Postoperative Radiotherapie reduziert Rezidivrate

2011 ◽  
Vol 14 (5) ◽  
pp. 19-20
Author(s):  
Jürgen Dunst ◽  
Karen Huber
Swiss Surgery ◽  
2002 ◽  
Vol 8 (2) ◽  
pp. 81-87 ◽  
Author(s):  
Sutter ◽  
Regazzoni

Pathologische Frakturen werden, bedingt durch die Zunahme der Inzidenz von Karzinomen und die längeren überlebenszeiten, in Zukunft häufiger behandelt werden müssen. Das Skelett ist das dritthäufigste Ziel-Organ von Metastasen. Lungentumor-Metastasen scheinen zuzunehmen, das Mammakarzinom bleibt aber der häufigste Primärtumor. Am häufigsten sind Metastasen im Bereiche der Wirbelsäule lokalisiert, Frakturen treten jedoch meistens am Femur auf. Eine pathologische Fraktur sowie fast immer auch eine "drohende pathologische Fraktur" stellen eine absolute Operationsindikation dar. Eine genaue Definition der "drohenden Fraktur" fehlt zwar, doch ist heute allgemein akzeptiert, dass mindestens 50% der Knochenmasse zerstört sein müssen, damit die Metastase im konventionellen Röntgenbild sichtbar wird und somit von einer drohenden Fraktur gesprochen werden kann. Als Hilfe zur Abschätzung des Frakturrisikos hat sich das Score System nach Mirels bewährt. Anhand von 4 Parametern (Lokalisation, Grösse, Typ, Schmerzen) kann das Frakturrisiko abgeschätzt werden. Ziel der (meist operativen) Behandlung ist die Verbesserung der Lebensqualität über eine effiziente Schmerzlinderung, möglichst durch eine einzige Operation mit kurzer Hospitalisationszeit. Für die chirurgische Behandlung sollten im proximalen Abschnitt des Femurs Prothesen verwendet werden, bei subtrochantären und Schaftfrakturen vornehmlich intramedulläre Kraftträger. Eine postoperative Radiotherapie scheint die lokale Tumorprogression zu verhindern. Bei guter Langzeitprognose sollte der Tumor lokal aggressiv ausgeräumt werden.


1999 ◽  
Vol 175 (3) ◽  
pp. 134-137 ◽  
Author(s):  
Hartmut T. Klages ◽  
Martin Stuschke ◽  
Michael Baumann

2012 ◽  
Vol 69 (10) ◽  
pp. 597-604
Author(s):  
Hofer

Die jährliche Inzidenz der häufigsten primären Hirntumoren, der Gliome, beträgt 5-6 /100'000 (www.cbtrus.org). In der Schweiz werden etwa 500 Neuerkrankungen bei Erwachsenen pro Jahr diagnostiziert. Etablierte Risikofaktoren für die Entwicklung von Gliomen sind frühere Exposition mit ionisierenden Strahlen und selten eine genetische Prädisposition (i.R. von familiären Tumorsyndromen). Ein Risiko durch den Gebrauch von mobilen Telefonen wird zwar vermutet, ist aber bislang noch nicht durch epidemiologische Langzeitunter­suchungen bewiesen. Die Prognose und Therapieindikationen richten sich weitgehend nach klinischen Faktoren wie Alter und Performance Status des Patienten. Die Primärtherapie von Glioblastomen (GBM, WHO-Grad IV) ist international standardisiert und beinhaltet größtmögliche Resektion, postoperative Radiotherapie des Teilhirns mit konkomitierender Chemotherapie (Temozolomid über 6 Wochen) gefolgt von Temozolomid über 6 Monate. Glioblastome rezidivieren immer innerhalb weniger Monate bis Jahre. Zur Behandlung eines Rezidivs stehen dem Patienten verschiedene individuelle Therapieoptionen zur Verfügung. Je nach Lage und Größe kann sich ein Rezidiv für eine zweite Resektion, für eine stereotaktische Re-Bestrahlung oder für eine Zweitlinienchemotherapie und/oder für die Behandlung mit einer Angiogenesehemmung eignen. Gliome sind diffus infiltrierende Krankheiten des Gehirns und daher von Anfang an nicht kurativ behandelbar, das mittlere Überleben liegt für GBM bei 15 Monaten. Bei Patienten über 70 Jahren und einem guten Allgemeinzustand ist nach der Stratifizierung für den Methylierungsstatus des MGMT Promoter Gens eine alleinige Radiotherapie oder bei methyliertem MGMT Status eine alleinige Chemotherapie als Erstlinientherapie gerechtfertigt. Anaplastische Gliome (WHO-Grad III) können postoperativ mit Radiotherapie oder Chemotherapie behandelt werden und beim Auftreten eines Rezidives mit der entsprechend anderen Modalität. Falls ein WHO-Grad III-Gliom aber eine 1p,19q Co-Deletion aufweist, sollte die Primärtherapie nach neuesten Erkenntnissen immer eine Chemo- und Radiotherapie beinhalten. Das mittlere Überleben variiert je nach prognostischen Faktoren von 3 bis > 7 Jahren. Für WHO-Grad II-Gliomen gibt es bislang keine standardisierte Therapie. Neben einer primären "wait and see" Strategie, stehen bei Tumorprogress die Chemotherapie oder die Radiotherapie zur Verfügung. Die Studienresultate der EORTC Studie (22033/26033), welche die beiden Therapieoptionen in der Erstlinientherapie prüft, stehen noch aus.


2021 ◽  
Vol 24 (6) ◽  
pp. 44-45
Author(s):  
David Koch ◽  
Frank Giordano ◽  
Christine Starostzik

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