Originalarbeit: Prosoziales Verhalten bei Vorschulkindern mit Sprachentwicklungsstörungen. Eine explorative Studie

2020 ◽  
Vol 39 (3) ◽  
pp. 120-136
Author(s):  
Markus Paulus ◽  
Julia Erbe ◽  
Joana Wolfsperger ◽  
Samuel Essler ◽  
Monika Wörle
Author(s):  
Ulrike Altendorfer-Kling ◽  
Elisabeth Ardelt-Gattinger ◽  
Leonhard Thun-Hohenstein

Zusammenfassung: Fragestellung: Die deutschsprachige Version des Strenghts and Difficulties Questionnaire-Self-Report (SDQ-S) hinsichtlich ihrer Reliabilität und Dimensionalität für Österreich zu überprüfen. Methodik: Dieser Fragebogen wurde 2529 gesunden Kindern und Jugendlichen im Alter von 11-18 Jahren (im Mittel 12.71 ± 1.4) vorgelegt. Berechnet wurden 4 Problem-Skalenwerte, 1 Gesamtproblemskalenwert sowie 1 Skalenwert prosoziales Verhalten. Deskriptive Statistik, Cronbachs Alpha sowie eine Varimax rotierte Faktorenanalyse nach der Hauptkomponentenmethode wurden berechnet. Ergebnisse: Cronbachs Alpha ist für die Gesamtproblemskala, die Skala emotionale Probleme und die prosoziale Skala > 0.63. Die anderen Skalen liegen unter 0.4. Es ergaben sich 5 Faktoren, die eine Varianz von 41.8% erklären. Die Item-Subskalen-Korrelationen sind ausreichend, die Faktorenstruktur entspricht für 3 Subskalen (Peerprobleme, Hyperaktivität, Verhaltensauffälligkeit) nicht der originalen Faktorenzusammensetzung. Schlussfolgerung: Die Reliabilität der Gesamt- und der erwähnten Subskalen wäre für ein Screeningverfahren gerade noch ausreichend, für die restlichen Subskalen ist dies nicht der Fall. Die Faktorenstruktur war nicht komplett replizierbar. Zusammenfassung: Die SDQ-Selbst-Version in ihrer deutschsprachigen Version wird für die Individualdiagnostik zur Zeit bei gleichzeitiger Verwendung von mehreren Informationsquellen empfohlen.


2010 ◽  
Vol 58 (3) ◽  
pp. 235-241 ◽  
Author(s):  
Ute Koglin ◽  
Franz Petermann ◽  
Philipp Heffter ◽  
Ulrike Petermann

Die quasi-experimentelle Studie untersucht die Wirksamkeit des schulbasierten JobFit-Trainings unmittelbar nach Abschluss des Programms und sechs Monate später. Es nahmen 104 Gesamtschüler im Alter zwischen 13;2 und 17;3 Jahren an der Studie teil. Es wurde überprüft, ob die Jugendlichen der Interventionsgruppe (n = 60) durch das Programm ihre sozialen Kompetenzen verbessern und Verhaltensprobleme aus Sicht der Lehrkräfte abgebaut werden konnten. Varianzanalysen (MANOVA, ANCOVA, ANOVA) mit den Werten des Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ-L) ergaben signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen auf den Subskalen «Emotionale Probleme», «Verhaltensprobleme», «Prosoziales Verhalten» und «Gesamtproblemwert». Die Effektstärken (post-prä) der Gruppenunterschiede variieren zwischen d = .46 und d = .86 und entsprechen den Effekten ähnlicher angloamerikanischer Programme für das Jugendalter.


Diagnostica ◽  
2007 ◽  
Vol 53 (4) ◽  
pp. 175-183 ◽  
Author(s):  
Ute Koglin ◽  
Beatriz Barquero ◽  
Heidrun Mayer ◽  
Herbert Scheithauer ◽  
Franz Petermann

Zusammenfassung. Es werden Befunde zur psychometrischen Qualität der deutschen Fassung des SDQ-Lehrer-/Erzieherfragebogens (T4-16 - SDQ) dargestellt. Dieser wurde an einer Stichprobe von N = 654 Kindern zwischen drei bis fünf Jahren in der Augsburger Längsschnittstudie zur Evaluation des Präventionsprogramms Papilio® (ALEPP) eingesetzt. Die dimensionale Struktur des Fragebogens konnte mittels einer Faktorenanalyse mit Varimaxrotation exzellent repliziert werden. Lediglich zwei Items besitzen Nebenladungen, die höher sind als .40. Die interne Konsistenz (Cronbachs Alpha) ist zufriedenstellend und variiert zwischen α =.73 und α = .86. Insgesamt fallen mit den britischen Grenzwerten ( Goodman, 1997 ) zu viele Kinder in die Kategorien mit erhöhten Werten. Es wird empfohlen, die Grenzwerte für die Skala “Prosoziales Verhalten“ um zwei Punkte zu senken und für die Problemskalen (außer für “Emotionale Probleme“) um einen Punkt heraufzusetzen. Alterseffekte zeigen sich für die Subskala “Hyperaktivität“ und für den Gesamtproblemwert, während sich Geschlechtseffekte für alle Subskalen außer für “Emotionale Probleme“ feststellen lassen. Nach diesen Ergebnissen ist der SDQ als ökonomisches und praktikables Instrument zur Beurteilung des Verhaltens von jungen Kindern zu empfehlen.


Author(s):  
Sybille Bayard ◽  
Tina Malti ◽  
Marlis Buchmann

Dieser Beitrag untersucht Einflüsse inner- und außerfamiliärer Beziehungen auf das prosoziale Verhalten von Heranwachsenden aus sozialisationstheoretischer Perspektive. Aufgrund der sich ändernden Qualität familiärer Beziehungen im Zuge des Aufwachsens vergleichen wir dabei zwei Entwicklungsstadien, mittlere Kindheit und mittlere Adoleszenz. Die inner-familiären Beziehungen in der Paardyade und der Eltern-Kind-Dyade unterscheiden wir nach affektiver und kommunikativer Dimension. Unter den außerfamiliären Beziehungen subsumieren wir elterliche Interaktionserfahrungen am Arbeitsplatz und im Freundeskreis. Es werden die beiden ersten Wellen (2006, 2007) der jüngsten Kohorte (6-Jährige) und der mittleren Kohorte (15-Jährige) des Schweizerischen Kinder- und Jugendsurvey (COCON) genutzt. Die Befunde zeigen, dass die Qualität der elterlichen Paarbeziehung vor allem in der Kindheit auf das prosoziale Verhalten wirkt. Hingegen ist die innerfamiliäre Qualität der Kommunikation für die Herausbildung prosozialen Verhaltens in der Adoleszenz bedeutsamer. Die außerfamiliären Beziehungen wirken über die affektive und kommunikative Qualität innerfamiliärer Beziehungen auf das prosoziale Verhalten.


2012 ◽  
Vol 21 (3) ◽  
pp. 141-150 ◽  
Author(s):  
Ute Koglin ◽  
Franz Petermann

Callous-unemotional Traits (CU-Traits) stellen in der emotionalen Entwicklung Abweichungen dar, wie mangelnde Empathie oder ein oberflächlicher Affekt und gehören zu den Kernmerkmalen der Psychopathy. Aus einer entwicklungspsychopathologischen Sichtweise wird in der vorliegenden Studie untersucht, ob diese affektiven Merkmale bereits bei Kindern im Kindergartenalter zu identifizieren sind und sie mit Verhaltensproblemen, besonders mit externalisierenden Verhaltensproblemen, im Zusammenhang stehen. Anhand einer Stichprobe mit 311 Kindern (durchschnittlich 5;0 Jahre) wird die Anzahl der Kinder mit Callous-unemotional-Traits (CU-Traits), erfasst mit dem „Antisocial Process Screening Device“ (APSD), identifiziert. Es werden quer- und längsschnittliche Zusammenhange zwischen CU-Traits und Erlebens- und Verhaltensprobleme (SDQ) dargestellt. 23,3 % der Kinder weisen erhöhte Werte auf der Skala CU-Traits auf. Jüngere Kinder erreichen höhere Werte, so dass normative Entwicklungseinflüsse nahe gelegt werden. Es zeigen sich eindeutige Beziehungen zwischen CU-Traits und Verhaltensproblemen sowie negative Korrelationen zu prosozialem Verhalten. In der längsschnittlichen Analyse über ein Jahr erweisen sich CU-Traits als Prädiktor für Verhaltensprobleme. Ein spezifischer Zusammenhang zwischen aggressivem Verhalten und CU-Traits kann nicht aufgezeigt werden. CU-Traits stehen besonders mit einem Defizit prosozialen Verhaltens in Verbindung. Es wird diskutiert, ob CU-Traits bei jungen Kindern dazu geeignet sind, aggressive Kinder frühzeitig zu identifizieren.


Author(s):  
Ina Schreyer-Mehlhop ◽  
Ulrike Petermann

Zusammenfassung. Vielfach wurde belegt, dass das mütterliche Erziehungsverhalten in Zusammenhang mit dem kindlichen Sozialverhalten steht. Im deutschen Sprachraum liegen jedoch nur wenige Studien für das Vorschulalter vor. In der vorliegenden Arbeit wurde an 183 Kindern im Alter von 48–72 Monaten (105 Jungen und 78 Mädchen) untersucht, wie das mütterliche Erziehungsverhalten im Vorschulalter mit Verhaltensauffälligkeiten und prosozialem Verhalten der Kinder zusammenhängt, wobei auch der Einfluss des Geschlechts des Kindes und des Migrationsstatus auf das Erziehungsverhalten der Mütter geprüft wurde. Datengrundlage waren Angaben der Mütter zum eigenen Erziehungsverhalten und zum Sozialverhalten ihrer Kinder. Bestrafende Erziehungspraktiken der Mütter waren mit Verhaltensproblemen der Kinder assoziiert. Für prosoziales Verhalten zeigte sich ein negativer Zusammenhang mit bestrafenden Erziehungspraktiken und ein positiver Zusammenhang mit positiven Erziehungspraktiken. Die Befunde legen nahe, dass das Geschlecht des Kindes und der Migrationsstatus einen Einfluss auf mütterliche Erziehungspraktiken haben. Die Ergebnisse sprechen für einen hohen Stellenwert von Präventionsmaßnahmen im Hinblick auf elterliche Erziehungskompetenzen.


2017 ◽  
Vol 64 (4) ◽  
pp. 305
Author(s):  
Harald Werneck ◽  
Maximilian Oscar Eder ◽  
Takuya Yanagida ◽  
Victoria Brückner ◽  
Stephanie Krenn

Author(s):  
Peter Fischer ◽  
Kathrin Asal ◽  
Joachim I. Krueger

Author(s):  
H. W. Bierhoff ◽  
R. Klein

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