scholarly journals Ausreichend Raum für die Windenergienutzung an Land. Ein Vorschlag für neue regulative Rahmenbedingungen

Author(s):  
Hauke Von Seht
Keyword(s):  

Im Zuge des anstehenden weiteren Umbaus des Energiesystems in Deutschland wird es erforderlich werden, sukzessive weitere Flächen für die Windenergienutzung an Land bereitzustellen. Der derzeitige regulative Rahmen weist jedoch Defizite aus, welche die entsprechenden Planungen erheblich erschweren und verzögern. Daher werden in diesem Beitrag zur Problemlösung gesetzliche Änderungen vorgeschlagen. Der resultierende neue dynamische Steuerungsansatz setzt auf stufenförmige, optimierte Ausbauwerte im Erneuerbare-Energien-Gesetz, auf denen Grundsatzvorgaben im Raumordnungsgesetzaufbauen. Letztere beinhalten Mindestvorgaben für regionalplanerische Vorranggebiete – auf der Basis einzuführender regelmäßiger Analysen des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung. Bei Einhaltung dieser Werte würde eine angeregte Teilentprivilegierung im Baugesetzbuch greifen, mittels welcher in entsprechenden Regionen auf eine aufwendige und fehleranfällige Konzentrationszonenplanung verzichtet werden kann. Flankierend wird zur Beschleunigung eine Änderung vorgeschlagen, auf deren Grundlage inVorranggebieten eine Genehmigung von Windenergieanlagen rechtssicher auch bei gegenläufigen, noch nicht angepassten kommunalen Konzentrationszonenplanungen erfolgen kann.

BWK ENERGIE. ◽  
2020 ◽  
Vol 72 (12) ◽  
pp. 57-60
Author(s):  
G. Kuhs ◽  
J. Schneider

Die Stromproduktion in Australien befindet sich derzeit, trotz großer Vorkommen an Kohlen und Uran, in einer Umbruchphase. Auf dem fünften Kontinent vollzieht sich eine Energiewende in rasantem Tempo. Das Emissionsreduktionsziel von 26 % bis 2030, gemäß des Pariser Klimaschutzabkommens, wird auch wegen hoher Investitionen von 2,2 Mrd. € in den Klimaschutz, der günstigen Geografie für den Ausbau von Wind- und Solarstrom sowie einer geringen Bevölkerungsdichte sicher erreicht. Dagegen deckt Neuseeland schon heute etwa 83 % des Strombedarfs über erneuerbare Energien – vornehmlich Wasserkraft und Geothermie. Positive Aussichten bestehen für Solarenergie, speziell im Wohnbereich.


2011 ◽  
Vol 69 (2) ◽  
pp. 105-118 ◽  
Author(s):  
Stephan Bosch ◽  
Gerd Peyke

Zusammenfassung Der starke Ausbau von erneuerbaren Energien hat innerhalb nur weniger Jahre eine Kulturlandschaft neuen Typs hervorgebracht. Gewohnte Landschaftsbilder, die vor allem von parzellierten landwirtschaftlichen Nutzflächen, inselartigen Waldgebieten und räumlich konzentrierten Siedlungsflächen geprägt waren, werden in zunehmendem Maße durch dezentrale Kraftwerke wie Windparks, Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Biomassekraftwerke ergänzt. Von einer Entwicklung hin zu reinen Energielandschaften, wie es seitens Heimatpflegevereinen und Naturschutzverbänden befürchtet wird, ist man jedoch weit entfernt. Eine gegenüber den erneuerbaren Energien restriktive Regionalplanung, jährliche Korrekturen an der Vergütungsstruktur des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sowie eine degressiv ausgerichtete Förderung setzen einem regenerativen Energiesystem deutliche räumliche Grenzen. Dennoch hat der bisherige Ausbau den Nutzungsdruck auf den ländlichen Raum stark erhöht und zu neuen Dimensionen der Flächennutzungskonkurrenz geführt. Diskussionen um die zukünftige Bedeutung des ländlichen Raumes als Standort für neue Technologien erscheinen daher angebracht.


HLH ◽  
2021 ◽  
Vol 72 (05) ◽  
pp. 30-31
Author(s):  
Bernd Genath
Keyword(s):  

Mitte vergangenen Jahres, als das Förder-Aus für ältere EE-Anlagen drohte, ergriffen klimabesorgte Institutionen die Initiative. Im Januar war es dann soweit: Die „Marktoffensive Erneuerbare Energien“ startete. Die Mitglieder setzen sich für eine verstärkte Implementierung direkter Stromlieferverträge, den sogenannten Power Purchase Agreements (PPAs), ein. Diese PPAs sollen neben dem EEG ein zweiter zentraler Pfeiler des künftigen Erneuerbare-Energien-Ausbaus sein. Was verbirgt sich dahinter?


2015 ◽  
Keyword(s):  

Erneuerbare Energien - der Schlüssel zur Energiewirtschaft der Zukunft Dieses Buch setzt sich mit den verschiedenen Formen der Nutzung erneuerbarer Energiequellen auseinander: Solarthermie, Photovoltaik, Biomasse, Windenergie, Geothermie. Dabei werden auch Themen wie biogene Festbrennstoffe, Treibstoffe auf Pflanzenölbasis sowie Energie aus Abfall behandelt. Ziel dieses Buches ist es, neben Grundlagenwissen über die behandelten Energieformen und Technologien sowie deren wirtschaftliche und ökologische Aspekte aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung zu vermitteln. Das Buch wendet sich in erster Linie an Studierende in den Studiengängen Technologie/ Technik Erneuerbarer Energien, Umweltingenieurwesen und verwandten Studiengängen sowie an einschlägig interessierte Studierende der Studiengänge Maschinenbau, Elektrotechnik und Energiewirtschaft.


2021 ◽  
pp. 1-12
Author(s):  
Volker Quaschning
Keyword(s):  

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