Patientenzentrierung im Rahmen neuer Versorgungsmodelle und Wettbewerb – verträgt sich das?
EinleitungNeue Vertragsformen sollten das kollektivvertragliche System um eine Wettbewerbskomponente ergänzen und durch eine konsequente Ausrichtung der Versorgung an den Bedürfnissen der Patienten einen Wettbewerb um die beste Versorgungsform fördern. Als Grundlage für eine patientenzentrierte Versorgung wurden geeignete Methoden zur Bewertung des Patientennutzens, sektorenübergreifende Qualitätsstandards, eine verstärkte Berücksichtigung von Service- und Dienstleistungsaspekten, geeignete Evaluationsmethoden sowie Transparenz der Versorgungsqualität gefordert, die jedoch nicht flächendeckend umgesetzt wurden. Dabei scheint das Ziel der Patientenzentrierung nicht primär die Ausrichtung der Versorgung an den Bedürfnissen der Patienten zu sein, sondern vielmehr die Verhinderung unerwünschter Wirkungen des Marktes.