scholarly journals Psychiatrische Kliniken

1877 ◽  
Vol 7 (2) ◽  
pp. 384-385
Author(s):  
Westphal
2019 ◽  
Vol 4 (3) ◽  
pp. 9-13
Author(s):  
Benjamin Volmar

Zusammenfassung. Viele psychiatrische Kliniken und Altenheime proklamieren für sich spezialisierte Bereiche, in denen sie Menschen mit schweren psychischen Problemlagen behandeln. In diesen „geschützten Stationen“ entsteht durch die eine „geschlossene Unterbringung“ eine besondere Atmosphäre für die Patienten. Diese Settings wurden in früheren Diskursen als geschlossene Stationen bezeichnet. Der Begriff der „geschlossene Unterbringung“ kann mit einem Gefängnisaufenthalt oder gefährlichen Klientel assoziiert werden. Eine Hypothese zur Nutzung der veränderten Begrifflichkeit von der „geschlossenen Station“ hin zur „geschützten Station“ ist die veränderte Sinndeutung im Kontext der Herstellung einer offenen Haltung der Nutzer psychiatrischer Dienstleistungen.


2019 ◽  
Vol 4 (3) ◽  
pp. 41-45
Author(s):  
Anja Kuntz

Zusammenfassung. Offene Stationstüren in der Akutpsychiatrie werden schon seit Mitte der 1950er-Jahre in internationalen Fachkreisen diskutiert. In Deutschland gibt es mittlerweile psychiatrische Kliniken, die ihre Türen durchweg geöffnet haben. Andere Kliniken schließen fakultativ oder bezeichnen sich auch als kontrolliert offen. Wie offene Türen in der Akutpsychiatrie in der alltäglichen Praxis gestaltet werden, scheint sehr von der Haltung und dem Konzept der jeweiligen Kliniken abzuhängen. In der aktuellen Literatur wird eine Offene-Tür-Politik überwiegend positiv beschrieben, jedoch verzichtet der größte Anteil an Kliniken bis heute nicht auf geschlossene oder beschützte Stationseinheiten. Laut Pajonk (2015) verfügen in Deutschland ca. 75 % der Kliniken über eine geschlossene Station. Diese Arbeit befragt Experten in Führungspositionen nach ihren wahrgenommenen Veränderungen, nachdem die Stationstüren auf akutpsychiatrischen Stationen geöffnet wurden.


2006 ◽  
Vol 51 (3) ◽  
Author(s):  
Gertrud Hofer

AbstractIm Laufe des 20. Jahrhunderts hat aufgrund der Migration die Viersprachigkeit in der Schweiz der Vielsprachigkeit Platz gemacht. Die Sprachpalette hat sich laufend verändert und vergrössert. Damit ist auch der Bedarf an Dolmetschleistungen um ein Vielfaches gestiegen. In erster Linie sind Behörden, Gerichte, Krankenhäuser, psychiatrische Kliniken und Schulen auf Dolmetschende angewiesen. Ein grosser Anteil dieser Verdolmetschungen betrifft Sprachen, für die es keine anerkannte Dolmetschausbildung gibt.Migrant/innen dolmetschen zwar in den verschiedenen Institutionen, sind sich aber ihrer Rolle als Dolmetschende häufig nicht bewusst und kennen die Dolmetsch- und Notizentechniken nicht. Überdies haben sie oft ungenügende Kompetenzen in einer der Sprachen und beherrschen die Syntax und/oder die Terminologie nicht im erforderlichen Mass, und zudem haben viele keinen Zugang zu den komplexen fachlichen Inhalten der verschiedenen Bereiche im Rechts-, Gesundheits- oder Bildungswesen. Aus diesen Gründen ist die Qualität der Dolmetschleistungen oft mangelhaft, weshalb es zu Beanstandungen oder zum Abbruch von Gesprächen und Verhandlungen kommt.Diese Migrationsflüsse der Gegenwart führen in der Schweiz wie auch in zahlreichen anderen Ländern zu Kommunikationsproblemen, zu deren Lösung die Institute für Übersetzen und Dolmetschen einen wesentlichen Beitrag leisten können. So besteht seit wenigen Jahren im Kanton Zürich ein dreistufiges Programm für Behördenund Gerichtsdolmetscher/innen.


2020 ◽  
Author(s):  
Serge K.D. Sulz

Jenseits der Richtlinienpsychotherapie benötigen Psychiatrische Kliniken, Ambulanzen und Praxen kurze Interventionen, die im 20-Minuten-Setting der Sprechstunde und der Klinikvisite wirksam einsetzbar sind und die beim nächsten Gespräch nahtlos weitergeführt werden können. Die Psychiatrische Kurz-Psychotherapie PKP bietet evidenzbasierte störungsspezifische Psychotherapie bei Depression, Angst, Zwang, Alkoholabhängigkeit und chronischem Schmerz. Serge K.D. Sulz gibt eine Einführung in und einen Überblick über die Psychiatrische Kurz-Psychotherapie und verbindet dabei die Störungs- und Therapietheorie mit der Praxis. Er verdeutlicht, dass eine systematische psychotherapeutische Behandlung durch kurze Interventionen möglich ist, die aufeinander aufbauen. Sprechstunden- oder Therapiekarten stellen dabei einen zentralen Bestandteil dar und führen durch die Behandlung. Diese können sowohl in 24 x 20-Minuten-Settings als auch in 12 x 50-Minuten-Sitzungen eingesetzt werden. Der Autor bietet einen Praxisleitfaden, der hilft, sofort die richtigen Interventionen wirksam einzusetzen. Unter Mitarbeit von Julia Antoni, Stephanie Backmund-Abedinpour, Beate Deckert, Richard Hagleitner, Petra Jänsch, Gerd Laux, Susanne Schober und Miriam Sichort-Hebing


2018 ◽  
Vol 86 (08) ◽  
pp. 493-499
Author(s):  
Margarete Osterfeld ◽  
Hadil Lababidi ◽  
Marina Langfeldt

ZusammenfassungDer Artikel gibt einen Überblick über die Entstehung und die praktische Arbeit der von den Vereinten Nationen initiierten nationalen und internationalen Kontrollmechanismen zur Einhaltung der Menschenrechte in der Psychiatrie in Deutschland und weltweit. Einleitend werden die dafür erforderlichen rechtlichen und psychiatriepolitischen Entwicklungen geschildert, ausgehend von Pinel vor 200 Jahren über die Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 bis hin zu der Antifolterkonvention der Vereinten Nationen (CAT). Sodann wird die in Deutschland eingerichtete Nationale Stelle zur Verhütung von Folter und Misshandlung vorgestellt, die seit ihrem Bestehen fast vierzig Heimeinrichtungen und psychiatrische Kliniken besucht und der Öffentlichkeit darüber berichtet hat. Im Anschluss daran folgt ein Überblick über Besuche des Unterausschusses der Antifolterkonvention, des SPT, in einzelnen Staaten, an denen die Erstautorin teilgenommen hat. Da die Diktion der meisten nationalen und internationalen Berichte unausgesprochen von westlichem Gedankengut geprägt ist, folgt abschließend ein Exkurs über Demenz im islamischen Kulturraum. Ziel des Artikels ist es, einen Anreiz zur Diskussion bioethischer Fragestellungen unter Berücksichtigung mehrerer Perspektiven zu geben. Die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Organisationen für die zukünftige Entwicklung eines interdisziplinären und interkulturellen Austausches wird dabei herausgearbeitet.


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