Gesundheitliche Beschwerden bei Gussasphalt-Arbeitern — Ergebnisse einer flächendeckenden Befragung

2007 ◽  
Vol 57 (7) ◽  
pp. 186-195
Author(s):  
Richard Rumler ◽  
Reinhold Rühl ◽  
Eberhard Nies ◽  
Peter Rode ◽  
Michael Heger
2019 ◽  
Vol 29 (02) ◽  
pp. 104-117 ◽  
Author(s):  
Vincent Grote ◽  
Elke Böttcher ◽  
Erich Mur ◽  
Werner Kullich ◽  
Henry Puff

Zusammenfassung Fragestellung Im Rahmen der Dokumentation von Patienten, die eine stationäre Rehabilitation in Anspruch nehmen, werden obligatorisch Kennzahlen zur Medizinischen Ergebnisqualität (MEQ) standardisiert erfasst. Veröffentlichungen dazu sind jedoch noch die Ausnahme. Ziel ist die Bereitstellung von elementaren klinischen Referenzdaten und Darstellung der Veränderung bei einer stationären Rehabilitation des Stütz- und Bewegungsapparates. Material und Methoden Die in Leistungsprofilen von Kostenträgern geforderten Outcome-Parameter beinhalten neben krankheitsspezifischen Kennwerten auch unspezifische allgemeine Gesundheitsmerkmale, wie Körpermaße, Kreislaufparameter und gesundheitliche Beschwerden. Die Daten von 11 414 Patienten (54,7±12,3 Jahre, Range: 14–95; 53% Frauen), die eine Orthopädische Rehabilitation oder eine Gesundheitsvorsorge Aktiv erhielten, wurden statistisch aufbereitet. Ergebnisse Unspezifische Indikatoren der MEQ können zu 3 Faktoren zusammengefasst werden (Varianzaufklärung 71%). Es bestehen Ausgangswertunterschiede in Abhängigkeit von Indikation und Geschlecht. Der Effekt des stationären Rehabilitationsaufenthalts ist vergleichbar. 74% der Patienten profitieren unmittelbar von der Rehabilitation. 20% der Patienten zeigen keine Änderung, 6% verschlechtern sich. Im Gegensatz zu Kreislaufkennwerten und Beschwerden bleiben anatomische Merkmale nahezu unverändert. Diskussion und Schlussfolgerung Im stationären Rehabilitationssetting werden Risikofaktoren bei der Mehrzahl der Patienten reduziert und das Allgemeinbefinden verbessert, wobei derartige Erfolge nicht alle Rehabilitanden erreichen. Es besteht ein Bedarf an differenzierten Behandlungspfaden, um die Erfolgsquote und die Nachhaltigkeit zu verbessern. Klinische Referenzwerte können dabei einen wertvollen Beitrag zur Qualitätssicherung und Evaluation liefern.


2019 ◽  
Vol 51 (03) ◽  
pp. 130-138
Author(s):  
Nicole Weis ◽  
Susanne Bihlmaier

ZusammenfassungEs gibt zunehmend Evidenz, dass bei Krebspatient*innen während und nach der Krebstherapie einem zu starken Gewichtsverlust vorzubeugen ist. Welche Maßnahmen im Sinne der Sekundärprävention zu empfehlen sind, hängt stark vom Einzelfall und der vorliegenden Tumorerkrankung ab. Bei hormonabhängigen Tumoren, wie zum Beispiel Brustkrebs, ist bei adipösen Patientinnen nach erfolgter Primärtherapie eine Gewichtsreduktion sinnvoll. Unter stark belastenden Therapien und bei fortgeschrittener Tumorerkrankung hingegen sind die wichtigsten Ziele das Halten des Gewichts bzw. der Gewichtsaufbau. Gesundheitliche Beschwerden, die die Nahrungsaufnahme zusätzlich beeinträchtigen, sollten so früh wie möglich gelindert werden. Komplementärmedizinische Möglichkeiten werden anhand der Mukositis erläutert.


2019 ◽  
Vol 73 (4) ◽  
pp. 439-452 ◽  
Author(s):  
Grit Müller ◽  
Marcel Lück

Zusammenfassung Die gesundheitlichen Auswirkungen von Schichtarbeit werden intensiv erforscht, jedoch gibt es Defizite in der Untersuchung sozialer Auswirkungen, die als eine Ursache für Gesundheitsfolgen von Schichtarbeit diskutiert werden. In der vorliegenden Studie wird der Zusammenhang zwischen der Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben und dem Gesundheitszustand von Schichtarbeitern im Vergleich zu Beschäftigten mit Normalarbeitszeiten in einer Mediationsanalyse untersucht. Dazu werden Daten der für Deutschland repräsentativen BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 genutzt. Beschäftigte in Schichtarbeit sind häufiger von erschwerter Vereinbarkeit und psychosomatischen Beschwerden betroffen als Beschäftigte in Normalarbeitszeit. Es wird gezeigt, dass die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben als Mediator in der Beziehung zwischen Schichtarbeit und psychosomatischen Beschwerden agiert. Dies gilt für Frauen und für Männer. Die Ergebnisse bestätigen die Bedeutung sozialer Auswirkungen von Schichtarbeit als mögliche Ursache für gesundheitliche Beschwerden. Praktische Relevanz: Beschäftigten in Schichtarbeit gelingt es seltener Anforderungen der Lebensbereiche Arbeit und Familie auszubalancieren. Dieser Konflikt geht mit einem gesundheitlichen Risiko einher. Das Wissen um dieses Risiko ist von praktischer Relevanz, da Betriebe die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben explizit in Maßnahmen betrieblicher Gesundheitsförderung oder bei der regulären Arbeitszeitgestaltung berücksichtigen können. Führungskräfte und Beschäftigte in Schichtarbeit sollten darüber hinaus wissen, dass Probleme in der Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben einen bedeutenden Stressor darstellen.


2011 ◽  
Vol 161 (7-8) ◽  
pp. 174-179 ◽  
Author(s):  
Wolfgang Dür ◽  
Robert Griebler ◽  
Edith Flaschberger ◽  
Rosemarie Felder-Puig

2009 ◽  
Vol 53 (2) ◽  
pp. 45-56 ◽  
Author(s):  
Stefan Diestel ◽  
Barbara Neubach ◽  
Klaus-Helmut Schmidt

In Anlehnung an theoretische Vorstellungen von Salancik und Pfeffer (1978) sowie von Hatfield, Cacioppo und Rapson (1994) wird angenommen, dass innerhalb von Arbeitsgruppen als sozialen Kontexten Einstellungsregeln und Verhaltensnormen entstehen, die bestimmte Arten von gesundheitlichen Beschwerden eher tolerieren oder akzeptieren als andere Arten. Die vorliegende Studie geht der Frage nach, ob und in welchem Ausmaß selbst berichtete individuelle psychische und physische Beschwerden vom sozialen Kontext innerhalb von Arbeitsgruppen beeinflusst werden. Der soziale Kontext wurde über das aggregierte Gruppenmaß der jeweiligen gesundheitlichen Beschwerden operationalisiert. Die Untersuchung wurde an einer Stichprobe mit 456 Arbeitskräften durchgeführt, die sich auf 32 Arbeitsgruppen in 16 Einrichtungen der stationären Altenpflege verteilten. Als statistisches Prüfverfahren wurde die Mehrebenenanalyse nach der Methode des hierarchisch linearen Modells von Raudenbush und Bryk (2002) zugrunde gelegt. Die Befunde der Analysen entsprechen den Erwartungen: Nach Kontrolle des Einflusses einiger biografischer Variablen (Alter, Geschlecht und Tätigkeitsdauer), der Organisationsbindung sowie der psychischen und physischen Beschwerden aus dem Vorjahr zeigte sich, dass die aggregierten gruppenbezogenen psychischen Beschwerden nur einen Einfluss auf die individuellen psychischen Beschwerden haben, nicht jedoch auf die individuellen physischen Beschwerden. Die aggregierten gruppenbezogenen physischen Beschwerden klären dagegen ausschließlich Unterschiede in den individuellen physischen Beschwerden auf, nicht aber Unterschiede in den psychischen Beschwerden.


2020 ◽  
Vol 69 (05) ◽  
pp. 265-273
Author(s):  
Nicole Weis ◽  
Susanne Bihlmaier

ZusammenfassungEs gibt zunehmend Evidenz, dass bei Krebspatient*innen während und nach der Krebstherapie einem zu starken Gewichtsverlust vorzubeugen ist. Welche Maßnahmen im Sinne der Sekundärprävention zu empfehlen sind, hängt stark vom Einzelfall und der vorliegenden Tumorerkrankung ab. Bei hormonabhängigen Tumoren, wie zum Beispiel Brustkrebs, ist bei adipösen Patientinnen nach erfolgter Primärtherapie eine Gewichtsreduktion sinnvoll. Unter stark belastenden Therapien und bei fortgeschrittener Tumorerkrankung hingegen sind die wichtigsten Ziele das Halten des Gewichts bzw. der Gewichtsaufbau. Gesundheitliche Beschwerden, die die Nahrungsaufnahme zusätzlich beeinträchtigen, sollten so früh wie möglich gelindert werden. Komplementärmedizinische Möglichkeiten werden anhand der Mukositis erläutert.


Arbeit ◽  
2009 ◽  
Vol 18 (4) ◽  
Author(s):  
Rainer Wieland ◽  
Sandra Winizuk ◽  
Mike Hammes

AbstractInzwischen hat sich der Einfluss der Führung auf die Gesundheit der Beschäftigten zu einem wichtigen Thema entwickelt. Dieser Beitrag berichtet von drei empirischen Studien (N = 877, N = 300, N = 570), in denen der Einfluss des Führungsverhaltens, der Arbeitsgestaltung und der Personeneigenschaften der Beschäftigten auf die Gesundheit der Beschäftigten im Rahmen eines arbeitspsychologischen Analyse- und Interventionsmodells analysiert wird. Die Ergebnisse zeigen: Gute Führung allein macht nicht gesund. Die psychische Beanspruchung während der Arbeit, gesundheitliche Beschwerden, Fehlzeiten und Präsentismus lassen sich auf Wechselwirkungen zwischen Führungsstil und Arbeitsbedingungen zurückführen.


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