Sicherheit von Dupilumab bei schwerer atopischer Dermatitis und Covid-19-Infektion: zwei Fallberichte

2021 ◽  
pp. 1-2
Author(s):  
Silvia Ferrucci ◽  
Maurizio Romagnuolo ◽  
L. Angileri ◽  
Emilio Berti ◽  
Simona Tavecchio

Dupilumab ist ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper, der gegen die Alfa-Untereinheit des Interleukin (IL)-4-Rezeptors gerichtet ist und die Signalübertragung von IL-4 und IL-13, wichtiger Schlüsselzytokine vom Typ 2 in der Pathophysiologie der atopischen Dermatitis (AD), blockiert. Er verfügt über eine gute Wirksamkeit mit schnellem Ansprechen bei guter Sicherheit und wenigen Nebenwirkungen. Deleuran et al. wiesen in einer Arbeit die Langzeitsicherheit und -Wirksamkeit von Dupilumab nach. Ihren Angaben zufolge traten bei etwa 2 % der Patienten virale Infektionen der oberen Atemwege, Husten und Grippe auf.

1993 ◽  
Vol 13 (04) ◽  
pp. 185-190
Author(s):  
D. L. Heene ◽  
C. -E. Dempfle

ZusammenfassungBei immunologischer Messung mittels monoklonaler Antikörper gegen primäre fibrinspezifische Neoepitope ist Fibrinmonomer ein wichtiger quantitativer Parameter für eine klinisch relevante Gerinnungsaktivierung, die mit der lokalisierten oder disseminierten Bildung von Fibrin einhergeht. Potentielle Anwendungsgebiete sind die disseminierte intravasale Gerinnung (DIC), venöse Thrombosen, Lungenembolie und akute arterielle Verschlüsse. Die Messung von Fibrinmonomer wird ergänzt durch die Messung eines Parameters für die Fibrinolyseaktivierung oder eines Parameters wie D-Dimer, der eine Gerinnungs- und Fibrinolyseaktivierung widerspiegelt. Die Kombination beider Parameter erlaubt eine therapeutische Intervention sowohl auf der Seite der Gerinnung mit Antikoagulanzien als auch auf der Seite der Fibrinolyse, durch Gabe von Fibrinolytika oder Antifibrinolytika bei verschiedenen Koagulopathien, wie auch bei der Hämodialyse oder extrakorporalen Zirkulation. Durch seine hohe Empfindlichkeit und Meßgenauigkeit erlaubt der neue Fibrinmonomer-ELISA (Enzymun-Test® FM) ein Monitoring einer Antikoagulanzientherapie und damit eine Anpassung an die individuelle »Gerinnungsbereitschaft« des Patienten.


2020 ◽  
Vol 24 (08) ◽  
pp. 309-318
Author(s):  
Stephan Kemmner ◽  
Ulf Schönermarck

ZUSAMMENFASSUNGUnter immunsuppressiver Therapie besteht ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko nach Nierentransplantation (NTx), insbesondere für virale Infektionen. Bereits vor einer geplanten NTx sollte auf einen aktuellen Impfstatus geachtet werden, da nach einer Transplantation unter immunsuppressiver Therapie einerseits Lebendimpfstoffe nicht mehr gegeben werden dürfen und andererseits eine adäquate Impfantwort schwieriger zu erreichen ist. Die saisonale Influenzaimpfung kann bereits einen Monat nach Transplantation gegeben werden, für alle anderen Impfungen wird ein Abwarten von 3–6 Monaten empfohlen. Eine prophylaktische Therapie kann das Auftreten bestimmter Infektionen effektiv verhindern. Nach NTx sollte für die ersten 6 Monate eine PjP-Prophylaxe (PjP: Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie) mit Trimethoprim/Sulfamethoxazol verabreicht werden. Eine CMV-Prophylaxe (CMV: Zytomegalievirus) mit Valganciclovir erfolgt in Abhängigkeit vom Sero-Status von Empfänger und Spender i. d. R. für 3 bzw. 6 Monate. Im Falle einer Infektion kann in Abhängigkeit vom Schweregrad der Antimetabolit (meist MMF: Mycophenolatmofetil) dosishalbiert oder pausiert werden, jedoch ist dies mit einem erhöhten Rejektionsrisiko verbunden. Insbesondere bei Infektionen mit CMV und BKV (Polyomavirus BK) kann anstelle von MMF ein mTOR-Inhibitor (mTOR: „mechanistic target of rapamycin“) eingesetzt werden in Kombination mit einem niedrigdosierten Calcineurininhibitor (CNI). Bei einer COVID-19-Erkrankung (COVID-19: Coronavirus Disease 2019) nach NTx sollte wie bei anderen Infektionen in einer Kombinationstherapie zunächst der Antimetabolit bzw. der mTOR-Inhibitor dosisreduziert oder pausiert werden. Ein Absetzen des CNIs bei COVID-19 erscheint aus unserer Sicht nicht regelhaft indiziert, sondern bleibt schweren Verläufen im Einzelfall vorbehalten. Im Falle einer antiviralen Therapie bei COVID-19 muss immer an mögliche Interaktionen mit den Immunsuppressiva (v. a. mit CNI und mTOR-Inhibitoren) gedacht werden.


2021 ◽  
Vol 5 (3) ◽  
pp. 168-171
Author(s):  
Harald Prüß

Autoantikörper sind in den letzten Jahren als relativ häufige Ursache eines breiten Spektrums neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen identifiziert worden. Die Isolierung Patienten-spezifischer monoklonaler Antikörper hat es ermöglicht, die Krankheitsmechanismen zu verstehen, immunologische Signalkaskaden und Triggerfaktoren zu klären und ebnet den Weg für neue Herangehensweisen, z. B. Antikörper-spezifische Immuntherapien.


2018 ◽  
Vol 157 (02) ◽  
pp. 154-163 ◽  
Author(s):  
Markus Rupp ◽  
Felix Merboth ◽  
Diaa Daghma ◽  
Christoph Biehl ◽  
Thaqif El Khassawna ◽  
...  

ZusammenfassungLange Zeit galten Osteozyten als passive Zuschauer der Knochenhomöostase, dem Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau durch Osteoblasten und Knochenabbau durch Osteoklasten. Das Dogma der ruhenden, im Knochen eingemauerten funktionslosen Zellen hat sich seit der Jahrtausendwende grundlegend gewandelt. Osteozyten stehen vielmehr im Mittelpunkt des Knochenstoffwechsels und können somit als dessen Dirigent angesehen werden. Auf Grundlage einer Literaturrecherche in PubMed und Google Scholar mit den einzeln oder in Kombination verwendeten Suchbegriffen „osteocyte“, „fracture healing“, „bone healing“, „bone remodeling“, „bone metabolism“, „sclerostin“, „RANKL/OPG“, „Wnt-signaling pathway“, „FGF-23“ wurde die Rolle der Osteozyten im Knochenstoffwechsel anhand von präklinischen und klinischen Studien sowie Übersichtsarbeiten erarbeitet. Einzelne Fallberichte wurden hierfür nicht verwandt. Im Rahmen der Literaturrecherche wurden nur Publikationen in englischer oder deutscher Sprache berücksichtigt. Die sich aus Osteoblasten entwickelnden Osteozyten sind funktionell die zentrale Schaltstelle im Knochenmetabolismus. Morphologisch bildet ein Netzwerk von Osteozyten, die 90 – 95% der Zellen im Knochen ausmachen und im Gegensatz zu Osteoblasten und Osteoklasten das Alter des Gesamtorganismus erreichen können, durch mit Nexus miteinander verbundenen Dendriten innerhalb des Knochens die optimale Grundlage für deren funktionelle Aufgaben. Neben der Aufgabe als Mechanosensor im Knochen wird die Osteoblastenfunktion über Sclerostin, die Osteoklastenfunktion über den RANK/RANKL/OPG-Signalweg gesteuert. Ferner wird die Mineralisierung des Knochens über die lokale Phosphatkonzentration, der systemische Phosphathaushalt in Interaktion mit der Niere über FGF23 hormonell gesteuert. Das Verständnis der Rolle der Osteozyten verspricht eine weitere Verbesserung möglicher Therapiealternativen. Hinsichtlich des Knochenstoffwechsels sind bereits Sclerostinantikörper und Denosumab, ein monoklonaler Antikörper, der als OPG-Agonist fungiert, eingeführt worden. Neben den in der Osteoporosetherapie bereits etablierten Therapieansätzen sind Antikörper gegen FGF23 oder dessen Rezeptoren in der präklinischen und klinischen Erprobung. Auch Bortezomib, ein Proteasomeninhibitor, der die Lebensfähigkeit von Osteozyten verbessert, ist zur Therapie des multiplen Myeloms im klinischen Einsatz. Das zunehmende Verständnis der osteozytären Funktion lässt darüber hinaus weitere Therapiemöglichkeiten erwarten – in Orthopädie und Unfallchirurgie sind dies insbesondere die ossäre Integration von Implantaten und die medikamentöse Beeinflussung der (gestörten) Frakturheilung.


Andrologia ◽  
2009 ◽  
Vol 22 (S1) ◽  
pp. 44-55
Author(s):  
F. Donn ◽  
T. Bruns ◽  
L. Meyerrinck ◽  
C. Augustin ◽  
M. Schulz ◽  
...  

2018 ◽  
Vol 56 (03) ◽  
pp. 275-302 ◽  
Author(s):  
Wolfgang Miehsler ◽  
Clemens Dejaco ◽  
Hans-Peter Gröchenig ◽  
Harry Fuchssteiner ◽  
Christoph Högenauer ◽  
...  

ZusammenfasungAnti-TNF-α-Antikörper haben die Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen und anderer immunmediierter inflammatorischer Erkrankungen revolutioniert. Der zunehmende Einsatz dieser Substanzen war Anlass, den Konsensusbericht zur sicheren Anwendung von Infliximab der Arbeitsgruppe für Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie aus dem Jahr 2010 zu aktualisieren und auf alle anti-TNF-α-Antikörper zu erweitern. Der vorliegende Konsensusbericht fasst die aktuelle Datenlage zur sicheren Anwendung von anti-TNF-α-Antikörpern zusammen und berücksichtigt folgende Themen: allgemeines Infektionsrisiko, bakterielle Infekte (inkl. Clostridium difficile, Tuberkulose, Nahrungsmittelhygiene), Pneumozystis jiroveci, virale Infektionen (inkl. Hepatitis B, Hepatitis C, HIV, CMV, VZV), Impfungen und Impfempfehlungen, gastrointestinale Aspekte (perianale Fistel, abdominale Fistel, Stenose), dermatologische Aspekte (Haut-Malignome, Ekzem-ähnliche anti-TNF-α-assoziierte Hautläsionen), Infusionsreaktionen und Immunogenität, demyelinisierende Erkrankungen, Hepatotoxizität, Hämatotoxizität, Herzinsuffizienz, Malignomrisiko und Einsatz nach Malignomen, sowie Schwangerschaft und Stillen. Da der Konsensusbericht als praktischer Leitfaden für die sichere Anwendung dieser Substanzen dienen soll, wurden die relevanten Aspekte in einer Checkliste zusammengefasst, die sich in zwei Teile „vor Therapie“ und „während Therapie“ gliedert.


Praxis ◽  
2021 ◽  
Vol 110 (6) ◽  
pp. 293-297
Author(s):  
Giorgio Tamborrini ◽  
Raphael Micheroli

Zusammenfassung. Personen mit rheumatischen Erkrankungen, insbesondere solche unter immunmodulierender Behandlung, haben ein erhöhtes Infektionsrisiko. Andererseits ist bekannt, dass virale Infektionen eine Ursache für akute Arthralgien und für eine Arthritis sind. Wir stellen einen Fall mit ACPA- und RF-positiver rheumatoider Arthritis vor, aufgetreten nach COVID-19/SARS-CoV-2-Infektion, und diskutieren den möglichen Zusammenhang mit der Infektion.


Pädiatrie ◽  
2014 ◽  
pp. 927-944
Author(s):  
Johannes Forster ◽  
Volker Schuster ◽  
Hans Wolfgang Kreth ◽  
David Nadal ◽  
Heinz-Josef Schmitt
Keyword(s):  

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