Hochauflösende Darstellung der Hornhaut des Pferdes mit dem DUB®-SkinScanner v3.9

2016 ◽  
Vol 44 (06) ◽  
pp. 360-367 ◽  
Author(s):  
Lena E. Herbig ◽  
Lothar Köhler ◽  
J. Corinna Eule
Keyword(s):  

ZusammenfassungZiel war, mit dem DUB®-SkinScanner v3.9 (taberna pro medicum GmbH, Lüneburg, Deutschland) die Kornea des Pferdes darzustellen und zu untersuchen. Material und Methoden: Neun Augen von acht Pferden mit verschiedenen pathologischen Veränderungen der Kornea wurden im A- und B-Mode mit einer Frequenz von 22 und/oder 50 MHz dargestellt. Die Bildgebung fand am stehenden Pferd oder unter Vollnarkose statt, die nicht im Zusammenhang mit der Untersuchung der Hornhaut stand. Ergebnisse: Die Untersuchung ermöglichte eine Echtzeit-Bildgebung und Messungen an der Pferdehornhaut in vivo. Im Vergleich zur Spaltlampenuntersuchung ergaben sich bei den neun untersuchten Augen zusätzliche Informationen bezüglich der Korneadicke bei sieben Augen, bezüglich des Epithels bei vier Augen und bezüglich des Stromas sowie des Endothels bei jeweils fünf Augen. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Der DUB®-Skin - Scanner v3.9 ist ein wertvolles Instrument für die hochauflösende Bildgebung, Messung und morphologische Beurteilung der Hornhaut des Pferdes. Die Untersuchung lässt sich unabhängig von der Trans - parenz der Hornhaut durchführen. Das Gerät kann im klinischen Alltag zur Bildgebung der Pferdehornhaut eingesetzt werden und biome - trische und diagnostische Daten liefern, die die Befunde der Spalt - lampenuntersuchung ergänzen.

2012 ◽  
Vol 40 (03) ◽  
pp. 161-170
Author(s):  
W. Osthold ◽  
R. S. Mueller ◽  
C. Bouassiba

Zusammenfassung Gegenstand und Ziel: Ein wichtiger Aspekt einer erfolgreichen Therapie der Otitis externa (OE) ist die Reinigung des Gehörgangs. Dafür stehen verschiedene Präparate zur Verfügung. Im Hinblick auf steigende Antibiotikaresistenzen wird eine Keimbekämpfung in Kombination mit Antiseptika angestrebt. Die plazebokontrollierte Doppelblindstudie überprüfte die In-vivo-Wirksamkeit eines Chlorhexidin (1500 μg/ml) und Tris-EDTA (48 μg/ml) enthaltenden kommerziellen Ohrreinigers anhand klinischer Symptomatik, zytologischer und bakteriologischer Untersuchung. Material und Methoden: An 64 Hunden mit OE wurde dieser Ohrreiniger (Gruppe A) bzw. das Plazebo (Gruppe B) zweimal täglich angewendet, einmal täglich gefolgt von der Applikation eines Marbofloxacin/Dexamethason/Clotrimazol enthaltenden Ohrmedikaments. Die Kontrolluntersuchung fand nach 14 Tagen statt. Die Auswertung erfolgte klinisch und zytologisch. Ferner wurde zu Beginn sowie nach 14 Tagen aus jedem Ohr eine Tupferprobe entnommen und bakteriologisch untersucht. Ergebnisse: Verglichen mit dem Plazebo kam es bei Anwendung des Ohrreinigers zu einer signifikanten Reduktion der Kokken, Stäbchen und neutrophilen Granulozyten. Die Hefenzahl verringerte sich in beiden Gruppen signifikant. Klinisch bestand kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen. Die Zahl Marbofloxacinresistenter Bakterien stieg in Gruppe A von 0 auf 44%, in Gruppe B von 8 auf 31%. Schlussfolgerung: Chlorhexidin und Tris-EDTA führten in Kombination mit Marbofloxacin/Dexamethason/Clotrimazol zu einer zytologisch verifizierbaren Keimreduktion. Die Zahl Marbofloxacin-resistenter Bakterien stieg unter dieser Therapie signifikant an. Klinische Relevanz: Die Ergebnisse lassen die Vermutung zu, dass eine Kombination von Chlorhexidin und Tris-EDTA zusammen mit antimikrobiellen Ohrentropfen zur Reduktion der bakteriellen Besiedelung einer bakteriell bedingten OE empfohlen werden kann, doch das Risiko der Resistenzentwicklung besteht. Basierend auf den Resultaten können lokale Nebenwirkungen erwartet werden.


2021 ◽  
Author(s):  
◽  
Franziska Frank

Eines der übergeordneten Ziele neurowissenschaftlicher Grundlagenforschung ist es, die Pathomechanismen neuropsychiatrischer Erkrankungsbilder besser zu verstehen. Als Erklärungsmodell für einige dieser Erkrankungen dient unter anderem ein gestörtes Verhältnis zwischen Exzitation und Inhibition im Gehirn. Synaptische Strukturproteine sind wichtige Modulatoren dieses Verhältnisses. Für eine unbeeinträchtigte inhibitorische synaptische Transmission spielt das postsynaptische Zelladhäsionsprotein Neuroligin 2 eine maßgebliche Rolle, um das Gleichgewicht zwischen Exzitation und Inhibition aufrechtzuerhalten. Neuroligin 2 ist an der inhibitorischen Synapse lokalisiert und beeinflusst die Entwicklung, Reifung und Funktion dieser Synapse. Die klinische Relevanz von Neuroligin 2 wurde bereits bei zahlreichen Erkrankungsbildern wie Schizophrenie, Depression oder Epilepsie im Rahmen von Studien nachgewiesen. Um das Verhältnis zwischen Exzitation und Inhibition in vivo sowie Mechanismen der synaptischen Übertragung und Plastizität zu untersuchen, hat sich die Ableitung von Feldpotentialen im Gyrus Dentatus des Hippocampus etabliert. Im Neuroligin 2 Knockout Mausmodell konnte bereits gezeigt werden, dass eine pränatale Deletion dieses Proteins eine stark erhöhte Erregbarkeit der Körnerzellen und eine verminderte GABAerge Netzwerkinhibition im Gyrus Dentatus in vivo zur Folge hat. Unklar blieb bisher, ob diese durch den konventionellen Neuroligin 2 Knockout (pränatal) hervorgerufenen Netzwerkveränderungen alleine auf das Fehlen dieses Proteins zurückzuführen sind oder durch eine zusätzliche Beeinträchtigung der Hirnentwicklung hervorgerufen werden. Ziel dieser Dissertation ist es deshalb, die Rolle von Neuroligin 2 im Gyrus Dentatus durch einen induzierten Knockout in adulten Mäusen (postnatal) unabhängig von einem möglichen Entwicklungseffekt zu klären. Dazu wurde im ersten methodischen Schritt dieser Dissertation durch orale Tamoxifen-Gabe eine zeitspezifische konditionale Eliminierung von Neuroligin 2 in genetisch modifizierten, adulten Mäusen erzielt. Im Anschluss an diese konditionale Eliminierung wurde die synaptische Transmission, Plastizität sowie neuronale Erregbarkeit von Körnerzellen im Gyrus Dentatus mittels elektrophysiologischer Experimente untersucht. Hierzu wurde zunächst der Tractus Perforans und die Körnerzellschicht durch stereotaktische Chirurgie in anästhesierten Mäusen lokalisiert. Anschließend wurde eine Stimulation des Tractus Perforans sowie eine Ableitung von Feldpotentialen im Gyrus Dentatus durchgeführt. Um die Erregbarkeit der Körnerzellen, die synaptische Transmission, Kurz- und Langzeitplastizität sowie Netzwerkinhibition im Gyrus Dentatus zu analysieren, wurden unterschiedliche Stimulationsprotokolle verwendet. Im Anschluss an die elektrophysiologischen Experimente wurden die Hippocampi beidseitig entnommen, konserviert und später einer Proteinquantifizierung von Neuroligin 2 mittels Western-Blotting unterzogen. Die Ergebnisse zeigten ein signifikant verringertes Proteinlevel von Neuroligin 2 auf 41,07% im Hippocampus von konditionalen Neuroligin 2 Knockout Mäusen. Unter dieser Reduktion von Neuroligin 2 in adulten Mäusen war die in vivo Erregbarkeit der Körnerzellen des Gyrus Dentatus sowie GABAerge Netzwerkinhibition weitgehend unbeeinträchtigt und die signifikanten Beobachtungen des konventionellen Knockout Modells ließen sich nicht reproduzieren. Aufgrund der unvollständigen Proteinreduktion lässt sich jedoch nicht abschließend beurteilen, ob die Restmenge den elektrophysiologischen Effekt kompensiert oder ob die im konventionellen Neuroligin 2 Knockout Modell beobachteten Effekte auf eine ausschließliche Rolle von Neuroligin 2 in der Hirnentwicklungsperiode zurückzuführen sind. Kürzlich veröffentlichte Daten zeigten allerdings, dass die postnatale Deletion von Neuroligin 2 in anderen Hirnregionen zu einer verminderten Netzwerkinhibition führt. Neben der hier verwendeten in vivo Methodik ist eine Ergänzung von Untersuchungen in nicht-anästhesierten Tieren sowie Messungen einzelner Zellen durch whole-cell patch-clamp Untersuchungen in vitro oder in vivo zu erwägen. Es sollte dabei auf eine konditionale Proteineliminierung geachtet werden, damit mögliche Kompensationsmechanismen weitgehend ausgeschlossen werden können. Eine weiterführende immunhistochemische Bildgebung der Hippocampuspräparate, wie sie im konventionellen Knockout durchgeführt wurde, könnte sich hierbei ebenso als aufschlussreich für die Funktion von Neuroligin 2 im Hippocampus des adulten Tieres erweisen.


2017 ◽  
Vol 45 (04) ◽  
pp. 235-244
Author(s):  
Ralf Mueller ◽  
Cosima Bouassiba

ZusammenfassungGegenstand und Ziel: Die Therapie der Otitis externa (OE) erfolgt in der Regel durch tägliche Applikation von Lokaltherapeutika. Längere Applikationsintervalle könnten die Behandlung erleichtern. Die Studie überprüfte anhand klinischer Symptomatik sowie zytologischer und bakteriologischer/mykologischer Befunde die In-vivo-Wirksamkeit eines mit Wirkstoffen angereicherten Gelpräparats mit Marbofloxacin, Dexamethason und Enilconazol im Vergleich zu einem kommerziellen, Marbofloxacin, Dexamethason und Clotrimazol enthaltenden Otologikum. Material und Methoden: Bei 41 Hunden mit OE kam das Gelpräparat (Gruppe A) bzw. ein zugelassenes Otologikum (Gruppe B) zum Einsatz. Ausgewertet wurden 50 Ohren (je 25 pro Gruppe). Das Gelpräparat wurde an Tag 0 und 5 eingebracht und das Kombinationspräparat täglich nach Herstellerangaben appliziert. Klinische und zytologische Kontrollen fanden nach 5 und 10 Tagen statt. Zu Beginn und nach 10 Tagen wurden Tupferproben bakteriologisch sowie mykologisch untersucht. Ergebnisse: Klinisch und zytologisch ließ sich zwischen den Gruppen kein signifikanter Unterschied feststellen. In beiden Gruppen war die Steigerung negativer bakteriologischer Befunde vergleichbar. In Gruppe A wurden nach 10 Tagen signifikant mehr marbofloxacinresistente Isolate identifiziert, obwohl der Wirkstoff Marbofloxacin in vitro über einen Zeitraum von 15 Tagen noch zu über 98% verfügbar war. Schlussfolgerung: Die zweimalige Anwendung des mit definierten Wirkstoffen angefertigten Gels kann klinisch und zytologisch als vergleichbar mit der täglichen Anwendung eines zugelassenen Otologikums angesehen werden. Die Gefahr einer Resistenzentwicklung gegen Fluorchinolone ist bei Anwendung des Gels im Vergleich zu dem zugelassenen Otologikum eher vorhanden. Lokale Nebenwirkungen könnten bei Anwendung des Gels auftreten. Klinische Relevanz: Ein mit Wirkstoffen versehenes Gelatinepräparat kann bei Otitis externa des Hundes eine Alternative zur täglichen Applikation von Lokaltherapeutika sein. Die Entwicklung von Resistenzen ist möglich.


2014 ◽  
Vol 33 (01/02) ◽  
pp. 64-74 ◽  
Author(s):  
P. A. Thomann ◽  
M. S. Depping ◽  
S. D. Bienentreu ◽  
R. C. Wolf ◽  
D. Hirjak

ZusammenfassungEin erhöhtes Psychoserisiko wird durch das Vorhandensein klinisch prädiktiver Symptome operationalisiert. Eine objektive Charakterisierung von Personen mit erhöhtem Psychoserisiko könnte durch funktionell bildgebende Verfahren gelingen, da diese Verfahren eine In-vivo-Darstellung früher neuronaler Veränderungen bei Personen mit erhöhtem Psychoserisiko ermöglichen. Veränderungen der Gehirnfunktion vor dem Beginn einer manifesten Psychose könnten als Marker der klinischen Transition und als prognostische Marker präventiver Interventionen genutzt werden. In den vergangenen Jahren wurden Personen mit erhöhtem Psychoserisiko mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) untersucht, begünstigt durch die Verfügbarkeit, die Non-Invasivität und die hohe räumliche und zeitliche Auflösung des Verfahrens. In dieser Übersichtsarbeit soll die fMRT-Datenlage bei Personen mit erhöhtem Psychoserisiko zusammengefasst und im Hinblick auf ihre klinische Relevanz diskutiert werden. In der Literatur konnten anhand einer systematischen Literaturrecherche via PubMed und MEDLINE (Schlüsselwörter: „psychosis”, „ultra-high risk” und „functional mri”) und einer erweiterten Literatursuche 17 funktionell bildgebende Untersuchungen, eine Übersichtsarbeit und drei Metaanalysen identifiziert werden. In der Gesamtwertung der fMRT-Daten gibt es erste Hinweise darauf, dass bei Personen mit erhöhtem Psychoserisiko Veränderungen der Gehirnfunktion in frontalen, insulären und somatosensorischen Arealen vorliegen könnten. Die klinische Relevanz und der prädiktive Wert dieser Befunde für klinische Transition und Therapieoutcome sind jedoch unklar.


2016 ◽  
Vol 44 (06) ◽  
pp. 417-423 ◽  
Author(s):  
Natalie Wilhelm ◽  
Volker Erfle ◽  
Katrin Hartmann ◽  
Anja D. Hartmann
Keyword(s):  

ZusammenfassungGegenstand und Ziel: Melittin, Hauptbestandteil des Bienengifts, hemmt in vitro die Replikation des humanen Immunschwachevirus. Es ist in vivo nicht toxisch fur Katzen. Ziel der Studie war die Untersuchung der Wirksamkeit von Melittin bei Katzen mit naturlicher Infektion mit dem felinen Immunschwachevirus (FIV). Material und Methoden: In einer prospektiven, randomisierten Doppelblindstudie wurden 20 Katzen mit Melittin (500 μg/kg, 10 Katzen) oder Plazebo (phosphatgepufferte Kochsalzlosung, 10 Katzen) zweimal pro Woche subkutan uber 6 Wochen behandelt. Der Therapieerfolg wurde anhand des Karnofsky-Indexes fur das Allgemeinbefinden, der Auspragung der Symptome von Konjunktivitis und Stomatitis sowie durch die Bestimmung von labordiagnostischen (Hamatologie, Serumchemie), immunologischen (Lymphozytensubpopulationen, CD4/CD8-Ratio) und Surrogatparametern (Biopterin, 7-Xanthopterin) beurteilt. Ergebnisse: Melittin fuhrte zu einer Verbesserung des Allgemeinbefindens und zu einer Abnahme der klinischen Symptome von Stomatitis und Konjunktivitis. Eine statistisch signifikante Verbesserung der Konjunktivitis ergab sich jedoch nur bei hauptsachlich mit Melittin behandelten Katzen im Vergleich zu Katzen der Plazebogruppe. Dies war vermutlich auf die verschiedenen Scores am Anfang der Studie zuruckzufuhren. Es wurde kein Anstieg der CD4+-Lymphozyten-Konzentration, des CD4/CD8-Verhaltnisses und der Pterinkonzentrationen beobachtet. Melittin war gut vertraglich und hatte keine Nebenwirkungen. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Mit dieser Studie lies sich keine Wirksamkeit von Melittin nachweisen. In zukunftigen Studien konnte das Medikament aber in einer hoheren Dosierung oder uber einen langeren Behandlungszeitraum als in der vorliegenden Studie untersucht werden. Auch eine Kombination mit klassischen antiretroviralen Medikamenten ware denkbar, da fur andere Naturprodukte positive synergistische Wirkungen gezeigt wurden.


2016 ◽  
Vol 44 (05) ◽  
pp. 279-285 ◽  
Author(s):  
Theresa Beer ◽  
Thomas Wittek ◽  
Alexandra Hund

Zusammenfassung Ziel: Im Rahmen dieser Pilotstudie erfolgte erstmals eine Bestimmung der Prävalenz von Labmagengeschwüren bei Rindern in Österreich. Außerdem wurden Managementfaktoren evaluiert, die möglicherweise die Bildung von Labmagengeschwüren begünstigen, und der diagnostische Wert von Tests für okkultes Blut im Kot für die Diagnose von Labmagengeschwüren geprüft. Material und Methoden: Bei 91 Mastbullen, 33 Kühen und 91 Kälbern wurden nach der Schlachtung die Labmägen auf Geschwüre untersucht. Festgestellte Ulzera sowie der pH-Wert des Lagmageninhalts wurden dokumentiert und der Kot auf okkultes Blut getestet. Ferner erfolgte eine Erfassung der Fleischigkeits- und Fettklassen der Tierkörper. Die telefonisch kontaktierten Tierbesitzer konnten freiwillig an einer Befragung zu Managementund Fütterungspraktiken mit potenziellem Einfluss auf die Gesundheit des Labmagens teilnehmen.Ergebnisse: Der pH-Wert des Labmageninhalts betrug im Median 3,0 bei Kälbern, 3,6 bei Bullen und 3,9 bei Kühen. Mehr als die Hälfte der Tiere hatten Labmagengeschwüre der am wenigsten schwerwiegenden Art. Beide Tests für okkultes Blut im Kot waren nicht geeignet, diese Art von Ulzera nachzuweisen. Durch die Befragung ließen sich keine eindeutigen Faktoren feststellen, die für die Bildung von Labmagengeschwüren ursächlich sein könnten. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Die Ergebnisse legen nahe, dass die Haltungssysteme in Österreich die Bildung geringgradiger Labmagengeschwüre begünstigen. Da es beim Rind keine Möglichkeit gibt, dies in vivo zu erforschen, bleiben weiterreichende Schlussfolgerungen rein spekulativ. Weitere Aspekte, z. B. die Rolle von Bakterien bei der Bildung von Geschwüren oder ihre Auswirkungen auf Produktivität und Tierwohl, sollten in folgenden Studien untersucht werden. Ebenso sollten die Ergebnisse dieser Pilotstudie in größeren experimentellen Studien bestätigt werden.


2007 ◽  
Vol 35 (04) ◽  
pp. 264-272
Author(s):  
R. Klopfleisch ◽  
G. Czerwinski ◽  
D. Driemeier ◽  
S. S. Barros ◽  
R. Riebe ◽  
...  

Zusammenfassung Gegenstand und Ziel: Enzootisch auftretende Tumoren der Ethmoidalschleimhaut (ENT) sind bei Schafen und Ziegen seit langem bekannt und weltweit verbreitet. Histopathologisch handelt es sich um Adenokarzinome geringer Malignität. Als Ursache dieser experimentell übertragbaren Tumoren wird beim Schaf eine Infektion mit dem enzootic nasal tumor virus“ (ENTV-1) angesehen, einem Beta-Retrovirus. Material und Methode: Bericht über das spontane Auftreten von ENT bei fünf adulten Merinokreuzungsschafen, die seit Geburt in einer geschlossenen Herde im Friedrich-Loeffler-Institut gehalten wurden. Ergebnisse: Bei der Sektion aller Tiere fanden sich in der Siebbeingegend weiche, graurötliche, blumenkohlartige Tumoren, die die benachbarten Kopfhöhlen oder -knochen infiltrierten und die Nasenmuscheln verdrängten. Die ultrastrukturelle Untersuchung der Tumorzellen erbrachte extrazellulär, zwischen den Mikrovilli der Tumorzellen gelegen, zahlreiche runde, 90–100 nm große Partikel retroviraler Morphologie. Mittels einer für das gag-Gen spezifischen PCR in Verbindung mit DNA-Sequenzierung wurde Tumorgewebe sowie eine davon abgeleitete primäre Zellkultur auf das Vorhandensein von ENTV-1-spezifischen Nukleinsäuresequenzen untersucht. Durch In-situ- Hybridisierung ließ sich genomische RNA und mRNA von ENTV-1 nesterartig in fünf Tumoren nachweisen. Korrelierend zu diesen Befunden fanden sich in den Bereichen stärkster Hybridisierungssignale zahlreiche proliferierende, für PCNA positive Tumorzellen. Der immunhistologische Nachweis von phosphoryliertem Akt in diesen Zonen gesteigerter Zellproliferation spricht für eine durch ENTV-1 vermittelte Stimulation des PI3K/Akt-Signalweges in vivo. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Trotz der niedrigen Malignität der Neoplasie verläuft die Erkrankung in der Regel fatal. Durch weiterführende molekulare Untersuchungen von Gewebsbioptaten kann die klinische Diagnose durch Genom- und Virusnachweis oder morphologisch abgesichert werden. Eine Therapie der Erkrankung ist nach heutigem Kenntnisstand nicht möglich.


1990 ◽  
Vol 29 (05) ◽  
pp. 221-227 ◽  
Author(s):  
R. P. Baum ◽  
B. Auerbach ◽  
A. Herrmann ◽  
G. Hör ◽  
A. Hertel

Murine monoclonal antibodies (MAb) are applied on a growing scale in radioimmunoscintigraphy (IS) for diagnostic and therapeutic purposes. This increasing use of xenogeneic substances in rapidly growing numbers of patients raises questions of accuracy and reliability of the MAb and also the problem of potential human immunoreaction (human anti-mouse IgG antibodies – HAMA). The aim of this study was to evaluate the clinical relevance of HAMA following IS regarding allergic complications and in vivo effects on IS after repeated applications of MAbs. Out of over 800 immunoscintigraphic examinations performed during the last 5 years in our department 289 studies (in 190 patients) with up to 10 applications (13 different MAbs all together) were considered. Only 1 patient with a high HAMA titer developed a mild allergic reaction (local urticaria) after the 3rd application of an anti-CEA MAb. In 171 intensively documented serum courses following IS, 50 (29%) showed elevated HAMA [1st application: 25/108 (23%); 2nd application: 20/41 (49%); 3rd application: 5/11 (45%); 4th – 10th application: no HAMA/11 (2 anti-CEA, 9 Antimyosin)]. Only with strongly increased HAMA values (five times the value before 1st application) there was an altered biodistribution of the MAbs in IS with partially inhibited (8/25 studies with repeated applications) tumor localization. Some patients still demonstrated positive tumor localization despite a HAMA reaction. The problem of HAMA in the diagnostic work-up using MAbs is not the allergic reaction but the potential effects on IS in repeated studies. HAMA should be measured prior to repeated immunoscintigraphic studies.


Author(s):  
S. Phyllis Steamer ◽  
Rosemarie L. Devine

The importance of radiation damage to the skin and its vasculature was recognized by the early radiologists. In more recent studies, vascular effects were shown to involve the endothelium as well as the surrounding connective tissue. Microvascular changes in the mouse pinna were studied in vivo and recorded photographically over a period of 12-18 months. Radiation treatment at 110 days of age was total body exposure to either 240 rad fission neutrons or 855 rad 60Co gamma rays. After in vivo observations in control and irradiated mice, animals were sacrificed for examination of changes in vascular fine structure. Vessels were selected from regions of specific interest that had been identified on photomicrographs. Prominent ultrastructural changes can be attributed to aging as well as to radiation treatment. Of principal concern were determinations of ultrastructural changes associated with venous dilatations, segmental arterial stenosis and tortuosities of both veins and arteries, effects that had been identified on the basis of light microscopic observations. Tortuosities and irregularly dilated vein segments were related to both aging and radiation changes but arterial stenosis was observed only in irradiated animals.


Author(s):  
E. J. Kollar

The differentiation and maintenance of many specialized epithelial structures are dependent on the underlying connective tissue stroma and on an intact basal lamina. These requirements are especially stringent in the development and maintenance of the skin and oral mucosa. The keratinization patterns of thin or thick cornified layers as well as the appearance of specialized functional derivatives such as hair and teeth can be correlated with the specific source of stroma which supports these differentiated expressions.


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