Lasernadel-Akupunktur bei hyperaktiver Blase: Eine Kasuistik

2019 ◽  
Vol 26 (1) ◽  
pp. 47-52
Author(s):  
Kirsten Stähler van Amerongen

In diesem Fallbericht wird die Lasernadel-Akupunktur bei einer Patientin mit Hyperaktive-Blase(OAB)-Symptomatik beschrieben. Nach 7 Behandlungen mit dieser neuen, nichtinvasiven Therapie war eine deutliche Verbesserung der Symptome - häufiger und verstärkter Harndrang, Nykturie und Inkontinenz - zu verzeichnen, und das Patientenempfinden der Blasenbeschwerden war auf der visuellen Analogskala um 60% verbessert. Die invasive sakrale Neuromodulation über den Sakrallöchern am Becken und die perkutane tibiale Nervenstimulation über dem medialen Knöchel am Fuss sind in der Schulmedizin anerkannte Methoden zur Behandlung der OAB. Genau diese Punkte aus der Schulmedizin wurden mit der nichtinvasiven, schmerzlosen Lasernadel mit positivem Patientenempfinden bezüglich der OAB therapiert. Dabei handelte es sich um die Akupunkturpunkte Bl 27, 28, 29, 30 und MP 6. Die schmerzlose Lasernadel-Therapie scheint zukunftsweisend für die Behandlung der OAB zu sein.

Praxis ◽  
2016 ◽  
Vol 105 (11) ◽  
pp. 657-661
Author(s):  
Kristian Jäckel ◽  
Christoph Schwab ◽  
Beat Knechtle

Zusammenfassung. Wir berichten über eine 53-jährige Kioskbetreiberin, die mit einem akuten Harnverhalt auffällig wurde. Als Diagnose konnte eine unteraktive Blase gestellt werden, die entstehen kann, wenn die Blase chronisch überdehnt wird, was in ­ihrer Situation darauf zurückzuführen war, dass sie lange miktionsfreie Zeiten einhalten musste, da sie den Kiosk nicht unbeaufsichtigt lassen durfte. Therapieversuche mit Myocholin und auch eine sakrale Neuromodulation führten nicht zu einer ausreichenden Besserung; die Blase blieb hyperkapazitativ. Die Therapie besteht weiterhin in einer Urinableitung mittels Zystostoma.


2006 ◽  
Vol 37 (S 1) ◽  
Author(s):  
KD Sievert ◽  
J Pannek ◽  
D Engeler ◽  
M Horstmann ◽  
AS Merseburger ◽  
...  

Uro-News ◽  
2015 ◽  
Vol 19 (5) ◽  
pp. 28-30
Author(s):  
Almuth Angermund ◽  
Ulrike Hohenfellner

Der Urologe B ◽  
2002 ◽  
Vol 42 (5) ◽  
pp. 432-433 ◽  
Author(s):  
P.-M. Braun ◽  
C. Seif ◽  
C. van der Horst ◽  
A. Bannowsky ◽  
S. Bross ◽  
...  

2010 ◽  
Vol 67 (1) ◽  
pp. 19-21
Author(s):  
Annette Kuhn

Inkontinenz ist ein zunehmendes, altersabhängiges Problem das sich bei Frauen hauptsächlich als Belastungsinkontinenz, hyperaktive Blase, gemischte Inkontinenz und seltenere Formen präsentiert. Die Anamnese, gynäkologische und neurologische Untersuchung gehört zum ersten Abklärungsschritt dazu sowie eine Untersuchung des Mittelstrahlurins; sollte dieser technisch schwierig zu gewinnen sein, hilft ein Katheterurin weiter. Gelgentlich können weiterführende Untersuchungen wie Zystoskopie, Urodynamik und Ultraschall notwendig sein. Die Belastungsinkontinenz sollte initial mit konservativen Maßnahmen wie Beckenbodentherapie und Gewichtsreduktion therapiert werden, sollte dies nicht ausreichend sein, kann eine operative Intervention empfohlen werden, dies zumeist in Form von suburethralen Schlingen, die minimalinvasiv eingelegt werden und eine gute Erfolgsrate von ca. 85 % haben. Die hyperaktive Blase wird mit Blasentraining und Anticholinergika therapiert; bei letzteren muss man bei älteren Patientinnen und Polymedikaktion auf eine mögliche Summation anticholinerger Effekte achten, die z. B. zu Verwirrung und Desorientiertheit führen kann.


Praxis ◽  
2014 ◽  
Vol 103 (22) ◽  
pp. 1313-1321
Author(s):  
Helena Buhmann ◽  
Antonio Nocito

Stuhlinkontinenz bezeichnet den ungewollten Stuhlverlust oder die Unfähigkeit, das Absetzen von Stuhl kontrollieren zu können. Klinisch können drei Subtypen unterschieden werden: passive Inkontinenz, Dranginkontinenz und Stuhlschmieren. Rund 8% der Erwachsenenbevölkerung sind von einer Stuhlinkontinenz betroffen, jedoch sucht nur ein Drittel der Patienten ärztlichen Rat. Neben der individuellen Belastung hat die Stuhlinkontinenz grosse sozio-ökonomische Auswirkungen. Die Ursachen der Stuhlinkontinenz können in vier Gruppen unterteilt werden: Änderungen der Stuhlquantität und -qualität, strukturelle Störungen, funktionelle Störungen und andere Ursachen. Die Diagnostik der Stuhlinkontinenz umfasst Anamnese, klinische Untersuchung inklusive digital-rektaler Untersuchung, Bildgebung (insbesondere endoanaler Ultraschall), sowie Funktionsdiagnostik (Analmanometrie und Defäkographie). Die viel versprechendste konservative Therapie beinhaltet heutzutage die medikamentöse Stuhlregulation kombiniert mit einer Biofeedbacktherapie. Die erfolgreichste invasive Therapie ist die sakrale Neuromodulation.


2012 ◽  
Vol 43 (01) ◽  
pp. 39-48 ◽  
Author(s):  
T. Schwalenberg ◽  
J.-U. Stolzenburg ◽  
C. Kriegel ◽  
A. Gonsior

Der Urologe ◽  
2018 ◽  
Vol 57 (11) ◽  
pp. 1375-1388 ◽  
Author(s):  
Arndt van Ophoven

2003 ◽  
Vol 60 (5) ◽  
pp. 275-281
Author(s):  
H. Danuser ◽  
F. C. Burkhard ◽  
H. John

Die Behandlung von Urininkontinenz und Blasenbeschwerden beim Mann soll wenn immer möglich ursächlich erfolgen, häufig ist aber lediglich eine symptomatische Behandlung durchführbar. Die obstruktionsbedingte Dranginkontinenz oder hyperaktive Blase soll primär durch Beheben der Obstruktion behandelt werden. Medikamentöse und chirurgische Behandlungsmethoden bieten sich bei der benignen Prostatahyperplasie, bei der Blasenhalshypertrophie und beim Prostatakarzinom an, hingegen werden Blasenhalssklerose und Urethrastrikturen nur chirurgisch therapiert. Ist die infravesikale Obstruktion behoben und bestehen immer noch Drangsymptome/-inkontinenz oder findet sich eine Dranginkontinenz ohne Obstruktion, sind primär Anticholinergika indiziert, und nur in speziellen Fällen die Injektionen von Botulinustoxin A in den Detrusor oder die Augmentation der Blase notwendig. Harnweginfekte, ein weiterer möglicher Grund für Drangsymptome, sind resistenzgerecht zu behandeln und die Ursache des Infektes abzuklären. Bei der Überlaufinkontinenz muss die infravesikale Obstruktion gesucht und behandelt werden. Ist eine verminderte Detrusorkontraktilität die Ursache der Überlaufinkontinenz und die Blase mit einer Pressmiktion nicht entleerbar, können Parasympathomimetika hilfreich sein. Bei unzureichender Wirksamkeit muss der intermittierende Selbstkatheterismus angelernt werden. Ist dieser nicht durchführbar, muss als ultima ratio die transurethrale oder perkutane Dauerdrainage angelegt werden. Die Stressinkontinenz, eine seltene Komplikation nach Prostatachirurgie, kann konservativ mit Beckenbodentraining und a-Rezeptoragonisten und wenn notwendig operativ durch submuköse Injektion von Kollagen oder Silikon im Sphinkterbereich oder durch die Implantation einer Sphinkterprothese behandelt werden. Supravesikale Urinableitungen sind nach Ausschöpfung von konservativen und weniger invasiven operativen Maßnahmen bei entsprechendem Leidensdruck gelegentlich notwendig. Bei neurogenen Blasenspeicher- und/oder Blasenentleerungsstörungen sind je nach Lokalisation der Schädigung und den daraus resultierenden urodynamischen Mustern konservative, medikamentöse und chirurgische Behandlungen oder deren Kombination möglich.


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