Vitrektomie mit Dexamethason-Implantat bei therapierefraktärem diabetischem Makulaödem
Ziel: Beurteilung der 1-Jahres-Ergebnisse einer Vitrektomie mit 25-Gauge-Mikroinzision (MIV25) in Kombination mit intraoperativer Injektion eines Dexamethason (DEX)-Implantats zur Behandlung eines persistierenden diabetischen Makulaödems (DMÖ). Methoden: Eingeschlossen wurden Patienten mit DMÖ seit ≥12 Monaten, die sich einer MIV25-Vitrektomie mit DEX-Implantation unterzogen hatten. Wir untersuchten die beste korrigierte Sehschärfe (Visus c. c.) und die zentrale Netzhautdicke nach dem Eingriff. Ergebnisse: 18 Augen wurden in die Analyse einbezogen. Präoperativ betrug der Visus c. c. durchschnittlich 0,90 logMAR und die zentrale Netzhautdicke 594 µm. Danach ging die die zentrale Netzhautdicke bis zur Nachuntersuchung nach 3 Monaten zurück, nahm bis Monat 6 tendenziell wieder zu, stabilisierte sich jedoch bis Monat 12; hierbei erhielten 5 Augen 5 Monate postoperativ zusätzliche Behandlungsmaßnahmen. Eine statistisch signifikante Verbesserung des Visus c. c. lag ab einem Monat nach der Behandlung bei allen Nachuntersuchungsterminen vor (p < 0,001). Schlussfolgerung: Ein MIV25-Eingriff in Kombination mit der Injektion eines DEX-Implantats kann als wirksame und sichere Behandlungsoption bei therapierefraktärem DMÖ durchgeführt werden. Übersetzung aus Ophthalmologica 2016;235:150-156 (DOI:10.1159/000443751)