Dyspnoe-Ambulanz

2019 ◽  
Vol 48 (10) ◽  
pp. 414-419
Author(s):  
Evangelos Giannitsis ◽  
Hugo A. Katus

ZUSAMMENFASSUNGDie akute Dyspnoe ist einer der häufigsten Gründe einer Vorstellung in einer Notaufnahme weltweit. Die lebensbedrohlichen Differenzialdiagnosen betreffen insbesondere kardiovaskuläre und seltener mechanische Ursachen. Die subakute und chronische Luftnot ist ebenfalls sehr prävalent und stellt ein diagnostisches Dilemma dar, da dem Symptom „Luftnot“ die Organspezifität fehlt und die Ursache der Luftnot häufig unklar oder nicht eindeutig ist, zumal Luftnot nicht selten multifaktorielle Ursachen hat.Konzepte zur ambulanten und fächerübergreifenden Diagnostik und Therapie der Dyspnoe sind wenig verbreitet und unterscheiden sich inhaltlich je nach Leistungsanbieter bzw. adressierten Grunderkrankungen. Die Einrichtung einer spezialisierten interdisziplinären Ambulanz mit kardiopulmonalem Schwerpunkt und fächerübergreifender Anbindung anderer Fachdisziplinen ist bereits heute Gegenstand erfolgreicher ambulanter und stationärer Konzepte, die von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifiziert werden. Die Einrichtung einer Dyspnoe-Ambulanz, in der konzeptionellen Ausrichtung angelehnt an eine „Dyspnoe Clinic“, stellt eine interessante Einrichtung dar, Patienten mit subakuter oder chronischer Luftnot effektiv zu diagnostizieren und zu behandeln. Bislang ist die Einrichtung einer „Dyspnoe Clinic“ nur in wenigen Zentren der USA etabliert und Erfahrungen mit einer derartigen Einrichtung liegen in sehr begrenztem Umfang vor.

Praxis ◽  
2007 ◽  
Vol 96 (1) ◽  
pp. 19-28 ◽  
Author(s):  
Arnold

Neuroendokrine Tumoren (NET) des Gastrointestinaltraktes sind selten auftretende Erkrankungen. Sie bilden 0.5–1% aller malignen Tumoren des Menschen. NET des Gastrointestinaltraktes werden nach ihrer endokrinen Aktivität in klinisch funktionelle oder nicht-funktionelle Tumoren eingeteilt. Eine weitere Einteilung erfolgt nach ihrer Lokalisation und embryologischen Abstammung in Vorder-, Mittel- und Hinterdarm-Tumoren. Klinisch pathologisch werden NET des Gastrointestinaltraktes nach der WHO-Klassifikation aus dem Jahre 2000 eingeteilt, deren Klassifikationskriterien auf der Tumorgrösse, Angioinvasion und dem Proliferationsmarker Ki-67 beruhen. NET des Gastrointestinaltraktes werden oft erst in fortgeschrittenen Tumorstadien aufgrund ihrer Symptomarmut diagnostiziert bzw. bei Auftreten von Beschwerden im Rahmen eines Hypersekretionssyndromes. Die Diagnostik stützt sich bei den endokrin aktiven Tumoren auf den Nachweis der unkontrolliert sezernierten Hormone sowie den von den meisten Tumoren gebildeten Tumormarker Chromogranin A im Serum. Weiterhin stehen Schnittbildverfahren zum Nachweis von Organmetastasen sowie endoskopische Verfahren einschliesslich der Endosonographie zum Nachweis des Primärtumors zur Verfügung. Einen besondereren Stellenwert besitzt die Somatostatin-Rezeptor Szintigraphie, die mit hoher Sensitivität Primärtumoren und Metastasen nachweisen kann. Primärziel der Therapie ist die Kuration durch chirurgische Verfahren. Da viele Tumoren jedoch erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert werden, stehen medikamentöse Therapiemassnahmen im Vordergrund. Hierzu zählen insbesondere biologische Therapieverfahren mit Somatostatinanaloga und/oder α-Interferon. Zur symptomatischen medikamentösen Therapie stehen weiterhin Diazoxid beim Insulinom sowie Protonenpumpenhemmer beim Gastrinom zur Verfügung. Als weitere Therapieoption kommen chemotherapeutische Massnahmen sowie Verfahren zur Tumorreduktion in Frage. Zuletzt hat die Radioligandentherapie mit 90Y-DOTA Octreotid bzw. 177Lu-DOTA Octreotate für Aufsehen gesorgt. Dieses Verfahren wird derzeit jedoch noch in Studien erprobt. Insgesamt sollte die Behandlung von NET des Gastrointestinaltraktes interdisziplinär zwischen Internisten, Chirurgen und Nuklearmedizinern individuell festgelegt werden. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über Epidemiologie, Klinik, Diagnostik und Therapie von NET des Gastrointestinaltraktes.


2019 ◽  
Vol 50 (06) ◽  
pp. 629-638
Author(s):  
Andreas Wiedemann ◽  
Klaus Becher ◽  
Barbara Bojack ◽  
Sigrid Ege ◽  
Silke von der Heide ◽  
...  

Zusammenfassung Einleitung 1/2019 wurde ein update der seit 2005 in AWMF eingestellten und fortlaufend aktualisierten Leitlinie „Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten – Diagnostik und Therapie“ durch die interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Harninkontinenz“ der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) publiziert. Aus dieser Leitlinie, die als offizielle Leitlinie DGG akkreditiert ist, stellt der vorliegende Artikel das Kapitel „Hilfsmittel, qualifizierte Pflegekraft, Harnblasenlangzeitdrainage“ dar. Methodik In einem strukturierten Bewertungsprozess identifizierte eine Literaturrecherche zunächst die vorhandene Literatur im Kontext des „geriatrischen Patienten“, wie er als zumeist über 70jährig und multimorbid oder über 80jährig durch die Fachgesellschaften definiert ist. Primäre Berücksichtigung fanden randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Studien sowie bereits vorhandene Leitlinien zum Thema. Wo keine solchen Untersuchungen vorlagen oder aus methodischen Gründen prinzipiell nicht durchführbar sind, wurden auch Publikationen anderen Designs (nicht randomisierte Untersuchungen, Fallkontrollstudien) zur Leitlinienerstellung herangezogen. Die daraus resultierenden Leitlinienempfehlungen wurden in einem strukturierten Abstimmungsprozess unterzogen; das Ergebnis ist in Prozent der zustimmenden Gruppenmitgliedern angegeben. Ergebnisse Eine Hilfsmittelversorgung oder Harnblasenlangzeitdrainage per Kondomurinal, transurethralem oder suprapubischen Katheter kommt passager oder als Definitiv-Maßnahme dann in Frage, wenn andere Therapieformen nicht anwendbar sind oder nicht gewünscht werden. Der Einsatz einer qualifizierten Pflegekraft ist mit nicht-pharmakologischen Interventionen wirksam und ist bei beratungsintensiven Therapieformen wie dem Toilettentraining oder einer Hilfsmittelanpassung oder der Restharnbestimmung sinnvoll. Schlussfolgerungen Besonders in Einrichtungen, die eine Vielzahl von inkontinenten geriatrischen Patienten betreuen, ist der abgestimmte Einsatz von spezialisierten Pflegekräften sinnvoll. Unter bestimmten Bedingungen stellt auch eine Palliativversorgung einer Harninkontinenz eine Therapiemaßnahme im Kontext der geriatrischen Inkontinenzbehandlung dar.


2008 ◽  
Vol 65 (3) ◽  
pp. 133-136 ◽  
Author(s):  
Erich W. Russi

Die Schleimhäute des oberen und unteren Respirationstrakts bilden eine funktionelle Einheit. Es verwundert deshalb nicht, dass sie im Rahmen von Systemerkrankungen zwar ähnlich reagieren, entsprechend ihren anatomischen und funktionellen Gegebenheiten aber unterschiedliche Symptome verursachen («United Airways»). Die häufigsten akut verlaufenden Entzündungen der oberen und unteren Atemwege sind durch Viren verursacht und verlaufen bei sonst gesunden Personen selbstlimitierend. Allergische oder nicht-allergische Rhinosinusitide und Bronchialasthma sind die häufigsten chronischen Atemwegserkrankungen. Diese Erkrankungen manifestieren sich häufig konsekutiv oder gleichzeitig, was bei Diagnostik und Therapie zu berücksichtigen ist.


Phlebologie ◽  
2020 ◽  
Vol 49 (03) ◽  
pp. 144-151
Author(s):  
Erika Mendoza

Zusammenfassung Einleitung Im Rahmen der Literaturrecherche für die Leitlinie Diagnostik und Therapie der Varikose der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie fiel die weite Streuung der Krossenrezidive zwischen den verschiedenen Studien auf. Auf der Suche nach Antworten wurden die Studien nach dem Nahtmaterial analysiert, das zum Verschluss der V. femoralis communis und des Venensterns verwendet wurde, um herauszufinden, ob die Art des Materials (resorbierbar, nicht resorbierbar) eine Rolle spielen könnte. Methode Auswertung der Literaturrecherche der DGP für die Leitlinie sowie weitere Pubmed-Recherche mit dem Stichwort Neovaskulogenese und Rezidive nach Krossektomie. Erfasst wurden die chirurgische Technik (Krossektomie allein, mit Stripping oder mit endoluminalen Verfahren sowie Krossenligatur ohne Unterbrechung des Venensterns), das Nahtmaterial, die Dauer des Follow-ups sowie die Art der Studie (prospektiv, retrospektiv, randomisiert oder nicht). Die Anzahl der Rezidive mit Neovaskulogenese bei belassenem Stumpf wurden nicht gewertet. Studienarme mit speziellen Barrieretechniken am Foramen ovale wurden ausgeschlossen. Wurde das verwendete Nahtmaterial nicht in der Publikation erwähnt, wurde mit dem Autor respektive dem Chirurgen Kontakt aufgenommen, um diese Frage zu klären. Ergebnis 24 Studien wurden gefunden, von denen 31 Therapiearme auf die Studienkriterien passten. Weniger als die Hälfte der Studien hatten das Nahtmaterial erwähnt, aber alle Autoren antworteten prompt und wussten das Nahtmaterial genau, weil sie immer dasselbe verwenden. Die Rezidivraten bei nichtresorbierbaren Nahtmaterialien lagen zwischen 1,1 % und 12,3 %, bei resorbierbaren Nahtmaterialien zwischen 10 und 65 %. Zusammenfassung Auch wenn es sich nicht um ein systematisches Review handeln kann, weil nur 1 der Studien tatsächlich verschiedene Nahtmaterialien verglich, sind die Ergebnisse überraschend deutlich. In Deutschland ist die Chirurgie der am häufigsten verwendete Eingriff bei der Therapie der Varikose. Eine prospektiv randomisierte Studie zur Klärung dieser Frage wäre daher sinnvoll.


2017 ◽  
Vol 142 (13) ◽  
pp. e89-e94
Author(s):  
Helmut Geiger ◽  
Oliver Jung

Zusammenfassung Hintergrund Die chronische metabolische Azidose ist eine häufige Begleiterkrankung niereninsuffizienter Patienten, auch unter Hämodialysetherapie. Aktuelle Ergebnisse der DOPPS-Studie zeigen, dass hohe Bicarbonatkonzentrationen während der Dialyse mit einer erhöhten Mortalität der Patienten assoziiert sind. Vor diesem Hintergrund wurde die aktuelle Situation in deutschen Dialysezentren evaluiert: Inwiefern kommen Leitlinienempfehlungen in der täglichen Routine an und gilt dies auch für neue Studiendaten? Methoden Es wurde eine Umfrage unter 2096 deutschen Nephrologen durchgeführt, um mehr über das aktuelle Vorgehen bei der Therapie chronischer metabolischer Azidose zu erfahren. Es wurden 280 auswertbare Antworten erhalten und deskriptiv ausgewertet. Ergebnisse Eine Blutgasanalyse wurde von 75 (27 %) der befragten Nephrologen wöchentlich durchgeführt, von 56 (20 %) monatlich, von 54 (19 %) alle drei Monate, von 14 (5 %) seltener oder nicht routinemäßig (8 [3 %]). Für den Zeitpunkt der Blutgasanalyse wurde in den meisten Fällen „vor der Dialyse“ angegeben (232; 83 %). 57 (20 %) der Befragten gaben an, darüber hinaus routinemäßig eine Blutgasanalyse auch am Ende der Dialysesitzung durchzuführen, 9 (3 %) auch während der Dialysesitzung, 55 (20 %) zusätzlich „bei Bedarf“. Orales Bicarbonat wird von 155 (66 %) der befragten Nephrologen bei Dialysebeginn abgesetzt. 62 von diesen (22 %) verwenden grundsätzlich kein orales Bicarbonat, 123 (44 %) setzen es zunächst ab und verordnen nur bei Bedarf neu. 94 (34 %) der Befragten behalten eine Behandlung mit oralem Bicarbonat bei und passen bei Bedarf die Dosierung an. Diskussion Es besteht vereinzelt Bedarf an Implementierung neuester Studienevidenz und Leitlinien zur Diagnostik und Therapie chronischer metabolischer Azidose: Etwa ein Viertel der befragten Nephrologen führt eine Blutgasanalyse nur alle 3 Monate oder seltener durch, obwohl die KDIGO-Leitlinien eine monatliche Blutgasanalyse empfehlen. Auch erfolgt eine Überprüfung des Bicarbonatstatus nach der Dialyse nur selten. Sollten hierbei vermehrt alkalotische Episoden festgestellt werden, ist statt der Zufuhr von Bicarbonat über die Dialyse eine regelmäßige Therapie mit oralem, magensaftresistentem Bicarbonat eine gute Alternative.


2001 ◽  
Vol 12 (4) ◽  
pp. 314-323
Author(s):  
Kerstin Konrad ◽  
Siegfried Gauggel

Zusammenfassung: In diesem Beitrag wird eine Übersicht über Störungen der Stimmung und des Antriebs bei Kindern und Jugendlichen mit erworbenen Hirnschädigungen unterschiedlicher Ätiologie (Hirntumoren, Schädel-Hirn-Trauma) gegeben. Obwohl es in den letzten Jahren immense Fortschritte im Bereich der Diagnostik und Therapie von kindlichen Depressionen gegeben hat, stellen die depressiven Symptome nach Hirnschädigungen im Kindesalter ein noch weitgehend unerforschtes Gebiet dar. Ausgehend von den bislang vorhandenen empirischen Studien werden Vorschläge für Diagnostik und Therapie von organisch bedingten Stimmungs- und Antriebsstörungen im Kindesalter gemacht.


2007 ◽  
Vol 64 (6) ◽  
pp. 337-343 ◽  
Author(s):  
Riecher-Rössler

Die Früherkennung und Frühbehandlung von schizophrenen Psychosen ist von entscheidender Bedeutung zur weiteren Verbesserung des Verlaufs dieser bisher häufig chronisch verlaufenden und zur Frühberentung führenden Erkrankungen. Frauen erkranken im Durchschnitt etwa 4–5 Jahre später als Männer, oft noch nach dem 40. Lebensjahr. Diese «Spätschizophrenien», die bei Frauen immerhin etwa 20% aller Schizophrenien ausmachen, sollten nicht übersehen werden. Prodromi und andere Vorboten der Erkrankung sind bei Frauen ganz ähnlich wie bei Männern, auch die Verzögerung von Diagnostik und Therapie zeigt keine Geschlechtsunterschiede. Durch die Tatsache, dass Frauen im Mittel erst in höherem Alter erkranken als Männer, sind sie in ihren verschiedenen sozialen Rollen schon besser etabliert. Allerdings besteht offensichtlich die Gefahr, dass bei Frauen die berufliche Integration vernachlässigt wird. Früherkennung, Frühintervention und Frührehabilitation sollten aus den genannten Gründen immer auch geschlechtersensibel sein.


2000 ◽  
Vol 57 (2) ◽  
pp. 59-61
Author(s):  
Schöpf

Eingangs wird die Wichtigkeit betont, Depressionen in der klinischen Praxis festzustellen. Der Autor weist auf die moderne Diagnostik mit operationalisierten Kriterien hin und zeigt Schwierigkeiten auf, die sich bei der Diagnosestellung ergeben können. Besonders atypische Symptome und komorbide psychische Störungen können dazu führen, daß das depressive Syndrom übersehen wird. Gelegentlich bleibt es unsicher, ob eine Depression vorliegt oder nicht. In solchen Fällen soll man im allgemeinen eine Depressionsbehandlung versuchen.


2018 ◽  
Vol 75 (4) ◽  
pp. 199-207
Author(s):  
Raphaël Tamò ◽  
Marianne Rohrbach ◽  
Matthias Baumgartner ◽  
Felix Beuschlein ◽  
Albina Nowak

Zusammenfassung. Lysosomale Speicherkrankheiten (LSK) sind eine Gruppe von über 50 hereditären Erkrankungen, welche durch eine gestörte lysosomale Funktion charakterisiert sind. Das Lysosom fungiert als Recyclinganlage der Zelle. Der Grossteil der LSK wird durch einen Mangel an sauren Hydrolasen ausgelöst. Der gestörte Metabolismus führt dann zur Akkumulation komplexer Moleküle. Die klassische Einteilung der LSK orientiert sich an diesen Hauptspeichermolekülen und unterscheidet Sphingolipidosen (Glykosphingolipide), Mukopolysaccharidosen (Glykosaminoglykane) und Oligosaccharidosen (Oligosaccharide, Glykoproteine) (In Klammern jeweils das Hauptspeichermolekül). Die moderne Einteilung weitet den Begriff auf alle Erkrankungen aus, welche einen Defekt einer Komponente zeigen, die für die normale Funktion des Lysosoms nötig ist. Dies können lysosomale Membranproteine, Aktivatorproteine, Transportproteine oder nicht-lysosomale Proteine sein. Mit einer gemeinsamen Inzidenz von etwa 16 Fällen pro 100’000 Lebendgeburten sind die LSK insgesamt seltene Erkrankungen. Ergebnisse aus Screening-Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass die Inzidenz unter Lebendgeburten unterschätzt wird. Die häufigsten LSK sind die beiden Sphingolipidosen Morbus Gaucher und Morbus Fabry. Die Gemeinsamkeiten der LSK bezüglich ihrer Symptomatik sind die systemischen Manifestationen und die häufige zerebrale Beteiligung. Die Ausprägung der Symptome ist innerhalb der Erkrankungen sehr unterschiedlich. Die pathophysiologischen Prozesse sind vielfältig und nicht durch blosse Überladung und konsekutiven Untergang der Zelle bedingt. Therapeutisch sind verschiedene Angriffspunkte vorhanden: die Substitution der Enzyme mittels Enzymersatztherapie, die Gentherapie oder hämatopoetischen Stammzelltransplantation, die Stabilisierung der defekten Enzyme durch pharmakologische Chaperone sowie die Verringerung der Substrate durch Substratreduktionstherapie.


Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document