Brückenschlag zwischen Pädiatrie und Public Health:

Paediatrica ◽  
2021 ◽  
Vol 32 (4) ◽  
Author(s):  
Tina Huber-Gieseke ◽  
Susanne Stronski

Ein Blick auf die Geschichte der Schulärztinnen und Schulärzte (SÄ) zeigt, dass ihre Arbeit seit jeher eng mit den jeweiligen Lebensbedingungen und der gesundheitlichen Situation der Kinder, Jugendlichen, ihrer Familien und ihrem Umfeld verbunden sind. Die SÄ vernetzten sich mit Einrichtungen, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhielten, die sich um das Kind kümmerten und sie hielten Kontakt zu Randgruppen. Der Fokus bestand darin, diejenigen aufzufangen, die zwischen die Maschen des Systems gefallen waren. Der Zugang zur Gesundheitsversorgung und Prävention sollte für alle möglich sein, unabhängig vom sozialen Status, durch einen niederschwelligem, wo nötig aktiven Ansatz.

2017 ◽  
Vol 42 (04) ◽  
pp. 304-315 ◽  
Author(s):  
Mathilde Kersting ◽  
Hermann Kalhoff ◽  
Thomas Lücke

Zusammenfassung Hintergrund Nährstoffbezogene Empfehlungen müssen in lebensmittelbasierte Richtlinien übersetzt werden, damit sie für die Bevölkerung anwendbar werden. Noch praxisnäher sind mahlzeitenbezogene Richtlinien, gerade für die Kinderernährung. Diese Public-Health-Empfehlung wird in Deutschland mit dem Präventionskonzept der Optimierten Mischkost (OMK) für Kinder und Jugendliche umgesetzt. Verschiedene Überarbeitungen der D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr erforderten eine Neuberechnung der OMK. Methodik Ausgangsbasis waren Speisepläne für 4 Wochen (28 Tage) für 4 – 6-jährige Kinder als Referenzaltersgruppe. Mit einer vorsichtigen Optimierung von Lebensmittelauswahl und -mengen unter Berücksichtigung bevorzugt verzehrter Lebensmittel bei Kindern und Jugendlichen und üblicher Mahlzeitengewohnheiten (3 Haupt- und 2 Zwischenmahlzeiten am Tag) sollten die empfohlenen maximalen Nährstoffdichten (g[mg]/1000 kcal) im Altersbereich von 1 – 18 Jahren erreicht werden. Unter Annahme eines Energiebedarfs bei geringer körperlicher Aktivität (Physical Activity Level PAL 1.4) wurden altersgemäße Verzehrmengen für 11 Lebensmittelgruppen pro Tag und pro Mahlzeit ermittelt. Ergebnisse Allein mit herkömmlichen Lebensmitteln ohne Nährstoffanreicherung konnte bei den betrachteten Nährstoffen eine empfehlungsgerechte Zufuhr erreicht werden, mit Ausnahme der generell kritischen Nährstoffe Vitamin D und Jod. Dabei sind die Anteile der Lebensmittel am Gesamtverzehr pro Tag und pro Mahlzeit in allen Altersgruppen gleich, lediglich die Mengen ändern sich mit dem Energiebedarf. Die mahlzeitenspezifischen Nährstoffprofile ergänzen sich in einem Baukastensystem zu einer ausgewogenen Tagesernährung. Schlussfolgerung Mit dem durchkalkulierten Konzept der Optimierten Mischkost steht ein Referenzinstrumentarium für eine präventiv ausgerichtete Ernährung von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Es kann für gesunde und kranke Kinder und Jugendliche in der Familienernährung und der Gemeinschaftsverpflegung angewendet werden.


2016 ◽  
Vol 16 (03) ◽  
pp. 176-183 ◽  
Author(s):  
P. Kamtsiuris ◽  
H. Hölling ◽  
E. Mauz ◽  
B.-M. Kurth

ZusammenfassungDas Robert Koch-Institut (RKI) als deutsches Public Health-Institut zählt zu seinen vornehmlichen Aufgaben das Monitoring der Gesundheit der in Deutschland lebenden Bevölkerung. Kinder und Jugendliche stellen dabei als vulnerable Gruppe einen besonderen Schwerpunkt dar. Die Arbeit beschreibt die Konzepte und Strategien des Instituts, um durch das Gesundheitsmonitoring für Kinder und Jugendliche Informationen zur gesundheitlichen Versorgung, zum Gesundheitsverhalten und dem Gesundheitszustand der jungen Generation in Deutschland zu sammeln. Ziel ist die Identifizierung von Handlungsbedarfen und die Evaluation Public Health-relevanter Maßnahmen. Dem Ganzen liegt der Gedanke der Vernetzung mit allen auf dem Gebiet der Kindergesundheit tätigen Akteuren zugrunde und manifestiert sich in der adressatengerechten Aufbereitung und Bereitstellung der erhobenen Daten.


1997 ◽  
Vol 6 (1) ◽  
pp. 11-16
Author(s):  
Terrey Oliver Penn ◽  
Susan E. Abbott

2001 ◽  
Vol 9 (6) ◽  
pp. 507-509 ◽  
Author(s):  
Rob Baggott ◽  
David J Hunter

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