Ambulante Nachsorge nach Sklerosierungen, Shunt- und Venensperroperationen bei Zirrhosekranken

2015 ◽  
pp. 622-633
Author(s):  
Th. Karavias ◽  
K. -J. Paquet
Keyword(s):  
2020 ◽  
Vol 145 (19) ◽  
pp. e108-e115
Author(s):  
Dagmar Giese ◽  
Jörg Blau ◽  
Walter Knüppel ◽  
Aggi Neumann-Schiebener ◽  
Andreas Günther ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Die Zahl der Patienten, die im Verlauf einer intensivmedizinischen Behandlung von einer invasiven Beatmung entwöhnt werden müssen, hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Ein Teil hiervon bleibt dauerhaft beatmet und muss im ambulanten Bereich betreut werden. Das Gros dieser Patienten ist allerdings nicht in einem erfahrenen Weaningzentrum behandelt worden. Es ist daher wahrscheinlich, dass noch „Weaningpotenzial“ bei einem Teil der Patienten besteht. Methoden Die AOK Hessen hat nach umfangreicher Analyse Ansatzpunkte zur Verbesserung dieser Situation entwickelt, die hier erstmalig vorgestellt werden. Als wesentlich wurden die fachliche Expertise der das Potenzial einschätzenden Ärzte (Weanigerfahrung bzw. Weaningzentrum), die Option der temporären Unterbringung der Patienten in den neu zu schaffenden Therapiezentren für außerklinische Beatmung (TAB) und die strukturierte ambulante Nachsorge erkannt. Ergebnisse Bei den TAB handelt es sich um extrastationäre Einheiten, welche einem Weaningzentrum angeschlossen sind. Hier sollen Patienten in wohnlicher Atmosphäre betreut werden, bei denen es bisher nicht gelang, sie von der Invasivbeatmung zu entwöhnen. Der Fokus liegt dabei auf der täglichen physiotherapeutischen und logopädischen Arbeit. Hierfür wird ein Zeitraum von bis zu 6 Monaten ermöglicht, in dem sich die muskuläre und kognitive Situation verbessern soll. Im Anschluss wird dann je nach Verlauf ein erneuter Weaningversuch im Weaningzentrum unternommen. Diskussion Das Konzept wird im folgenden Artikel ausführlich beschrieben. Erste Erfahrungen zeigen den relevanten Stellenwert der TAB in der Entwöhnung von der Beatmung.


Pflege ◽  
2000 ◽  
Vol 13 (1) ◽  
pp. 9-15 ◽  
Author(s):  
Ulrich Laaser ◽  
Beate Röttger-Liepmann ◽  
Jürgen Breckenkamp ◽  
Klaus Bublitz

Zielsetzung: Die Einführung von Fallpauschalen impliziert eine Verkürzung der Verweildauern und kann daher sowohl Auswirkungen auf die Leistungsqualität der stationären Behandlung haben als auch zu einer Verlagerung stationärer Leistungen in den ambulanten Bereich führen. Diese Untersuchung beschäftigt sich daher mit den Auswirkungen des Entgeltsystems «Fallpauschalen» auf die akutstationäre Versorgung von Patienten anhand der ausgewählten Fallgruppen «Varizenexhairese» und «Hernienoperation». Methodik: Es wurde eine retrospektive Vergleichsuntersuchung mit zwei Erhebungsteilen durchgeführt. Neben einer Auswertung von Patientendaten sechs nordrhein-westfälischer Krankenhäuser (N = 875) erfolgte eine Patientenbefragung (N = 510). Ergebnisse: Für die untersuchten Fallgruppen wurden die Liegezeiten von 1995 bis 1997 um zwei Tage (Varizenexhairese) bzw. einen Tag (Hernienoperation) reduziert, liegen damit aber noch über der von der Expertenkommission des BMG vorgegebenen «Katalogverweildauer». Die Verkürzung der Liegezeiten führt zu einem Anstieg des Anteils ambulant behandelter Patienten. Die Patienten nehmen ihren Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Entlassung aus der Akutklinik subjektiv als schlechter wahr. Dies wirkt sich jedoch in der ambulanten Phase nicht aus. Schlußfolgerung: Die durch die Verkürzung der Verweildauer bedingten Leistungseinschränkungen stationärer Versorgung können für die untersuchten Fallgruppen bisher durch die ambulante Nachsorge kompensiert werden. Bei einer weiteren Verkürzung der Verweildauern sind jedoch negative Auswirkungen auf den Gesundheitszustand der Betroffenen zu erwarten.


2008 ◽  
Vol 56 (2) ◽  
pp. 79-87 ◽  
Author(s):  
Anneliese Ermer
Keyword(s):  

Delinquentem Handeln liegen sehr unterschiedliche Faktoren zugrunde. Bei psychisch kranken/gestörten Straftätern mit Gewalt- und Sexualstraftaten sind neben einer deliktrelevanten psychischen Störung weitere kriminogene Aspekte zu berücksichtigen. Ziel einer forensisch-psychiatrischen Behandlung ist die Besserung der Legalprognose. Die therapeutischen Interventionen, meist gerichtlich angeordnet und als Maßregel/Maßnahme stationär oder ambulant durchgeführt, müssen dementsprechend störungs- und deliktorientiert sein. Nach sorgfältiger Diagnostik stützen sie sich auf psychiatrisch-psychotherapeutische Therapiekonzepte sowie Behandlungsverfahren, die sich für Gewalt- und Sexualstraftäter als wirksam in der Minderung des Rückfallrisikos erwiesen haben. Nach bisherigem Forschungsstand ist eine angemessene Behandlung multimodal, intensiv und strukturiert, kognitiv-behavioral, berücksichtigt die Bedürfnisse der Täter, wird ihrem handlungsorientierten Lernstil gerecht und mit Kompetenz und Engagement durchgeführt. Therapieverlauf und Legalprognose sind regelmäßig zu evaluieren. Die Abnahme des Delinquenzrisikos begünstigt bei stationärer Behandlung Lockerungsentscheide und Entlassung. Eine angemessene ambulante Nachsorge ist notwendig.


2013 ◽  
Vol 41 (06) ◽  
pp. 383-391 ◽  
Author(s):  
C. Thiel ◽  
J. Michalik ◽  
M. Kramer ◽  
S. Kaiser

Zusammenfassung Gegenstand: Sublumbale Abszesse beim Hund mit Eruierung der diagnostischen und therapeutischen Optionen sowie der Prognose. Material und Methoden: Retrospektive Auswertung der Daten von 13 Hunden, die von 2002 bis 2012 mit sublumbalen Abszessen vorgestellt wurden. Ergebnisse: Betroffen waren vor allem mittelgroße bis große Tiere in jungem bis mittlerem Alter. Die Erkrankungsdauer variierte von einem Tag bis zu 2 Jahren. Häufig lagen unspezifische Symptome vor. Zur korrekten Diagnosestellung wurden in der Regel die Computertomographie und die Sonographie eingesetzt. Die vorgestellten Tiere wurden einer chirurgischen Behandlung und mehreren Wundrevisionen unterzogen, nur in zwei Fällen reichte ein einmaliger chirurgischer Eingriff aus. Auch nach Entlassung war meist eine ambulante Nachsorge über längere Zeit nötig. In zwei Fällen ließen sich pflanzliche Fremdkörper als Ursache der Abszessbildung feststellen, in einem Fall bestand zudem ein Prostataabszess mit Verdacht auf ein Prostatakarzinom. Nach chirurgischer Versorgung konnten 12 der 13 Tiere entlassen werden. Bei neun dieser Hunde kam es zu einem unauffälligen Heilungsverlauf, ein Patient zeigte ein Rezidiv und anschließend einen unauffälligen Heilungsverlauf und ein Hund wurde aufgrund eines mutmaßlichen Rezidivs auf Wunsch der Besitzer euthanasiert. Von einem Tier lagen nach Entlassung keine weiteren Befunde vor. Ein Hund wurde nach zwei Operationen euthanasiert. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Sublumbale Abszesse sind ein in der Veterinärmedizin seltenes, aber schwerwiegendes Krankheitsbild. Zur Diagnosestellung eignen sich Schnittbildverfahren und die Sonographie. Oft gestaltet sich die Therapie aufwendig und langwierig, die Prognose bezüglich einer vollständigen Genesung ist jedoch bei adäquater Behandlung günstig. Meist lässt sich die Ursache für die Abszessbildung nicht eruieren.


2012 ◽  
Vol 03 (02) ◽  
pp. 53-60 ◽  
Author(s):  
S. Singer ◽  
M. Wickert ◽  
J. Weis ◽  
U. Heckl

ZusammenfassungEine psychoonkologische Betreuung hat sich zu einem integrierten Bestandteil der Versorgung von Tumorpatienten entwickelt. Sie umfasst das gesamte Spektrum von psychosozialer Beratung bis hin zu einer spezifischen Psychotherapie. Um den individuellen Bedarf fur die psychoonkologischen Interventionen festzustellen, liegen validierte Instrumente der Diagnostik vor. Insbesondere haben sich Screening-Instrumente für den klinischen Alltag bewahrt. Die psychoonkologische Behandlung ist dem supportiven Psychotherapiekonzept zuzuordnen und baut auf einer engen interdisziplinaren Zusammenarbeit auf. In Deutschland hat sich die psychoonkologische Versorgung innerhalb der letzten beiden Jahrzehnte deutlich verbessert, wobei sie in den drei Sektoren Akutversorgung, Rehabilitation und ambulante Nachsorge unterschiedlich ausgebaut ist. Insbesondere in den letzten Jahren konnten Standards sowie Maßnahmen zur Qulitätssicherung entwickelt werden, die in Form einer evidenzbasierten Leitlinie weiter ausgearbeitet wird.


2020 ◽  
pp. 325-330
Author(s):  
Steffi Mayer ◽  
Jana Nelson ◽  
Peter Zimmermann
Keyword(s):  

2019 ◽  
Vol 58 (06) ◽  
pp. 398-404 ◽  
Author(s):  
M. Pankatz ◽  
I. Gellhaus ◽  
N. Hagedorn ◽  
P. Hampel ◽  
U. Tiedjen ◽  
...  

ZusammenfassungRehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche mit Adipositas sind kurzfristig sehr erfolgreich, die Rückfallrate ist jedoch hoch. Nachsorgeprogramme hatten in Wirksamkeitsstudien keinen nachweisbaren Erfolg oder wurden eingestellt. Die Konsensusgruppe Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche (KgAS) hat daher ein neues Programm entwickelt, das in einer Machbarkeitsstudie evaluiert wurde. In Kooperation der Fachklinik Sylt für Kinder und Jugendliche der DRV Nord mit ambulanten Partnern wurde 25 Familien die Teilnahme ermöglicht. Während des stationären Aufenthaltes des Kindes wurden sie in eine anschließende ambulante Nachsorge am Heimatort vermittelt. Die Teilnahme wurde durch eine Fragebogenerhebung (Eltern, Kinder/Jugendliche, Nachsorgekräfte) begleitet, außerdem wurden Einzelgespräche und ein Fokusgruppeninterview mit den Nachsorgekräften ausgewertet. Die Auswertung zeigte eine gute Machbarkeit und hohe Zufriedenheitswerte bei allen beteiligten Gruppen (Kinder/Jugendliche, Eltern, Nachsorgekräfte, Rehabilitationsklinik). Somit scheint der Nachsorgeansatz der KgAS geeignet, in das Regelangebot der Behandlung überführt zu werden. Zukünftig muss jedoch eine randomisiert-kontrollierte Studie die Wirksamkeit überprüfen.


2018 ◽  
Vol 12 (03) ◽  
pp. 120-126
Author(s):  
M. Pankatz ◽  
U. Tiedjen ◽  
B. Koch ◽  
R. Stachow ◽  
I. Gellhaus

ZusammenfassungEine neue Gesetzeslage ermöglicht in Deutschland die ambulante Rehabilitation (Reha) und Nachsorge für Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen mit Finanzierung durch die Deutsche Rentenversicherung (DRV). Für Kinder und Jugendliche mit Adipositas und ihre Familien sowie für die bestehende Versorgungslandschaft stellt dies gleichsam eine Chance, eine Herausforderung, möglicherweise aber auch eine neue Hürde dar. Es müssen innovative Konzepte entwickelt, erprobt und evaluiert werden. Für die ambulante Nachsorge nach stationärer Reha hat die Konsensusgruppe Adipositasschulung für Kinder und Jugendliche e. V. (KgAS) bereits ein Konzept entwickelt.


2017 ◽  
Vol 27 (05) ◽  
pp. 275-284 ◽  
Author(s):  
Katrin Zein ◽  
Susanne Saal

Zusammenfassung Fragestellung Das Krankheitsbild des Schlaganfalls führt zu hohen Aktivitäts- und Partizipationsverlusten der Betroffenen. Die vorliegende Untersuchung fragt nach dem Gesundheitszustand von Patienten mit Schlaganfall im chronischen Stadium, der Versorgungshäufigkeit mit ambulanten Therapien und den Einflussfaktoren auf die Inanspruchnahme von Heilmittelleistungen. Material und Methoden Sekundärdatenanalyse einer standardisierten Befragung von 111 Patienten zur Funktionsfähigkeit nach Schlaganfall und zur Heilmittelversorgung. Ergebnisse Ein Jahr nach stationärer Entlassung leiden ein Viertel der befragten Schlaganfallpatienten an schweren bis sehr schweren Funktionseinschränkungen insbesondere in den Bereichen Kraft, Handkraft, Mobilität und Aktivitäten des täglichen Lebens. 54,2% aller Befragten erhalten Heilmittel, wobei 45,4% aller Patienten Physiotherapie, 16,8% Ergotherapie und 18,1% Logopädie erhalten. Eine multiple Regressionsanalyse identifizierte insbesondere Kommunikations- und körperliche Funktionsfähigkeit als signifikante Einflussfaktoren auf die Inanspruchnahme von ambulanten Therapien. Diskussion und Schlussfolgerung Mind. jeder dritte Patient mit Einschränkungen ist ein Jahr nach Schlaganfall ohne entsprechende Heilmittelversorgung. Die Versorgung mit Heilmitteln kann in dieser Subpopulation als nicht ausreichend betrachtet werden. In der Langzeitversorgung von Schlaganfallpatienten sollte die Versorgung von Patienten mit Sprech- Sprach-, und Schluckstörungen sowie die Versorgung von Älteren mehr Beachtung finden.


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