Intravitreales Dexamethason-Implantat als Zusatz-therapie zu Ranibizumab bei neovaskulärer alters- bedingter Makuladegeneration: Eine multizentrische randomisierte kontrollierte Studie
Zielsetzung: Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von Dexamethason 0,7 mg als intravitreales Implantat (DEX) zusätzlich zu Ranibizumab bei neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (nvAMD). Ablauf: Hierbei handelte es sich um eine einfach maskierte, multizentrische Studie von 6 Monaten Dauer. Die Patienten wurden per Randomisierung entweder der DEX-Implantation (n = 123) oder einer Scheinbehandlung (n = 120) zugeteilt und erhielten 2 im Protokoll vorgesehene intravitreale Injektionen mit Ranibizumab. Der primäre Endpunkt war das injektionsfreie Intervall bis zur ersten nach Bedarf verabreichten Ranibizumab-Injektion. Ergebnisse: DEX verlängerte das injektionsfreie Intervall im Vergleich zur Scheinbehandlung (50. Perzentile: 34 vs. 29 Tage; 75. Perzentile: 85 vs. 56 Tage; p = 0,016). Bei 8,3% der mit DEX und 2,5% der scheinbehandelten Patienten wurde keine Ranibizumab-Bedarfsmedikation erforderlich (p = 0,048). Bei den Parametern Sehschärfe und Netzhaut-Dicke waren die Ergebnisse der DEX- und scheinbehandelten Patienten vergleichbar. Lediglich bei Bindehautblutungen (18,2 vs. 8,5%) und erhöhtem Augeninnendruck (13,2 vs. 4,2%) bestanden signifikante Unterschiede zwischen der DEX- und der Scheinbehandlungsgruppe. Schlussfolgerung: DEX verringerte bei nvAMD-Patienten den zusätzlichen Ranibizumab-Bedarf und zeigte eine akzeptable Verträglichkeit. Übersetzung aus Ophthalmologica 2015; 234: 40-54 (DOI: 10.1159/000381865)