Akrales amelanotisches Melanom, das wie ein nicht heilendes arterielles Ulcus erscheint

2020 ◽  
Vol 8 (2) ◽  
pp. 79-81
Author(s):  
Phillip Cantwell ◽  
Helena Van Dam

Akrale Melanome machen etwa 2-3% aller Melanome aus. Wegen ihrer Seltenheit und weil sie anfänglich unscheinbar und tendenziell amelanotisch erscheinen, werden sie häufig verkannt. Der vorliegende Fallbericht beschreibt den Fall eines 70-jährigen Mannes mit amelanotischem Melanom, das als nicht heilendes arterielles Ulcus fehldiagnostiziert wurde. Die histopathologische Untersuchung zeigte ein akrolentiginöses Melanom mit einer Tumordicke nach Breslow von 2,3mm, Clark-Level IV, das durch eine chirurgische Intervention definitiv behandelt wurde. Dieser Fall zeigt, dass es wichtig ist, bei der Differentialdiagnose nicht heilender Ulcera auch ein Melanom in Erwägung zu ziehen.

2010 ◽  
Vol 67 (1) ◽  
pp. 39-43
Author(s):  
Christian T. Hamel ◽  
Walter R. Marti

Die fäkale Inkontinenz wird in ihrer Häufigkeit deutlich unterschätzt. In den meisten Fällen von leichter Inkontinenz ist die konservative Therapie erfolgreich. Schwere Formen der Inkontinenz sollen in einem Interdisziplinären Ansatz formal abgeklärt werden, damit die Patienten den geeigneten Therapieoptionen zugeführt werden können. Ob allenfalls eine chirurgische Intervention indiziert ist, kann erst nach einem entsprechenden Abklärungsprozerdere bestimmt werden. Das Ziel der chirurgischen Intervention zur Verbesserung der Kontinenzleistung kann erstens die Reparatur eines Defektes, die Augmentation des Beckenbodens oder sogar die Formation eines Neosphinkters sein. Bei verletztem Musculus sphincter ani externus kann die Sphinkerplastik zum Erfolg führen. Während bei der dynamisierten Grazilisplastik ein eigener Muskel als Sphinkterersatz verwendet wird, wird das gleiche Ziel bei dem Artificial bowel sphincter durch einen auffüllbaren Cuff erreicht. Bei intakter Muskulatur und neuraler Störung kommt heute die sakrale Nervenstimmulation zum Einsatz. Es ist entscheidend, die richtige Therapiemethode basierend auf der zu Grunde liegenden Pathologie zu wählen.


2012 ◽  
Vol 69 (12) ◽  
pp. 667-671 ◽  
Author(s):  
Henzen

Insulinome sind mit einer Inzidenz von 4 pro 100'000 eine seltene Erkrankung, vermeintliche Hypoglykämie-Symptome werden dagegen häufig auch von Menschen ohne Diabetes mellitus beschrieben. Die Liste der möglichen Ursachen ist sehr umfangreich, weshalb mittels Anamnese, Klinik und laborchemischen Untersuchungen der Verdacht auf ein Insulinom erhärtet werden bzw. ausgeschlossen werden muss. Wie bereits vor über 70 Jahren der New Yorker Chirurge Allen Whipple gefordert hat, ist eine strikte Beachtung der Trias: dokumentierte Hypoglykämie und Neuroglykopenie und Besserung auf Glukosezufuhr Voraussetzung für weitere diagnostische und therapeutische Schritte. Die hyperinsulinämische Hypoglykämie wird im Fastentest bewiesen, Ziel der bildgebenden Methoden ist die Lokalisation des Insulinoms für die chirurgische Resektion bzw. die Abgrenzung zur nicht-Insulinom bedingten pankreatogenen Hypoglykämie (Nesidioblastose). Als neue und hochsensitive Methode hat sich die GLP-1 Rezeptor Szintigraphie erwiesen, womit auch im vorliegenden Fallbeispiel eine zielgerichtete chirurgische Intervention möglich war.


Praxis ◽  
2014 ◽  
Vol 103 (16) ◽  
pp. 965-970
Author(s):  
Jane M. Blazeby ◽  
James Byrne ◽  
Richard Welbourn

2020 ◽  
Author(s):  
Keyword(s):  

2019 ◽  
Vol 45 (08/09) ◽  
pp. 373-376
Author(s):  
P. Elsner ◽  
J. Meyer

ZusammenfassungEin Patient wurde unter der Diagnose einer Paronychie und Onychomykose des Mittelfingers rechts ohne mykologischen Pilznachweis langfristig topisch und systemisch antimykotisch behandelt. Bei Therapieresistenz erfolgte nach Vorstellung bei einem anderen Hautarzt eine Hautbiopsie, die ein akrolentiginöses malignes Melanom ergab, das unter Teilamputation des Fingers operativ versorgt werden musste. Nach Facharztstandard war die Verzögerung der letztlich zielführenden Diagnostik als Behandlungsfehler zu bewerten. Unklare entzündliche Veränderungen oder Tumoren an den Akren sollten immer zur Differenzialdiagnose eines akrolentiginösen malignen Melanoms veranlassen, auch wenn prima vista viel häufigere Erkrankungen wie eine Onychomykose oder Verrucae vulgares wahrscheinlicher sind. Spätestens bei Nichtansprechen einer eingeleiteten Therapie sollte die Diagnose kritisch überprüft und ggf. eine dermatohistologische Befundsicherung durchgeführt werden.


2021 ◽  
Author(s):  
P. Elsner

ZusammenfassungEine 21-jährige Patientin hatte seit Jahren ein pigmentiertes „Muttermal“ an der Schulter, das sie von einem Dermatologen mit einem Laser entfernen ließ. Ein Jahr später bildete sich erneut eine Pigmentierung an der gelaserten Stelle. Unter dem Verdacht auf ein malignes Melanom wurde die Läsion exzidiert; die Dermatohistologie bestätigte ein ulzeriertes malignes Melanom, Clark-Level IV, max. Tumordicke nach Breslow 2,4 mm. Nachdem eine Sentinel-Lymphnode-Biopsie der Axilla zunächst unauffällig war, stellte sich die Patientin nach wenigen Monaten wegen Kieferschmerzen vor, wobei sich eine osteolytische Metastase in der Mandibula zeigte. Das weitere Staging ergab multiple pulmonale, hepatische, mediastinale und weitere ossäre Metastasen. Unter einer Therapie mit Dabrafenib und Trametinib kam es nach kurzzeitiger Besserung zu einem nicht beherrschbaren Hirnödem mit Exitus letalis.In Anbetracht des tragischen Krankheitsverlaufes stellt sich die Frage nach der Vereinbarkeit der primären Lasertherapie von Pigmentmalen mit dem dermatologischen Facharztstandard. Risiken durch die Lasertherapie melanozytärer Naevuszellnaevi betreffen die mögliche Fehldiagnose eines malignen Melanoms als Naevus, welches nach Lasertherapie aufgrund des destruierenden Verfahrens nicht dermatohistologisch untersucht werden kann, die möglicherweise unvollständige Entfernung von Naevuszellen, die im Folgenden maligne entarten können, und Schwierigkeiten der klinischen Nachbeobachtung einer Läsion nach Laserung. Dysplastische Naevi sollten daher keinesfalls destruierend mit einer Lasertherapie entfernt werden; Leitlinien raten auch von einer Laserbehandlung melanozytärer Naevi ab und empfehlen, sollte einem entsprechenden Patientenwunsch doch gefolgt werden, zumindest eine Stanzbiopsie zur Diagnosesicherung durchzuführen. Ein Verzicht auf diese empfohlene diagnostische Absicherung könnte einen Befunderhebungsfehler mit der möglichen Folge einer Beweislastumkehr darstellen.


2020 ◽  
Vol 57 (5) ◽  
pp. 608-619 ◽  
Author(s):  
Serenella Silvestri ◽  
Ilaria Porcellato ◽  
Luca Mechelli ◽  
Laura Menchetti ◽  
Selina Iussich ◽  
...  

E-cadherin, a glycoprotein involved in cell-cell adhesion, has a pivotal role in epithelial-mesenchymal transition, a process through which neoplastic epithelial cells develop an invasive phenotype. In human cutaneous melanomas, decreased E-cadherin expression is associated with shorter survival and increased Breslow thickness, whereas in the dog its role is poorly understood. Tumor thickness and modified Clark level were recently proposed as useful features to assess canine melanocytic tumors, but no studies investigated their association with E-cadherin expression. We performed immunohistochemistry on 77 formalin-fixed, paraffin-embedded primary canine melanocytic tumors. A 3-tier and a 2-tier classification system for assessing E-cadherin expression were tested, with the latter being more informative for the assessment of canine melanocytic tumors. E-cadherin expression was lower in cutaneous melanomas than melanocytomas, as well as in amelanotic tumors compared to pigmented tumors. In amelanotic melanomas, absent E-cadherin expression was associated with an unfavorable outcome, suggesting a potential use of this marker in defining the prognosis of amelanotic melanomas. E-cadherin expression was lower in tumors with greater tumor thickness and modified Clark level ≥IV, suggesting its possible utility in identifying the most invasive tumors. The expression of E-cadherin in oral melanomas was heterogeneous, but was associated with pigmentation and clinical outcome; thus, E-cadherin evaluation could be advantageous to detect the most aggressive neoplasms. However, cutaneous melanomas without E-cadherin expression frequently had a favorable clinical outcome. Hence, its importance as prognostic factor should be carefully considered depending on the tumor origin.


2019 ◽  
Vol 2019 ◽  
pp. 1-6 ◽  
Author(s):  
O. Obadofin ◽  
K. Badmos ◽  
N. Orsi ◽  
M. Bipin ◽  
O. Rotimi ◽  
...  

Background. In Blacks, malignant melanoma (MM) is associated with greater morbidity and mortality compared to Caucasians. MMs with BRAF V600E mutation as well as those with loss of p16 protein expression are associated with aggressive behavior and worse prognosis. Objectives. We determined BRAF (V600E) mutation status and loss of p16 expression in MM cases in Lagos, Nigeria, and correlated these with histopathologic parameters and patients’ age. Methods. Forty-five cases of MM received between January 2005 and December 2014 in the Anatomic and Molecular Pathology Department of Lagos University Teaching Hospital were subjected to immunohistochemical studies to determine BRAF V600E mutation and p16 protein expression. These included cutaneous (n=37), musosal (n=3), and ocular MM (n=2) as well as lymph node metastatases (n=3). Results. BRAF (V600E) mutations were detected in 5/45 (11%) while 31/45 (69%) of the cases had loss of p16 expression. No statistically significant association was found between the BRAF (V600E) mutation, loss of p16 expression, and histologic parameters such as histologic variant, Clark level, Breslow thickness, and ulceration. Conclusion. BRAF (V600E) mutation was detected only in a small proportion of cases while loss of p16 expression occurred in most cases which also had high Clark level, high Breslow thickness, and ulceration.


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