scholarly journals Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung im Vergleich mit Globalem Lernen und Umweltbildung

2010 ◽  
Vol 32 (2) ◽  
pp. 213-232
Author(s):  
Christine Künzli David ◽  
Franziska Bertschy ◽  
Antonietta Di Giulio

Derzeit finden sich zahlreiche Initiativen, um Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE) im Bildungssystem zu verankern. Eine zentrale Frage in diesem Zusammenhang stellt sich nach dem Verhältnis zwischen BNE, globalem Lernen und Umweltbildung. Zum einen wird befürchtet, mit BNE komme zum grossen Katalog bisheriger „Bindestrich-Erziehungen“ eine weitere hinzu, zum anderen ist zu beobachten, dass fächerübergreifende Bildungsanliegen und insbesondere globales Lernen und Umweltbildung auffallend oft auf BNE bezogen werden – BNE scheint also offenbar an bereits bestehende fächerübergreifende Bildungsanliegen anschluss- fähig.Der vorliegende Beitrag ist dieser Frage nach dem Verhältnis von BNE und dem Globalen Lernen sowie der Umweltbildung gewidmet.

2017 ◽  
Vol 69 (2) ◽  
pp. 129-139
Author(s):  
Kai Horstmann

Zusammenfassung:Globales Lernen, Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Ökumenisches Lernen: Im Vergleich der Konzeptionen wird die Besonderheit des Ökumenischen Lernens herausgestellt, auf die Komplexität des Globalen didaktisch nicht mit Reduktion und Abstraktion, sondern mit Konkretion zu reagieren.Ökumenisches Lernen mit Schulpartnerschaften bietet eine ausgezeichnete Chance, die Globalität konkret zu erkunden und die universale menschliche Gemeinschaft exemplarisch zu erfahren. Schulpartnerschaften in Kooperation insbesondere mit kirchlichen Partnerschaften können die Wahrnehmung der Globalität auch in den Gemeinden fördern, in denen die globalen Herausforderungen aktuell kaum eine Rolle spielen.


2019 ◽  
Vol 67 (2) ◽  
pp. 100-111 ◽  
Author(s):  
Andreas Witt ◽  
Rebecca Brown ◽  
Paul L. Plener ◽  
Elmar Brähler ◽  
Jörg M. Fegert ◽  
...  

Zusammenfassung. Kindesmisshandlung stellt einen bedeutenden Risikofaktor für die Entwicklung dar. Einzelne Formen von Kindesmisshandlung treten häufig nicht isoliert auf, sondern das gemeinsame Auftreten verschiedener Formen von Kindesmisshandlung stellt eher die Regel als die Ausnahme dar. Neben den langfristigen und vielfältigen individuellen Folgen führt Kindesmisshandlung jährlich zu einer hohen gesamtgesellschaftlichen Belastung. Die WHO hat Kindesmisshandlung als großes Public Health Problem identifiziert und die Vereinten Nationen haben den Kampf gegen Kindesmisshandlung zum Ziel in ihrer Agenda für nachhaltige Entwicklung gemacht. In dem vorliegenden Beitrag werden die Häufigkeit sowie das gemeinsame Auftreten unterschiedlicher Formen von Kindesmisshandlung sowie deren Assoziation mit psychischen und somatischen Folgen auf Basis einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe untersucht und dargestellt. Die Ergebnisse verdeutlichen den Zusammenhang zwischen der Kumulation verschiedener Formen von Misshandlung und negativen Folgen für die Betroffenen. So ist das Risiko für negative Konsequenzen beim Erleben von vier oder mehr Formen von Misshandlung um das bis zu 10-fache erhöht. Viel zu selten werden die kumulativen Effekte von mehreren Belastungen berücksichtigt. Gerade weil die Wirkweisen über die Misshandlung, die Gesundheit beeinflusst, zunehmend gut untersucht sind, muss dieses Wissen im Gesundheitswesen stärker bei der Konzeption von Präventions- und Interventionsmaßnahmen berücksichtigt werden.


2020 ◽  
Vol 30 (2) ◽  
pp. 417-436
Author(s):  
Thomas Klein

<?page nr="436"?>Doku-Art ist eine künstlerisch-partizipative Methode, die im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung eingesetzt werden kann. Die Arbeit mit Medien und Künsten wird dabei als Mittel gesehen, den öffentlichen ländlichen Raum mitzugestalten. In diesem Artikel wird unter Rückgriff auf medienökologische Ansätze gezeigt, auf welche Weise die narrative Gestaltung des ländlichen Raums in Mecklenburg-Vorpommern in dem Doku-Art-Projekt Erben des Fortschritts zum Ausdruck kommt.


2020 ◽  
Vol 44 (2) ◽  
pp. 158-165
Author(s):  
Susanne Brandt

ZusammenfassungMit dem Projekt „Das weiße Blatt“ hat die Büchereizentrale Schleswig-Holstein 2018 einen Prozess begonnen, der in besonderer Weise eine lebendige Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen anregt und sich an einer Bildung für nachhaltige Entwicklung orientiert. Kennzeichen des Projekts sind die Offenheit für Kooperationen und eine dynamische Fortsetzung, auch über den ursprünglichen Projektzeitraum hinaus, geprägt von einer multimedialen, digitalen wie analogen Vielfalt, die sich bis heute aus den Impulsen des Projekts mit kreativ gestalteten Formen wie E-Book, Film, Podcast, Blog u.v.m. laufend weiterentwickelt. Von elementarer Bedeutung ist dabei außerdem die globale Perspektive, die in verschiedenen internationalen Bezügen des Projekts zum Ausdruck kommt. Mit dem folgenden Bericht wird dieser Entwicklungsprozess von den Grundüberlegungen bis hin zu den vielfältigen Variantenbildungen, die seither aus dem Projekt hervorgegangen sind – auch aktuell unter den besonderen Bedingungen der Pandemie – nachgezeichnet. Ende offen ...


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