Chronische Wunden und psychisches Trauma

2002 ◽  
2007 ◽  
Vol 64 (9) ◽  
pp. 485-494 ◽  
Author(s):  
Jannasch ◽  
Tautenhahn ◽  
Dalicho ◽  
Lippert

Schwierige Wunden unterschiedlicher Genese stellen auf Grund ihrer Komplexität und eines oft langwierigen Verlaufes ärztliches und pflegerisches Können vor eine große Herausforderung. Im Gesundheitswesen fallen sie als Kostenfaktor ins Gewicht. Zu den schwierigen Wunden zählen insbesondere chronische Wunden, die den Großteil dieser Erkrankungen ausmachen und für die Betroffenen eine körperliche und oftmals psychosoziale Belastung darstellen. Großflächige und tiefreichende Wunden, Wunden in vorgeschädigtem Gewebe, Wundkomplikationen und -infektionen sowie Wunden bei Patienten mit schweren Begleiterkrankungen oder hohem Lebensalter sind auf Grund der oft schweren Verläufe gefürchtet. Die Kenntnis von typischen Symptomen und Besonderheiten des Krankheitsverlaufes ist von großer Bedeutung für eine frühzeitige Diagnose und Behandlung.


Pflege ◽  
2006 ◽  
Vol 19 (6) ◽  
pp. 345-355
Author(s):  
Corina Perini ◽  
Yvonne Stauffer ◽  
Margrit Grunder ◽  
Marianne Gandon ◽  
Barbara Dätwyler ◽  
...  
Keyword(s):  

Diese Untersuchung beschreibt die Bedeutung von Caring aus der Sicht der Patienten mit chronischen Wunden bei Peripher Arteriellen Verschlusskrankheiten (PAVK). Folgende Fragestellungen wurden formuliert: 1) Welche Bedeutung haben chronische Wunden für die Alltagsbewältigung der Patienten? 2) Welche Bedeutung hat Caring für Patienten mit chronischen Wunden? Für die Untersuchung wurde der qualitative Forschungsansatz in Anlehnung an Mayring gewählt. Die Auswahl der zu befragenden Personen erfolgte nach der Methode der zweckgebundenen Stichprobe. Es wurden 12 Interviews durchgeführt bei sieben Frauen und fünf Männern im Alter zwischen 69 und 86 Jahren. Die Datenanalyse wurde mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring vorgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Alltag der Patienten von den Auswirkungen der chronischen Wunden stark beeinträchtigt ist (u.a. infolge Schmerzen, Schlafmangel, eingeschränkter Mobilität) und verschiedene Bewältigungsstrategien eingesetzt werden (u.a. die Situationen annehmen, positives Denken, Hoffen). Bezüglich Caring: Diese Dimension der Pflege wurde von den Betroffenen sowohl im Kontakt mit Fachpersonen als auch mit den Angehörigen erlebt. Um das Erleben von Caring zu schildern, benützten die Patienten die gleichen Ausdrücke (beispielsweise «sich kümmern, mit jemandem sprechen») für das Verhalten der Angehörigen und das der Fachpersonen. Die Betroffenen erwarten von den Fachpersonen insbesondere eine wertschätzende Haltung. Diese wird von den Patienten häufig als «lieb und nett sein» umschrieben, eine von den Pflegenden wenig geschätzte Zuweisung. In dieser Untersuchung drückten die Patienten damit aber explizit aus, dass sie sich ernst genommen und umsorgt fühlten. Dies sind wichtige Voraussetzungen, damit die Patienten fähig sind, ihre Behandlungskonzepte zu verstehen und umzusetzen. Fazit: Caring hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Qualität der Pflege und muss deshalb bewusster Bestandteil der Pflegehandlungen sein.


2018 ◽  
Vol 23 (11) ◽  
pp. 118-118
Keyword(s):  

Wenn Patienten chronische Wunden haben, leiden sie oft jahrelang – physisch wie psychisch. Wer Wundmanagement gelernt hat, kann die richtigen Fachleute zur rechten Zeit ins Boot holen. Das spart viel Leid und dem Gesundheitssystem horrende Summen. Für 1,5 Millionen Patienten mit chronischen Wunden zahlen die Kassen im Jahr acht Milliarden Euro. Die Haut ist auch oft ein Spiegel der Seele – das gilt auch für Wunden. Psychosomatische Dermatologen können helfen, wenn eine rein somatische Behandlung nichts oder nur wenig nutzt. Doch nur etwa fünf Prozent der Dermatologen haben eine Ausbildung zur psychosozialen Grundversorgung.


Phlebologie ◽  
2002 ◽  
Vol 31 (06) ◽  
pp. 141-144 ◽  
Author(s):  
H. J. Hermanns ◽  
V. Hermann ◽  
P. Waldhausen ◽  
G. Gallenkemper

ZusammenfassungZiel, Patienten und Methoden: Hinsichtlich Tetanus-Impfstatus wurden 100 konsekutive Patienten aller Altersgruppen mit Ulcus cruris anhand anamnestischer Daten und Impfdokumente überprüft. Ergebnisse: Die Ursache der Ulzeration war in 56 Fällen überwiegend venös, in 20 Fällen überwiegend arteriell sowie in 24 Fällen multifaktoriell bedingt. Ohne ausreichenden Schutz gegen Tetanus waren 55% der Patienten. Der Impfschutz betrug bei den <50-Jährigen 80%, bei den >80-Jährigen ca. 20%. Schlussfolgerung: Der Anteil geschützter bzw. ungeschützter Personen entspricht auch bei den an Ulcus cruris Erkrankten dem Anteil in der allgemeinen Bevölkerung Westdeutschlands. Da zurzeit jährlich etwa 20 bis 30 Menschen an Tetanus in Deutschland erkranken, die Mortalität mit dem Alter stark zunimmt und trotz hoch entwickelter intensivmedizinischer Techniken mit 10-50% relativ hoch ist, ist dieser Anteil ungeschützter Patienten erschreckend groß. Analysen der vergangenen Jahre lassen vermuten, dass chronische Wunden an den Beinen in 10 bis 30% Eintrittspforte für Tetanusbakterien sind. Dies gibt erneut Anlass, den Tetanus-Impfschutz nicht nach einer frischen Verletzung sondern auch bei Ulcus-cruris-Patienten zu überprüfen, denn die Immunisierung ist der einzige wirkliche Schutz gegen Tetanus.


2000 ◽  
Vol 1 (1) ◽  
pp. 2-2 ◽  
Author(s):  
Rosmarie Barwinski Fäh
Keyword(s):  

2021 ◽  
Vol 146 (12) ◽  
pp. 822-830
Author(s):  
Knut Kröger ◽  
Andreas Schwarzkopf ◽  
Stephan Eder ◽  
Kerstin Protz ◽  
Christian Münter ◽  
...  

ZusammenfassungDas Erysipel ist eine bakterielle Weichgewebeinfektion, die durch β-hämolysierende Streptokokken verursacht wird und sich entlang der Lymphspalten der Haut nach proximal ausbreitet. Die Eintrittspforten der Erreger können kleinere Verletzungen oder auch chronische Wunden sein. Die Diagnose Erysipel wird klinisch durch die sich ausbreitende Rötung und Überwärmung der Haut, den reduzierten Allgemeinzustand mit Fieber und Schüttelfrost sowie mittels serologischer Entzündungsparameter gestellt und muss von zahlreichen Differenzialdiagnosen abgegrenzt werden. Die systemische Therapie erfolgt meist mit Penicillin. In der Lokaltherapie ist der Stellenwert der Maßnahmen wie Kompressionstherapie oder Kühlung derzeit noch umstritten. Insbesondere für die Rezidivprophylaxe sind die langfristige Therapie des Lymphödems sowie die konsequente Vermeidung und Therapie von Eintrittspforten essenziell.


2018 ◽  
Vol 71 (9) ◽  
pp. 65-65
Author(s):  
koc
Keyword(s):  

2019 ◽  
Vol 161 (5) ◽  
pp. 48-56
Author(s):  
Andrea Baczako ◽  
Tatjana Fischer ◽  
Alexander Konstantinow ◽  
Thomas Volz
Keyword(s):  

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