Das moderne Management arterioviszeraler/-lumenaler Fisteln – eine Auswahl repräsentativer Fallkonstellationen

Author(s):  
Udo Barth ◽  
Roland Albrecht ◽  
Zuhir Halloul ◽  
Frank Meyer

Zusammenfassung Einleitung Verbindungen abdomineller Arterien zu umgebenden luminären Organen, insbesondere bei triggernden Begleitumständen, sind seltene Erkrankungen, die jedoch im Rahmen der Verbreitung endovaskulärer Therapien und komplexer viszeral-/tumorchirurgischer Eingriffe mit nachfolgenden langwierigen adjuvanten Therapien zunehmend in Erscheinung treten. Methode Narrative Übersicht auf Basis aktueller wissenschaftlicher Referenzen und eigener klinischer und operativer Erfahrungen im entscheidungstechnischen Herangehen, im taktischen Vorgehen, den operativen Möglichkeiten sowie deren perioperativem Management anhand von 5 repräsentativen Fallkomplexen. Ergebnisse Ureteroarterielle Fisteln werden i. d. R. durch eine rezidivierende und intermittierende Makrohämaturie symptomatisch. Das Diagnostikum der Wahl stellt nach wie vor die Angiografie bei gleichzeitiger Möglichkeit der endovaskulären Therapie dar, die aufgrund der minimalen Invasivität, geringen Morbidität und Mortalität die offen chirurgischen Verfahren verdrängt hat. Aortoösophageale Fisteln können Folge von infektiösen und malignen Grunderkrankungen sowie offener und endovaskulärer Therapien an der Aorta sein. Das Mehrzeilen-Kontrast-CT des Thoraxes und Abdomens sowie die Gastroskopie haben in der Diagnostik Vorrang. Endovaskuläre Verfahren können nur als Bridging-Verfahren verstanden werden, allein der Prothesenausbau mit aortaler und gastrointestinaler Rekonstruktion gilt als kurativ. Aortoenterale Fisteln sind in sekundärer Form seltene Komplikationen der offenen und endovaskulären Aortenchirurgie. Das kontrastmittelverstärkte Mehrzeilen-CT weist eine hohe Sensitivität und Spezifität auf. Die offen chirurgische Therapie unterscheidet eine In-situ-Rekonstruktion von der extraanatomischen Rekonstruktion mit Aortenligatur. Die endovaskuläre Therapie ist Ausnahmefällen vorbehalten. Entzündliche Aneurysmen viszeraler Arterien können im Zusammenhang mit nahe gelegenen Entzündungsprozessen auftreten, wobei es sich meist um Pseudoaneurysmen handelt. Das geeignetste diagnostische Mittel besteht in der kontrastmittelverstärkten Dünnschicht-CT-Angiografie. Therapie der Wahl ist die endovaskuläre Ausschaltung mittels gecoverter Stents oder Embolisation. Schlussfolgerung Arterioviszerale/-lumenale Fisteln sind in Pathogenese, prädisponierenden Faktoren und klinischen Symptomen ähnlich. Unterstützt durch ein modernes Mehrzeilen-CT mit Kontrastmittel ist eine schnelle Verifizierung und Therapieplanung möglich. Die Suche nach einem individuellen Therapieansatz im interdisziplinären Konsil sollte berücksichtigen, dass die endovaskulären/interventionellen Verfahren primär sicher und effektiv sind, während die offene chirurgische Sanierung meist einzig kurativ ist.

Praxis ◽  
2017 ◽  
Vol 106 (18) ◽  
pp. 983-989
Author(s):  
Wilhard Kottmann ◽  
Réka Veress

Zusammenfassung. Das Belastungs-EKG ist zur Erfassung einer Myokardischämie und der Leistungsfähigkeit das am weitesten verbreitete Standardverfahren in Klinik und Praxis der Kardiologie und zählt nach wie vor zu den wichtigsten Funktionsuntersuchungen des Herz-Kreislauf-Systems. Ein Belastungs-EKG sollte symptomlimitiert durchgeführt werden und ca. 10 min dauern, damit eine hohe Leistung mit möglichst hohem Doppelprodukt und damit eine möglichst hohe Aussagekraft des Tests bezüglich Ischämie und Prognose erreicht wird. Sollarbeitskapazität und Herzfrequenz sind als Abbruchkriterien nicht geeignet. Verbesserte Interpretationsmöglichkeiten durch Einbeziehung neuer Variablen (Hyper-Q) können die Diagnosegenauigkeit bei Patienten mit mittlerer Vortestwahrscheinlichkeit erhöhen. Trotz hochentwickelter bildgebender Verfahren mit grösserer Sensitivität und Spezifität bleibt ein korrekt durchgeführtes Belastungs-EKG aufgrund der ubiquitären Verfügbarkeit und des guten Kosten-Nutzen-Verhältnisses ein fester Bestandteil der Basisdiagnostik.


Author(s):  
G. M. Oremek ◽  
K. Passek ◽  
M. Bendels ◽  
E. M. Wanke ◽  
D. Ohlendorf

ZusammenfassungDie vorliegende Übersicht zum Biomarker TRACP5b wird im Rahmen der Serie „Tumormarker“ des Zentralblatts für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie publiziert, die sich mit dem immer häufigeren Gebrauch der Bestimmung von spezifischen Markern bei sog. Manager-Vorsorgen und Check-up-Untersuchungen beschäftigt. TRACP5b eignet sich grundsätzlich nicht für solche Vorsorgen, sondern ist ein Marker zur Therapie‑, Verlaufs- und Rezidivkontrolle von Osteoporose und der ossären Metastasen. Hier zeigt dieser eine hohe Sensitivität und Spezifität, wobei der Marker aber auf keinen Fall als Screeningparameter zur Frühdiagnostik eingesetzt werden soll.


2021 ◽  
Author(s):  
Madeleine Willegger ◽  
Lena Hirtler ◽  
Gilbert M. Schwarz ◽  
Reinhard Windhager ◽  
Catharina Chiari

ZusammenfassungPeronealsehnenpathologien sind selten, jedoch häufig unterdiagnostiziert. Eine Assoziation mit einer chronisch lateralen Sprunggelenkinstabilität sowie mit einer varischen Rückfußachse kann bestehen. Pathologien der Sehnen lassen sich in 3 Kategorien einteilen: Tendinitis und Tenosynovitis, Sehnenrisse und Rupturen sowie Sehnensubluxation und Sehnenluxation. Die Magnetresonanztomographie ist die Standardmethode zur radiologischen Beurteilung. Die Diagnose und Behandlung basieren jedoch in erster Linie auf Anamnese und klinischer Untersuchung. Eine primär konservative Therapie kann versucht werden, ausgenommen bei Peronealsehnenluxationen des professionellen Sportlers. Die chirurgische Therapie sollte gezielt auf die zugrunde liegende Pathologie abgestimmt werden und kann dementsprechend divers von der tendoskopischen Synovektomie bis zur anatomischen Reparatur des superioren peronealen Retinakulums mit Vertiefung der retromalleolären Rinne ausfallen. Die postoperativen Ergebnisse zeigen eine hohe Patientenzufriedenheit und niedrige Reluxationsraten.


2021 ◽  
Author(s):  
R. M. Benz ◽  
V. Makaloski ◽  
M. Brönnimann ◽  
N. Mertineit ◽  
H. von Tengg-Kobligk

Zusammenfassung Hintergrund Traumatische Aortenverletzungen (TAV) sind seltene Folgen von stumpfen Traumata, die eine hohe Mortalität und Morbidität aufweisen. Die schnelle und akkurate Diagnostik sowie die Wahl der korrekten Therapie sind für das Patientenüberleben elementar. Fragestellung Bestimmung des aktuellen Standards der Abklärung von TAV im akuten Trauma-Setting und Evaluation der aktuellen Leitlinien zur Therapie. Material und Methode Eine Literaturrecherche wurde durchgeführt, mit der Suche nach Publikationen, die die Abklärung und Diagnostik der TAV beschreiben. Außerdem wurden Leitlinien für die Behandlung und Nachsorge von TAV zusammengefasst. Ergebnisse In der Literatur wird trotz geringer Spezifität eine konventionelle Thoraxröntgenaufnahme als Initialdiagnostik genannt. Es sollte primär, als Modalität der Wahl, zur Diagnostik und zur Therapiestratifizierung eine Computertomographie (CT) aufgrund der hohen Sensitivität und Spezifität nachfolgen. In allen Leitlinien ist die thorakale endovaskuläre Aortenrekonstruktion („thoracic endovascular aortic repair“, TEVAR) die Therapie der Wahl bei höhergradigen TAV (Grade II–IV) und hat die offene Chirurgie in dem meisten Fällen abgelöst. Schlussfolgerung Nach einer kurzfristig erfolgten CT-Diagnostik und Einteilung wird die TEVAR der offenen Chirurgie bei therapiebedürftigen TAV vorgezogen.


Author(s):  
G. M. Oremek ◽  
K. Passek ◽  
E. Wanke ◽  
M. H. Bendels ◽  
D. Ohlendorf

ZusammenfassungDie vorliegende Übersicht zu den Knochenmarkern Knochen-Sialoprotein (BSP), carboxyterminales Typ-I-Kollagen-Telopeptid (CTX) und N‑aminoterminales Typ-I-Kollagen-Telopeptid (NTX) wird im Rahmen der Serie „Tumormarker“ des Zentralblatts für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie publiziert, die sich mit dem immer häufigeren Gebrauch der Bestimmung von spezifischen Markern bei sog. Manager-Vorsorgen und Check-up-Untersuchungen beschäftigt. BSP, CTX und NTX eignen sich grundsätzlich nicht für solche Vorsorgen, sondern sind Marker zur Therapie‑, Verlaufs- und Rezidivkontrolle von Knochenmetastasen. Unabhängig davon ist über diese Marker vielfach publiziert worden, wobei sich zudem eine hohe Sensitivität und Spezifität zeigt. Die Marker eignen sich aber auf keinen Fall als Screening-Parameter zur Frühdiagnostik und sollten hier nicht eingesetzt werden.


Author(s):  
K. Passek ◽  
M. H. Bendels ◽  
D. Ohlendorf ◽  
G. M. Oremek

Zusammenfassung Die vorliegende Übersicht zum Tumormarker Sialinsäure wird im Rahmen der Serie „Tumormarker“ des Zentralblatts für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie publiziert, die sich mit dem immer häufigeren Gebrauch der Bestimmung von spezifischen Markern bei sog. Manager-Vorsorgen und Check-up-Untersuchungen beschäftigt. Sialinsäure eignet sich grundsätzlich nicht für solche Vorsorgen, sondern ist ein Marker zur Therapie‑, Verlaufs- und Rezidivkontrolle von Mundhöhlenkarzinomen. Hier zeigt dieser eine hohe Sensitivität und Spezifität, wobei der Marker aber auf keinen Fall als Screeningparameter zur Frühdiagnostik eingesetzt werden soll.


Praxis ◽  
2005 ◽  
Vol 94 (47) ◽  
pp. 1859-1861
Author(s):  
Eugster

Jährlich versterben etwa 2% aller über 65-jährigen Männer an einem rupturierten Bauchaortenaneurysma (BAA), obwohl die Ursache behandelbar ist. Zudem scheint eine Zunahme dieser Erkrankung stattzufinden, obwohl die Mortalität an anderen arteriosklerotischen Erkrankungen eher abnehmende Tendenz zeigt. Der Durchmesser des BAA scheint dabei der wesentlichste Faktor zur Beurteilung des Rupturrisikos zu sein. Heutzutage wird ein Durchmesser von 5.5 cm und mehr als Indikation zur Behandlung eines BAA angesehen. Gross angelegte Studien konnten zeigen, dass durch eine Vorsorgeuntersuchung der Risikogruppe die Mortalität für das BAA um 53% (p 5 0.0002 gegen nicht untersuchte Männer) gesenkt werden kann. Ferner konnte auch gezeigt werden, dass nach vier Jahren die Vorsorgeuntersuchung und die nachfolgende Behandlung kosteneffizient sind. Die Vorsorgeuntersuchung der Wahl ist heute der abdominale Ultraschall, da er praktisch überall verfügbar ist, eine hohe Sensitivität und Spezifität besitzt und kostengünstig ist. Eine entzündliche Reaktion in der Wand der Aorta scheint auch beim asymptomatischen BAA vorhanden zu sein. Untersuchungen in der Wand von BAA haben gezeigt, dass insbesondere die Metalloproteinasen hier eine bedeutende Rolle spielen. Der Nachweis eines BAA durch eine einfache Blutentnahme wird aber in absehbarer Zukunft noch nicht möglich sein.


Author(s):  
René Aschenbach ◽  
Ioannis Diamantis ◽  
Florian Bürckenmeyer ◽  
Jürgen Zanow ◽  
Utz Settmacher ◽  
...  

ZusammenfassungEchte Viszeralarterienaneurysmata (VAA) und Viszeralarterienpseudoaneurysmata (VAPA) treten im Stromgebiet des Truncus coeliacus, der A. mesenterica superior und der A. mesenterica inferior auf. Neben der operativen Therapie stellt die endovaskuläre Versorgung viszeraler Aneurysmata sowie Pseudoaneurysmata eine interventionelle Alternativmethode dar, die sich in den letzten beiden Dekaden sprunghaft entwickelt hat und in vielen Zentren als Methode der ersten Wahl gilt. Das Verfahren zeichnet sich durch eine hohe technische Erfolgsrate bei niedriger Komplikationsrate aus. Der vorliegende Artikel zeigt die Grundprinzipien der endovaskulären Versorgung auf und diskutiert den Stellenwert sowie die Limitierungen des Verfahrens.


2021 ◽  
Vol 78 (6) ◽  
pp. 277-289
Author(s):  
Marina P. Krasteva ◽  
Mandy D. Müller ◽  
Sara M. Pilgram-Pastor ◽  
Mirjam R. Heldner

Zusammenfassung. Intrakranielle atherosklerotische Stenosen sind die häufigste Ursache von ischämischen Hirnschlägen weltweit. Drei Behandlungsverfahren stehen heutzutage für Patienten mit intrakraniellen atherosklerotischen Stenosen zur Verfügung: Das beste konservative Management (bestehend aus Medikamenten, einer optimalen Einstellung vaskulärer Risikofaktoren und einem gesunden Lebensstil), die endovaskuläre Therapie und die chirurgische Therapie. Bei asymptomatischen intrakraniellen atherosklerotischen Stenosen wird aktuell ein bestes konservatives Management empfohlen, ebenso in der Regel bei Patienten mit symptomatischen intrakraniellen atherosklerotischen Stenosen. Ausgewählte Patienten können aber von einer zusätzlichen endovaskulären Therapie profitieren, bspw. wenn sie trotz bestem konservativen Management wiederholte Hirninfarkte im Gefässterritorium der Stenose zeigen. In seltenen Fällen kann auch ein chirurgisches Vorgehen in Frage kommen. Bei Patienten mit symptomatischer extrakranieller atherosklerotischer Karotisstenose konnte wiederholt gezeigt werden, dass die Behandlung mittels Karotisendarterektomie (CEA) ein tieferes Sterblichkeits- und Hirnschlagrisiko aufweist als die Behandlung mittels endovaskulärer Therapie (CAS). Insbesondere bei Patienten im Alter von über 70 Jahren sollte aktuell in der Regel eine CEA dem CAS vorgezogen werden, da das Risiko innerhalb von 30 Tagen nach Behandlung zu versterben oder einen Hirnschlag zu erleiden bei Patienten, welche mit einem CAS behandelt werden praktisch doppelt so hoch liegt, wie bei Patienten, die mittels CEA behandelt werden. Die Studienergebnisse, welche modernisierte Techniken und Devices verwenden, bleiben abzuwarten. Aktuell bleibt es unklar, ob Patienten mit asymptomatischer extrakranieller atherosklerotischer Karotisstenose unter bester konservativer Therapie überhaupt von einer invasiven Therapie im Sinne einer CEA oder eines CAS profitieren.


Author(s):  
Axel Böhnke ◽  
Christof Minartz ◽  
Sabine Radeck-Knorre ◽  
Carsten Schwenke ◽  
Aljoscha S Neubauer

Zusammenfassung Zielsetzung Die ökonomischen Unterschiede von Arzneimitteln für neuartige Therapien (ATMP) gegenüber chronischen Therapien sollen charakterisiert und am Beispiel der seltenen neuropädiatrischen Erkrankung AADC-Mangel veranschaulicht werden. Methodik Basierend auf einer orientierenden Literaturrecherche im Zeitraum von Mai 2020 bis Juni 2021 wurden relevante Literatur und Aussagen in Medline, Google, Schlüsselkongressen wie ISPOR und grauer Literatur einschließlich Newslettern bzgl. Marktzugang und ATMP identifiziert. In einem narrativen Review wurden die wichtigsten Unterschiede von ATMP für seltene Erkrankungen jeweils aus Gesundheitssystem-Perspektive und Herstellersicht analysiert. Das Beispiel der somatischen Gentherapie bei AADC-Mangel mit eladocagene exuparvovec als einmalig applizierte Therapie wurde anhand klinischer Daten charakterisiert. Ergebnisse Aus Gesundheitssystem-Perspektive ließen sich 9 wesentliche Unterscheidungsmerkmale für ATMP bei seltenen Krankheiten gegenüber chronischen Therapien identifizieren, aus Herstellersicht wurden ebenfalls 9 spezifisch relevante Aspekte für den Erfolg von ATMP definiert. Diese wurden jeweils beleuchtet und nach den folgenden 6 Kategorien systematisch geordnet: Evidenzniveau, Epidemiologie, Marktzugang, Nutzen und entsprechende -Bewertung, Preisbildung und Sonstige. Anhand des Beispiels der somatischen Gentherapie mit eladocagene exuparvovec bei AADC-Mangel, die durch eine einmalige Gabe bei dieser seltenen Erkrankung gekennzeichnet ist und sich damit deutlich von einer chronischen Therapie abgrenzt, wurden die Unterscheidungs- und Erfolgsfaktoren für ATMP konkretisiert. Die vorliegenden 5-Jahres-Daten für diese Gentherapie zeigen z. B. entsprechend der Definition des IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) einen dramatischen Effekt bzgl. des motorischen Endpunkts „Kopfkontrolle“ und damit eine hohe Evidenzgüte, dies über eine für die Spezifika bei ATMP besonders beachtlich lange Zeitreihe. Die Werte der einschlägigen, validierten motorischen Summenskala (PDMS-2) verbesserten sich bei den meisten Patienten über die Zeit. Insbesondere für Gentherapien liegt mit Daten über mehr als 5 Jahre hinweg ein besonders beachtenswerter, weil langer Zeitraum vor. Schlussfolgerung Spezifische Charakteristika einer einmaligen ATMP-Therapie gegenüber chronisch-medikamentösen Therapien bei seltenen Erkrankungen wurden aus System- wie Herstellersicht analysiert und der therapeutische Wertbeitrag einer Gentherapie am Beispiel der Behandlung des neuropädiatrischen Erkrankungsbildes AADC-Mangel illustriert. Klinisches Ansprechen, insbesondere langfristige Wirksamkeit und Sicherheit, waren dabei sowohl aus der Perspektive des Gesundheitssystems als auch für den Hersteller ein bestimmender Wert-Faktor. Zusätzlich war auch die Krankheitsschwere für Patienten und Pflegende bzw. Angehörige sehr bedeutsam, wie das Beispiel der neuropädiatrischen Erkrankung AADC-Mangel belegt.


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