Intravitreales Dexamethason-Implantat als Zusatz-therapie zu Ranibizumab bei neovaskulärer alters- bedingter Makuladegeneration: Eine multizentrische randomisierte kontrollierte Studie

2016 ◽  
Vol 2 (1) ◽  
pp. 22-23

Zielsetzung: Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von Dexamethason 0,7 mg als intravitreales Implantat (DEX) zusätzlich zu Ranibizumab bei neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (nvAMD). Ablauf: Hierbei handelte es sich um eine einfach maskierte, multizentrische Studie von 6 Monaten Dauer. Die Patienten wurden per Randomisierung entweder der DEX-Implantation (n = 123) oder einer Scheinbehandlung (n = 120) zugeteilt und erhielten 2 im Protokoll vorgesehene intravitreale Injektionen mit Ranibizumab. Der primäre Endpunkt war das injektionsfreie Intervall bis zur ersten nach Bedarf verabreichten Ranibizumab-Injektion. Ergebnisse: DEX verlängerte das injektionsfreie Intervall im Vergleich zur Scheinbehandlung (50. Perzentile: 34 vs. 29 Tage; 75. Perzentile: 85 vs. 56 Tage; p = 0,016). Bei 8,3% der mit DEX und 2,5% der scheinbehandelten Patienten wurde keine Ranibizumab-Bedarfsmedikation erforderlich (p = 0,048). Bei den Parametern Sehschärfe und Netzhaut-Dicke waren die Ergebnisse der DEX- und scheinbehandelten Patienten vergleichbar. Lediglich bei Bindehautblutungen (18,2 vs. 8,5%) und erhöhtem Augeninnendruck (13,2 vs. 4,2%) bestanden signifikante Unterschiede zwischen der DEX- und der Scheinbehandlungsgruppe. Schlussfolgerung: DEX verringerte bei nvAMD-Patienten den zusätzlichen Ranibizumab-Bedarf und zeigte eine akzeptable Verträglichkeit. Übersetzung aus Ophthalmologica 2015; 234: 40-54 (DOI: 10.1159/000381865)

2020 ◽  
Vol 70 (11) ◽  
pp. 475-480
Author(s):  
Claudia Pieper ◽  
Sarah Schröer ◽  
Helen Spanier ◽  
Simon Cohen ◽  
Holger Russ ◽  
...  

ZusammenfassungMitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen sind berufsbedingt besonderen Belastungen ausgesetzt. Diese entstehen durch das Auseinandersetzten mit Leid und Tod oder durch traumatisierende Erfahrungen mit Patientinnen und Patienten. Daraus können negative gesundheitliche Auswirkungen seelischer und körperlicher Art folgen. Möchten Betroffene dem entgegenwirken, so lassen sich nur selten präventive Maßnahmen finden. Gefördert durch den Innovationsfonds sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen innovativ in Form von Kreativen Stärkungsgruppen nachhaltig gestärkt werden.Das UPGRADE-Projekt bietet die Teilnahme an Kreativen Stärkungsgruppen. Zur Untersuchung der Wirksamkeit wird eine randomisierte kontrollierte Studie mit 366 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (Alter > 18) durchgeführt. Die Interventionsgruppe nimmt an den Kreativen Stärkungsgruppen teil. Beide Gruppen werden zu 3 Zeitpunkten zur Arbeitszufriedenheit, der subjektiven Arbeitsbelastung und Arbeitsfähigkeit befragt, um eine mögliche Veränderung durch die Teilnahme an den Kreativen Stärkungsgruppen festzustellen. Um die Umsetzbarkeit der Intervention zu bewerten, wird eine ergänzende formative Evaluation durchgeführt.Wenn sich das Angebot der Kreativen Stärkungsgruppen im UPGRADE-Projekt als niedrigschwelliges Angebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen als wirksam erweist, ist eine Anpassung und Umsetzung in anderen Bereichen möglich und wichtig.


2015 ◽  
Vol 10 (S 01) ◽  
Author(s):  
JB Groener ◽  
I Neus ◽  
M Hartmann ◽  
S Kopf ◽  
E Kliemank ◽  
...  

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