Langzeitbehandlung von RAP-Läsionen

2016 ◽  
Vol 2 (2) ◽  
pp. 72-74
Author(s):  
Maximilian Treder

Ziel: Beurteilung der langfristigen Wirksamkeit von Ranibizumab in der Behandlung der retinalen angiomatösen Proliferation (RAP) und Identifikation von Prädiktoren für das funktionelle Behandlungsergebnis. Methoden: Retrospektive Fallserie mit 79 Augen von 68 konsekutiven Patienten mit RAP, die über ≥36 Monate nachbeobachtet wurden. Primäre Endpunkte waren die Veränderung der besten korrigierten Sehschärfe (Visus c. c.) und der zentralen Netzhautdicke nach 36 Monaten und beim letzten Termin. Ergebnisse: Die mittlere Nachbeobachtungsdauer betrug 59,8 ± 16,0 Monate. Alle Augen wurden mit Ranibizumab pro re nata behandelt; mit (n = 33) oder ohne (n = 46) begleitende photodynamische Therapie (PDT). Eine Stabilisierung oder Verbesserung des Visus c. c. lag nach 36 Monaten bei 50,6% der Patienten vor und am Ende der Nachbeobachtung bei 40,5%, wobei bei 20,3% das Lesevermögen erhalten blieb. Eine signifikante Abnahme der zentralen Netzhautdicke war nach 36 Monaten festzustellen (p < 0,001), nicht jedoch am Ende des Nachbeobachtungszeitraums. Eine geographische Atrophie (GA) lag beim letzten Termin in 59,5% der Augen vor. Subretinale Flüssigkeit zu Studienbeginn war mit einem besseren visuellen Outcome assoziiert (p = 0,001). Die Ergebnisse der Kombinationstherapie mit intravitrealem Ranibizumab und PDT unterschieden sich nicht signifikant von denen der Ranibizumab-Monotherapie. Schlussfolgerung: Von der Langzeittherapie bei RAP-Läsionen sind in der klinischen Praxis bescheidene Erfolge zu erwarten, was vermutlich auf das Auftreten von GA zurückzuführen ist. Subretinale Flüssigkeit zu Studienbeginn korrelierte positiv mit dem Visus c. c. am Ende der Studie. Übersetzung aus Ophthalmologica 2016;55:119-125 (DOI:10.1159/000441797)

2016 ◽  
Vol 234 (06) ◽  
pp. 805-810 ◽  
Author(s):  
K. Wand ◽  
K. Tetz ◽  
I. Fischinger ◽  
C. Lohmann ◽  
M. Maier ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund: Zur Behandlung der neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration (nAMD) ist die intravitreale Anti-VEGF-Therapie Goldstandard. Inwiefern eine additive photodynamische Therapie (PDT) das funktionelle und strukturelle Ergebnis beeinflussen kann, wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Ziel unserer Studie war es, den funktionellen und morphologischen Effekt der Kombinationstherapie mit PDT plus Ranibizumab im Vergleich zur Monotherapie mit Ranibizumab im Langzeitverlauf zu untersuchen. Material und Methoden: In einer retrospektiven Studie wurden die Daten von Patienten mit nAMD ausgewertet, die für mindestens 42 Monate nachbeobachtet wurden. Patienten wurden der Gruppe A (Monotherapie mit Ranibizumab nach pro re nata [PRN]) oder der Gruppe B (Kombinationstherapie mit einmaliger PDT plus Ranibizumab nach PRN) zugeordnet. Ausgewertet wurden der beste korrigierte Visus (BCVA) zum Start- und Endzeitpunkt sowie die zentrale Retinadicke (CRT), die maximale Retinadicke (MRT) und der Durchmesser der Plaquebasis in der Spectral Domain optischen Kohärenztomografie (SD-OCT) zum 1. Mess- und zum Endzeitpunkt. Ergebnisse: Eingeschlossen wurden in die Gruppe A 21 Augen (17 Patienten), in die Gruppe B 12 Augen (11 Patienten). Der mittlere Nachbeobachtungszeitraum von Start- bis Endpunkt betrug 64 Monate, von Erstmessung SD-OCT bis Endpunkt 47 Monate. Im Zeitraum zwischen Start- und Endpunkt erhielten die Patienten der Gruppe A 19 ± 14 intravitreale Injektionen, der Gruppe B 22 ± 10. Der BCVA zum Startpunkt betrug in der Gruppe A 0,31 ± 0,26 dezimal, in der Gruppe B 0,31 ± 0,17, zum Endpunkt in der Gruppe A 0,29 ± 0,25 (p = 0,405) und in der Gruppe B 0,25 ± 0,20 (p = 0,142). Die CRT zeigte in der Gruppe A eine Abnahme von 72 ± 178 µm (p = 0,024), in der Gruppe B eine Abnahme von 28 ± 98 (p = 0,1335). Die MRT zeigte analog in der Gruppe A eine Abnahme von 25 ± 135 µm (p = 0,166) und in der Gruppe B eine Abnahme von 2 ± 118 µm (p = 0,421). Die Plaquebasis zeigte eine Zunahme von 32 ± 1468 µm in der Gruppe A (p = 0,242) und 748 ± 1024 in der Gruppe B (p = 0,025). Schlussfolgerung: Über einen Beobachtungszeitraum von im Mittel 5,3 Jahren zeigten Patienten mit nAMD in beiden Gruppen vergleichbare Ergebnisse mit guter Visusstabilisierung. Es kam in beiden Gruppen tendenziell zu einer Abnahme der Retinadicke sowie zu einer Zunahme der Plaquebasis. Bezüglich der SD-OCT-basierten morphologischen Kriterien zeigten Patienten der Monotherapiegruppe tendenziell ein besseres Therapieansprechen.


2009 ◽  
Vol 47 (09) ◽  
Author(s):  
UW Denzer ◽  
A Hofer ◽  
C Hillert ◽  
B Nahsan ◽  
N Soehendra ◽  
...  

2010 ◽  
Vol 48 (08) ◽  
Author(s):  
K Wirths ◽  
A Dechene ◽  
P Hilgard ◽  
JF Riemann ◽  
G Gerken ◽  
...  

2003 ◽  
Vol 29 (08/09) ◽  
Author(s):  
T Schmook ◽  
C Ulrich ◽  
R Schnall ◽  
F Hevert ◽  
P Fuglerud ◽  
...  

2003 ◽  
Vol 29 (08/09) ◽  
Author(s):  
A Arnold ◽  
K Kohl ◽  
M Jünger

2012 ◽  
Vol 109 (2) ◽  
pp. 165-170 ◽  
Author(s):  
N. Szentmáry ◽  
S. Goebels ◽  
M. Bischoff ◽  
B. Seitz

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