Intravitreales Dexamethason-Implantat bei Patienten mit persistierendem Makulaödem unterschiedlicher Ätiologie
Ziel: Untersuchung der Auswirkungen eines Systems zur intravitrealen Applikation von Dexamethason (DEX-DDS) in der Behandlung des persistierenden zystoiden Makulaödems (CME) bei unterschiedlicher Ätiologie.Methoden: 37 Augen mit persistierendem CME wurden mit dem DEX-DDS behandelt und auf Veränderungen der Sehschärfe mit bester Korrektur (best corrected visual acuity; BCVA) und in der optischen Kohärenztomographie analysiert. Die Augen wurden in drei Kategorien eingeteilt: diabetisches Makulaödem (n = 14), Venenverschluss (n = 15) und Uveitis (n = 7).Ergebnisse: Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 22 ± 6,9 Wochen. Der BCVA-Wert verbesserte sich von 0,62 ± 0,38 auf 0,35 ± 0,29 logMAR (p < 0.0001). Die zentrale Makuladicke nahm gegenüber dem Studienbeginn um 184 ± 246 µm ab (p < 0,0001). Bei denjenigen Augen, in denen das CME abklang und dann wiederkehrte, betrug die durchschnittliche CME-freie Zeit 11 Wochen. Dabei zeigte die Uveitis-Gruppe die schnellste Rückbildung des CME (2 Wochen) und eine längere CME-freie Zeit (20 Wochen). Eine ähnliche Wirksamkeit war bei erneuten DEX-DDS-Injektionen zu beobachten. Das Sicherheitsprofil war gut.Schlussfolgerung: Das DEX-DDS ist in der Therapie des persistierenden CME von Nutzen. Bei Uveitis verläuft die Rückbildung des CME im Vergleich zu anderen CME-Ätiologien besonders schnell, und die Wirkung hält am längsten an.Übersetzung aus Ophthalmologica 2014;232:83-91 (DOI: 10.1159/000360304)