Diagnostik einer eisendefizitären Erythropoese mittels nicht-invasiver Messung von Zink-Protoporphyrin-IX bei chirurgischen Patienten

2021 ◽  
Author(s):  
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Patricia Anna Glaser

Hintergrund: Patienten, die präoperativ an einer eisendefizitären Erythropoese (IDE) oder Anämie leiden, haben unabhängig von anderen Erkrankungen ein erhöhtes Risiko für postoperative Morbidität. Ein Eisenmangel ist der häufigste Grund für eine Anämie und kann, wenn er frühzeitig diagnostiziert wird, effizient mittels Eisensubstitution behandelt werden. Zink-Protoporphyrin (ZnPP) ist im Vergleich zu klassischen Parametern wie Ferritin ein vielversprechender Parameter, um eine IDE zu diagnostizieren. Bisher wurde der Parameter im Blut gemessen. Nun soll geprüft werden, ob eine nicht-invasive Messung valide Ergebnisse liefert. Methoden: Von März 2017 bis April 2018 wurden am Universitätsklinikum Frankfurt Patienten, die für eine Operation mit einem erwarteten Blutverlust von >10% geplant waren, auf eine IDE untersucht. Die Messung von nicht-invasivem ZnPP (ZnPP-NI) wurde mit der ZnPP-Referenz-Messung des ZnPP/Häm-Verhältnisses mittels Hochleistungsflüssigchromatographie (ZnPP-HPLC) verglichen. Die analytische Performance beim Nachweis einer IDE wurde mit im Blut gemessenen klassischen Eisenstatusparameter (Ferritin, Transferrinsättigung [TSAT], löslicher Transferrinrezeptor [sTfR] und sTfR-Index [sTfR-F]) verglichen. Ergebnis: In dieser prospektiven Studie konnten 285 chirurgische Patienten präoperativ untersucht werden. Die Limits of Agreement zwischen ZnPP-NI und ZnPP-HPLC betrugen 20,3 μmol/mol Häm (95% -Konfidenzintervall 18,0-21,3; Akzeptanzkriterien 24,4 μmol/mol Häm; absolute Bias -0,3 μmol/mol Häm). Die analytische Performance zum Nachweis einer IDE der im Blut gemessenen Parameter war: ZnPP-HPLC (0,95), sTfR (0,90), sTfR-F (0,89), ZnPP-NI (0,88), TSAT (0,87) und Ferritin (0,65). Fazit: Beim Nachweis einer IDE ist ZnPP-NI besser geeignet als Ferritin und vergleichbar valide wie TSAT. Der Vergleich mit einem Multiparameter-Index-Test ergab, dass ZnPP-NI von ≤40 μmol/mol Häm den Ausschluss einer IDE ermöglicht und ein Wert von ≥65 μmol/mol Häm eine IDE wahrscheinlich macht. ZnPP-NI kann daher für eine schnelle Erstbewertung in der IDE-Diagnostik und im Anämie Management ohne Blutentnahme verwendet werden.

2012 ◽  
Vol 19 (4) ◽  
pp. 609-615 ◽  
Author(s):  
François-Xavier Mbopi-Kéou ◽  
Stefano Mion ◽  
Bertrand Sagnia ◽  
Laurent Bélec

ABSTRACTThe study evaluated the single-platform, volumetric, CD45-assisted PanLeucogating Auto40 flow cytometer (Apogee Flow Systems Ltd., Hemel Hempstead, United Kingdom) for CD4 T cell numeration, compared to the reference FACSCalibur flow cytometer. Results of absolute counts and percentages of CD4 T cells by Auto40 and FACSCalibur of 234 tripotassium EDTA (K3-EDTA)-blood samples from 146 adults and 88 children (aged from 18 months to 5 years), living in Yaoundé, Cameroon, were highly correlated (r2= 0.97 andr2= 0.98, respectively). The mean absolute bias and relative bias between Apogee Auto40 and FACSCalibur absolute CD4 T cell counts were +9.6 cells/μl, with limits of agreement from −251 to 270 cells/μl, and +4.1%, with limits of agreement from −16.1 to 24.4%, respectively. The mean absolute bias and relative bias between Apogee Auto40 and FACSCalibur CD4 T cell results expressed as percentages were +0.05% CD4 (95% confidence interval [CI], −0.03 to 0.41), with limits of agreement from −6.0 to 5.9% CD4, and +1.0%, with limits of agreement from −32.3 to 34.4%, respectively. The Auto40 counting allowed identification of the majority of adults with CD4 T cell counts below 200 cells/μl (sensitivity, 87%; specificity, 98%) or below 350 cells/μl (sensitivity, 92%; specificity, 98%) and of children with CD4 T cell counts below 750 cells/μl (sensitivity, 82%; specificity, 98%) or below 25% CD4+(sensitivity, 96%; specificity, 99%). The Auto40 analyzer is a reliable alternative flow cytometer for CD4 T lymphocyte enumeration to be used in routine immunological monitoring according to the WHO recommendations for HIV-infected adults as well as children living in resource-constrained settings.


2013 ◽  
Vol 74 (S 01) ◽  
Author(s):  
Tang ManHon ◽  
Carol Goodman ◽  
Harry Moseley ◽  
Sam Eljamel

2008 ◽  
Vol 02 (01) ◽  
pp. 11-18
Author(s):  
G. Weigand ◽  
S. Weiner ◽  
S. Theodoridou ◽  
I. Pomhoff ◽  
R. A. Weiner

ZusammenfassungDie Zunahme der morbiden Adipositas und insbesondere der extremen Formen (super-obese patients) mit einem BMI >50 kg/m2 verlangt nach einer operativen Behandlung und der Suche nach Verfahren, die in diesen Fällen eine Gewichtsreduktion mit niedriger Morbidität erlauben. Die Schlauchmagenbildung (SMB; engl.: sleeve gastrectomy [SG]) war ursprünglich zur biliopankreatischen Diversion (BPD) und dann zum Duodenalswitch (DS) im Jahre 1988 hinzugefügt worden. Erstmalig wurde die SG 1999 als Teil des DS und dann eigenständig 2000 laparoskopisch durchgeführt. Mit der Erfahrung des Gewichtsverlusts bei den ersten Patienten stieg das Interesse an diesem Verfahren als eigenständige OP. Vorteile der SMB wurden gesehen in der niedrigen Komplikationsrate, der Vermeidung von Implantaten, der Aufrechterhaltung der physiologischen Nahrungspassage, der Vermeidung einer Malabsorption und der Möglichkeit der Konversion zu allen anderen OPVerfahren. Die Reduktion der Ghrelin-produzierenden Magenmasse kann eine Ursache für eine Überlegenheit gegenüber allen anderen pur restriktiven Verfahren darstellen. Ungeachtet dessen sind Langzeitstudien notwendig, um die SMB als eigenständige bariatrische OP einzuführen, wie sie sich bereits im Stufenkonzept für Hochrisikopatienten als erster Schritt, gefolgt von einem Magenbypass oder DS, etabliert hat. Die Zwei-Schritt-Therapie der SMB mit nachfolgendem Magenbypass oder BPD ist sicher und effektiv. Die Effizienz der SMB für Patienten mit einem BMI <50 kg/m2 und die Inzidenz von Dilatationen des Magenschlauches sind noch nicht ausreichend untersucht. Die postoperative Morbidität und Mortalität sind noch nicht endgültig ermittelt und möglicherweise auf die noch nicht standardisierte operative Technik zurückzuführen. Der Verlust an Übergewicht ist signifikant größer, wenn eine Kalibration des Schlauchmagens vorgenommen wurde. Ein entferntes Magenvolumen <500 ml scheint mit einem potenziellen erneuten Gewichtsanstieg verbunden zu sein. Die SMB kann sicher und mit guten Ergebnissen hinsichtlich Gewichtsverlust und Lebensqualität in ein bariatrisches Programm integriert werden. Die SMB kann den ersten Schritt vor einem Magenbypass oder DS darstellen, bei guten Langzeitergebnissen auch ein singuläres Verfahren sein. Die OP-Methode sollte als eine chirurgische Option eingeführt und ihre exakte Anwendung durch weitere Studien definiert werden. Nachuntersuchungen werden notwendig sein, um die Langzeitergebnisse zu evaluieren.


2006 ◽  
Vol 82 (6) ◽  
pp. 1638 ◽  
Author(s):  
Ingrid A. Boere ◽  
Dominic J. Robinson ◽  
Henriette S. de Bruijn ◽  
Jolanda Kluin ◽  
Hugo W. Tilanus ◽  
...  

Author(s):  
Stefan Kristiansson ◽  
Asta Juzeniene ◽  
Petras Juzenas ◽  
Vladimir Iani ◽  
Lennart Löfgren ◽  
...  

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