Unbegleitete Minderjährige in Deutschland. Statistische Daten, rechtliche Regelungen, Maßnahmen und Herausforderungen

unsere jugend ◽  
2019 ◽  
Vol 71 (1) ◽  
pp. 20-28 ◽  
Author(s):  
Julian Tangermann ◽  
Paula Hoffmeyer-Zlotnik
Author(s):  
Christophe Roulin ◽  
Luzia Jurt

Behörden und Institutionen sind kaum in der Lage flexibel auf schwankende Zahlen von Asylgesuchen zu reagieren. Ein kurzer Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Behörden und Institutionen in der Schweiz unbegleitete, minderjährige Geflüchtete nur vereinzelt kinderrechtskonform unterbringen konnten, da ein entsprechendes Angebot erst aufgebaut werden musste oder die Kapazitäten derart erweitert wurden, dass der kinderrechtskonforme Charakter nicht mehr gegeben war. Beim Rückgang der Gesuche wurden diese Institutionen aufgrund von ökonomischen Überlegungen rasch wieder geschlossen; pädagogische Aspekte spielten dabei – wenn überhaupt – nur eine untergeordnete Rolle.


2013 ◽  
Author(s):  
Stefan Ruppert

Rechtliche Regelungen in Form von Altersgrenzen und altersspezifischen Normen weisen uns in jeder Lebenssituation einen rechtlichen Altersstatus zu. Durch die Verwendung von Altersgrenzen ist der Ablauf des normativen Lebenslaufs von Zäsuren geprägt. Der Beitrag des Rechts zu der Segmentierung des menschlichen Lebenslaufs und der in einer jeweiligen Lebensphase zugewiesene Altersstatus sollen in diesem Band genauer betrachtet werden. Der Blick zurück reicht bis ins ausgehende 18. Jahrhundert, weil die Entstehung des modernen Standardlebenslaufs das Resultat der letzten gut 250 Jahre ist. So entsteht in rechtshistorischer Perspektive ein Eindruck von den vielfältigen Wechselbeziehungen von Lebensalter und Recht, von einem rechtlichen Status, ja von der Neuschöpfung ganzer Lebensphasen im Recht.


2021 ◽  
Author(s):  
Gülden Ediger ◽  
Anthea Kyere ◽  
Ute Kalender ◽  
Valle Mazzaferro

Steckt in Reproduktionstechnologien queerendes Potential für Fortpflanzung und Verwandtschaft? Oder schreiben sie bestehende Machtverhältnisse fort? Reproduktionstechnologien verändern die menschliche Fortpflanzung: In-vitro-Fertilisation ermöglicht die Zeugung ohne heterosexuellen Sex, Uterustransplantationen erlauben es Menschen ohne angeborene Gebärmutter, schwanger zu werden. In Zukunft könnte es möglich sein, dass Schwangerschaften ganz außerhalb des menschlichen Körpers stattfinden. Damit scheinen Reproduktionstechnologien die Chance zu bieten, herkömmliche Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität zu überwinden. Steckt in Reproduktionstechnologien also jede Menge queerendes Potential für Fortpflanzung, Elternschaft und Verwandtschaft? Wie alle gesellschaftlichen Entwicklungen sind Reproduktionstechnologien in bestehende Machtverhältnisse eingebunden: Rechtliche Regelungen und Kostenübernahmen der Krankenkassen stellen sicher, dass assistierte Reproduktion hauptsächlich für heterosexuelle, verheiratete Paare zugänglich ist. Gleichzeitig werden Reproduktionstechnologien kommerzialisiert und zu Waren in globalen Ausbeutungsverhältnissen.


Andrologie ◽  
2009 ◽  
pp. 619-634
Author(s):  
Dorothee Kreuznacht ◽  
Helmut Kollhosser

1999 ◽  
pp. 257-296
Author(s):  
Christine Hinterreiter-Bunzel ◽  
Gregor Buschhausen-Denker

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