scholarly journals Neurokutane Erkrankungen: altbekannt und neu entdeckt

Paediatrica ◽  
2021 ◽  
Vol 32 (3) ◽  
Author(s):  
Sandra Tölle

Die Assoziation von Entwicklungsanomalien von Hirn, Haut und Augen wurde 1932 vom Niederländer Ophthalmologen Jan van der Hoeve unter dem Begriff Phakomatosen zusammengefasst. Er gruppierte darunter die Neurofibromatose, die Tuberöse Sklerose und später die von Hippel-Lindau Erkrankung. Zeitgleich schlugen Paul Ivan Yakovlev und Riley H. Guthrie auf der anderen Seite des Atlantiks den Begriff Neurokutane Erkrankungen vor, geprägt durch ihre Erkenntnisse, dass kongenitale Fehlbildungen des Ektoderms (Haut, Hirn, Retina, Auge) wie bei der Neurofibromatose, der tuberösen Sklerose oder dem Sturge-Weber-Syndrom klinisch häufig die Gemeinsamkeiten von Hautmanifestationen, kognitiver Beeinträchtigung und Epilepsie aufwiesen. Sie erkannten auch, dass die Haut ein diagnostisches Fenster zum zentralen Nervensystem ist, was auch heute noch zutrifft.

2005 ◽  
Vol 173 (4S) ◽  
pp. 170-170
Author(s):  
Maxine G. Tran ◽  
Miguel A. Esteban ◽  
Peter D. Hill ◽  
Ashish Chandra ◽  
Tim S. O'Brien ◽  
...  

2012 ◽  
Vol 12 (06) ◽  
pp. 376-381
Author(s):  
M. K. Bernhard ◽  
A. Bertsche ◽  
W. Hirsch ◽  
A. Merkenschlager ◽  
S. Syrbe
Keyword(s):  

ZusammenfassungKinder mit Phakomatosen bzw. neurokutanen Syndromen bedürfen aufgrund vielfältiger Organmanifestationen sowie assoziierter Entwicklungsstörungen einer komplexen Betreuung. Neben einer kurzen Übersichtsdarstellung der wichtigsten klinischen Merkmale der klassischen Phakomatosen (Neurofibromatose Typ 1, tuberöse Sklerose, von HippelLindau-Erkrankung, Sturge-Weber-KrabbeSyndrom und Gorlin-Goltz-Syndrom) geht der vorliegende Artikel auf aktuelle pathophysiologische und therapeutische Aspekte ein.


1992 ◽  
Vol 31 (05) ◽  
pp. 192-198
Author(s):  
H. Henkes ◽  
J. Richter ◽  
A. Kretschmer ◽  
P. Benz ◽  
G. Brill ◽  
...  

ZusammenfassungEs wird über 10 Kinder und eine 22jährige Erwachsene mit tuberöser Sklerose berichtet. Neben der Erhebung des internistischen und neurologischen Status wurden die Patienten computer- und kernspintomographisch untersucht. Alle 10 Kinder hatten zerebrale Krampfanfälle, nur 8 Hautveränderungen (Adenoma sebaceum, white spots), 4 ein Rhabdomyom des Herzens, 4 Astrozytome der Retina und nur 4 wiesen die vollständige Trias der Erkrankung mit Epilepsie, Hautveränderungen und geistiger/körperlicher Entwicklungsverzögerung auf. Die erwachsene Patientin war an einer Abortivform der tuberösen Sklerose erkrankt und wurde durch beidseitige Angiomyolipome als einzige extrazerebrale Manifestation auffällig. Bei allen Patienten wurden Mark-/Rindentubera, Verkalkungen und subependymale Riesenzellastrozytome in der CT und der MRT des Gehirns gefunden. Die Hirngewebsveränderungen ließen sich in 4 Läsionstypen einteilen. Wegen der humangenetischen Beratung im Erkrankungsfall und der Erfassung der für die Symptome der Patienten zugrunde liegenden Erkrankung sollten alle Kinder mit Epilepsie und ebenso alle Patienten, bei denen die gesamte Trias der Erkrankung fehlt, MR-tomographisch untersucht werden.


2000 ◽  
Vol 30 (01) ◽  
pp. 99
Author(s):  
Ricardo Hodelín Tablada ◽  
Damarys Fuentes Pelier
Keyword(s):  

2017 ◽  
Author(s):  
Moreira Ana Paula ◽  
Gracinda Costa ◽  
de Lima Joao Pedroso

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