, Ergotherapie) mit dem Ziel, die Patienten wieder in ihr soziales Umfeld einzugliedern. Viele Dialysepatienten erfüllen die Kriterien für eine solche sog. akutgeriatrische Komplexbehandlung, die den Krankenhäusern hohe Erlöse ermöglicht. Dialysepatienten benötigen jedoch häufig kurzfristig spezielle medizinische Maßnahmen, die am ehesten von einem erfahrenen Nephrologen erkannt und behandelt werden können. Es besteht die Gefahr, das schwerkranke Dialysepatienten mit akuten Erkrankungen, die einer raschen akutmedizinischen Therapie durch Spezialisten bedürfen (Infektionen, Koronarerkrankungen, periphere Gefäßerkrankungen u.v. a.), durch eine in erster Linie geriatrische Behandlungsführung Schaden nehmen.


2018 ◽  
Vol 16 (06) ◽  
pp. 220-223
Author(s):  
Gottlobe Fabisch

DiaLife – zusammen leben mit Diabetes heißt das erste Schulungsprogramm für Angehörige von erwachsenen Menschen mit Diabetes mellitus. Es schließt eine große Bedarfslücke, denn die chronische Erkrankung beeinflusst nicht nur das Leben des Betroffenen, sondern in entscheidendem Maße auch dessen direktes soziales Umfeld: Lebenspartner, Geschwister, Eltern, Verwandte oder Freunde 1 .


Suchttherapie ◽  
2021 ◽  
Author(s):  
Stefan Brokatzky
Keyword(s):  

Zusammenfassung Zielsetzung Ziel dieser Arbeit war es, die Komplexität von Schwangerschaft und Sucht durch ein Fallbeispiel einer Patientin mit schwerer Polytoxikomanie, Borderline-Organisation sowie den Verlauf der Schwangerschaft und die frühe Phase nach der Geburt vorzustellen. Dabei ging es v. a. um die Frage, wie eine langfristige Behandlung mit einem mehrstufigen, multiprofessionellen und multimodalen Setting aussehen könnte. Die Arbeit zeigt zudem Konflikte an Schnittstellen auf und wie wichtig die Kommunikation innerhalb des Teams und fachübergreifend war. Intervention Qualifizierte stationäre Entgiftungsbehandlung von Benzodiazepinen, Phenothiazin, Lyrica Venlafaxin und Reduktion von Methadon mit anschließender Umstellung auf Buprenorphin sowie ergänzender kombinierter ärztlicher, psychodynamischer Einzel- und Gruppentherapie und einem pflegerischen DBT-S Einzel- und Gruppensetting. Außerdem wurde schon während der Schwangerschaft zusätzlich zum stationären Behandlungsteam ein fächerübergreifendes Behandlungsteam aus Gynäkologen, Kinderärzten, Kinder- und Jugendpsychiatern sowie der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB, in Deutschland Jugendamt) zusammengestellt und schon zu Beginn wurde eine langfristige Behandlung mit stationärem, teilstationärem und ambulantem Intervall geplant. Ergebnis Im Laufe der fast 3-jährigen Behandlung und 5 Jahre späteren katamnestischen Nachuntersuchung konnte zunächst unter 8 mg Buprenorphin eine Abstinenz von illegalen Substanzen erzielt werden. Im Verlauf sogar vollständige Abstinenz ohne Substitution. Dies konnte durch ein erneutes Interview und Drogenscreening im Jahr 2020 bestätigt werden. Außerdem konnte im Rahmen der fächerübergreifenden Arbeit ein stabiles soziales Umfeld und ein Wiedereinstieg ins Berufsleben erreicht werden. Diskussion Trotz der anfänglich häufigen Rückfälle konnte durch den Erhalt der therapeutischen Beziehung (z. B. mittels Time-out auf die Akutstation, Verlängerung einer Wochenendbeurlaubung oder Neuverhandlung der Behandlungsvereinbarung) unter Fortsetzung der Einzelpsychotherapie und Bezugspflege mit Einbezug der Rückfälle, gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung geschaffen werden. Dafür war allerdings viel supervisorische Arbeit innerhalb des Teams, aber auch fächerübergreifend notwendig, da sich die extreme innerer Welt der Patientin häufig in unterschiedlicher Art und Weise im multiprofessionellen Team zeigte und dadurch zu Konflikten führte, die passager das Verlassen der Neutralität verlangten. Ferner waren für diese Art der Behandlung enorme Ressourcen notwendig sowohl zeitlich als auch personell.


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