Perspektive Gesundheit 2030

2021 ◽  

Die 2020er-Jahre werden ein Jahrzehnt der Herausforderungen für das deutsche Gesundheitssystem. Fünf Schwerpunkte zeichnen sich ab: Die demografische Entwicklung, die digitale Transformation, die Finanzierung des medizinischen Fortschritts in angespannter Wirtschaftslage, eine enorme Wissensexplosion sowie ein sich wandelndes Rollenverständnis der Gesundheitsberufe. Nach der Bundestagswahl im September 2021 werden eine Reihe von Herausforderungen so kumulieren, dass die Politik wesentliche Weichenstellungen in Angriff nehmen muss. In der nächsten Legislaturperiode sind die Hebel in Gang zu setzen, mit denen das deutsche Gesundheitswesen auch am Ende dieses Jahrzehnts noch sozial gerecht und effizient sein kann und den Menschen in Deutschland auch in Zukunft die Teilhabe am medizinischen Fortschritt ermöglicht wird. Das Buch lenkt den Blick auf die beginnende Dekade und vermittelt Perspektiven auf die Ziele der Gesundheitspolitik und die Herausforderungen sowie Handlungsoptionen, die in der nächsten Legislaturperiode angepackt werden müssen, um unser Gesundheitswesen zukunftsfest zu machen. Dafür geben die Autorinnen und Autoren auf Basis ihrer Expertise wesentliche Impulse und kreative Denkanstöße. Das Buch richtet sich an alle, die im Gesundheitswesen Verantwortung tragen und die Zukunft im Interesse der Patientinnen und Patienten gestalten wollen.

2021 ◽  

Die Gesundheitsversorgung in Deutschland steht vor großen Herausforderungen: Demografische Entwicklung, digitale Transformation, Fachkräftemangel oder Versorgung im ländlichen Raum – das sind nur einige der Probleme und Aufgaben, die angegangen werden müssen. Die aktuellen Versorgungsangebote stoßen mehr und mehr an Grenzen. Lange Wartezeiten auf Arzttermine, Hürden bei der Beantragung und Gewährung von Pflegeleistungen oder die Versorgung mit Hilfs- und Heilmitteln sind häufig angesprochene Probleme. Ein bisher wenig betrachteter Aspekt auf dem Weg zu einer besseren Gesundheitsversorgung sind die Kompetenzen der Gesundheits(fach)berufe. In der Praxis beweisen sie immer wieder ihren Mehrwert in der Versorgung der Menschen. Die Zukunft der Gesundheits(fach)berufe beleuchtet, wie die Gesundheits(fach)berufe – qualitativ wie ökonomisch – zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen können. - Welchen Beitrag leisten sie bisher? - Welche Kompetenzzuwächse sind vorstellbar? - Welcher Gewinn für die Versorgung der Menschen lässt sich dadurch erzielen? Die Diskussion wird für die einzelnen Berufe geführt, jedoch ohne die Interprofessionalität außer Acht zu lassen.


2020 ◽  

Die strukturellen Herausforderungen für das Gesundheitswesen wie die demografische Entwicklung, der kostenintensive medizinische Fortschritt oder der Fachkräftemangel erfordern innovative Denkansätze, wenn auch künftig eine patientenorientierte, für alle zugängliche medizinische Versorgung gewährleistet werden soll. Dazu ist die digitale Transformation das zentrale Instrument. Die Universitätsmedizin Essen begreift Digitalisierung als einmalige Chance, das Krankenhaus der Zukunft zu gestalten – mit einem klaren Fokus auf den Menschen als Patient und als Mitarbeiter. Dies gilt nicht nur im Regelbetrieb, sondern explizit auch für krisenhafte Situationen wie z.B. die Bekämpfung des Corona-Virus. Die Transformation zum „Smart Hospital“ ist ein umfassender und tiefgreifender Change-Prozess. Das Projekt „Smart Hospital“ erfordert neues Denken, eine moderne Unternehmenskultur und ist als unternehmerische Strategie Grundlage aller Entscheidungen, von Investitionen in medizinische Geräte über den Aufbau der notwendigen IT-Infrastruktur bis hin zu Berufungen und Personalentscheidungen. Alle Bereiche – medizinische Leistungen, Pflege und Service für den Patienten – werden im Rahmen der Gesamtstrategie des „Smart Hospital“ gebündelt und miteinander verknüpft. Dieses Buch stellt die großen Strategie- und Handlungsfelder der digitalen Transformation im Gesundheitswesen dar, und zwar im Kontext der Transformation in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Darin liegt der besondere Reiz des Werkes: Nur wer die Herausforderungen annimmt, permanent seinen Horizont erweitert und lernfähig bleibt, kann die zum Teil rasanten Veränderungsprozesse mitgestalten. Das vorliegende Werk ist ein Kompass und Impulsgeber für alle Akteure in Krankenversorgung, Krankenkassen, Selbstverwaltung und Politik. Sie werden Mut und Gestaltungswillen brauchen, damit die digitale Transformation nicht nur innovative Behandlungsmethoden, sondern vor allem auch mehr Menschlichkeit möglich macht.


2017 ◽  
Vol 74 (2) ◽  
pp. 25-31
Author(s):  
Reto Stocker

Zusammenfassung. Die aktuellen und zukünftigen (ethischen) Herausforderungen in der Intensivmedizin werden stark durch die aktuellen Entwicklungen in der Demographie und in der digitalen Welt beeinflusst. Ersteres wird Herausforderungen verschärfen, die bereits heute bestehen. Die digitale Transformation wird zur wahrscheinlich fundamentalsten Veränderung führen, die die moderne Medizin je gesehen hat. Nebst der personalisierten Medizin wird das Medizinalpersonal gefordert, sich über das Wissen und Können hinaus wieder vermehrt mit der Medizin als Kunst zu befassen und der Interaktion mit dem Patienten bzw. auch seinen Angehörigen ein hohes Gewicht beizumessen.


2018 ◽  
Vol 23 (07/08) ◽  
pp. 100-101
Author(s):  
Gregor Hohenberg

Das Thema ist in aller Munde. Politiker, Ingenieure, Ärzte – alle sprechen über die Digitalisierung und über deren Folgen. Auch wenn es nach wie vor keine feste Definition gibt, was die digitale Transformation ist: Aufhalten lässt sich die Entwicklung nicht.


2018 ◽  
Vol 23 (06) ◽  
pp. 64-64

Die digitale Transformation der Gesundheitsbranche bringt neben dem klassischen Datenschutz neue Herausforderungen für die Handhabung und Sicherheit sensibler Daten mit sich.


2012 ◽  
Vol 31 (10) ◽  
pp. 733-757 ◽  
Author(s):  
B. Hinz ◽  
P. Kropp ◽  
S. Förderreuther ◽  
C. Lampl ◽  
P. Sandor ◽  
...  

ZusammenfassungDie sozio-demografische Entwicklung bedingt, dass sich immer häufiger ältere und alte Menschen mit Kopfschmerzen klinisch vorstellen. Diese Leitlinie soll ein erster Versuch sein, die Literatur zu Kopfschmerzen und Gesichtsschmerzen bei dieser Patientengruppe zusammenzufassen und spezifische Therapie-Empfehlungen zu geben. Dabei zeigt sich, dass die Alters-gruppe der über 65-Jährigen in fast allen Therapiestudien nicht berücksichtigt wird und die übrigen Studien meist diese Altersgruppe nicht betrachten. Wenig untersucht ist der Wandel der Symptome bei primären Kopfschmerzen in Abhängigkeit vom Alter. Generell treten bei Migräne vegetative Symptome seltener auf und Kopfschmerzen werden häufiger als drückend beschrieben. Der idiopathische schlafgebundene Kopfschmerz, die Arteriitis cranialis, die post-zosterische Neuralgie und die klassische Trigeminusneuralgie sind Erkrankungen, die ausschließlich bzw. vorwiegend im höheren Alter auftreten. Therapiestudien mit älteren Patienten sind nicht publiziert, generell gilt die Emp-fehlung, Leber- und Nierenfunktion zu beach-ten, niedrig dosiert zu beginnen und die Dosis langsam bis zur Wirksamkeit zu steigern.


2019 ◽  
Vol 24 (06) ◽  
pp. 66-67

Die vollständige Digitalisierung und Vernetzung im Krankenhaus ist die Voraussetzung für die Automatisierung vieler Prozesse. Sie wird die Arbeitswelt aller Klinikmitarbeiter verändern. Wer die Weichen in Richtung Krankenhaus 4.0 stellen möchte benötigt Geld und Personal. Nicht jede Klinik kann sich das leisten. Droht eine Zweiklassengesellschaft? WGKT-Präsident Cord Brüning befürchtet, dass junge Ingenieure künftig Häuser mit Technik 4.0 bevorzugen, was den Personalmangel in den 3.0-Häusern verschärfen wird. Es steht zu befürchten, dass die demografische Entwicklung auch bei anderen Berufsgruppen dazu führen wird, dass sie sich das Krankenhaus aussuchen können und Häuser verschmähen, die den Anschluss an die Vernetzung und Automatisierung – warum auch immer – verpasst haben.


2020 ◽  
Vol 25 (06) ◽  
pp. 44-44
Author(s):  
Kai-Otto Landwehr

Der globale Anstieg von chronischen Erkrankungen setzt Krankenhäuser unter Druck. Die digitale Transformation trägt zur Entlastung bei, denn sie schafft ‚smarte‘, also intelligente Krankenhäuser. Es gibt sie jedoch nicht umsonst. Woher das Geld dafür nehmen und nicht stehlen? Kai-Otto Landwehr, Leiter des Commercial-Finance-Geschäfts von Siemens Financial Services (SFS), weiß Rat.


2020 ◽  
Vol 25 (11) ◽  
pp. 32-33
Author(s):  
Anke Diehl

Für die digitale Transformation reicht es nicht, Prozesse von der IT digitalisieren zu lassen und in den Einkauf neuer Technologien zu investieren. Es geht um einen umfassenden Kulturwandel im Unternehmen. An welchen Stellschrauben dafür gedreht werden muss, zeigt die Universitätsmedizin Essen. Sie entwickelt sich seit fünf Jahren zum Smart Hospital.


2020 ◽  
Vol 25 (11) ◽  
pp. 29-31
Author(s):  
Peter Gocke

Dass Digitalisierung mehr bedeutet, als Papierformulare als PDFs irgendwo abzulegen, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Wenn eine wirkliche digitale Transformation in den Kliniken erfolgen soll, dann ist das ein Großprojekt und es wird zu Konflikten um Ressourcen und Zeitpläne kommen. Ohne gute Führung durch den Klinikvorstand ist das Projekt zum Scheitern verurteilt.


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