scholarly journals Akademische multizentrische Studien im Fokus: Auswirkungen der Arzneimittelgesetzgebung auf Therapieoptimierungsstudien in der Hämatologie/Onkologie

Onkologie ◽  
2013 ◽  
Vol 36 (s2) ◽  
pp. 23-28 ◽  
Author(s):  
Kristina Ihrig ◽  
Birgit Fath ◽  
Michael Fuchs ◽  
Michael Hallek ◽  
Norbert Marschner ◽  
...  
2006 ◽  
Vol 25 (03) ◽  
pp. 142-146
Author(s):  
J. Wissel ◽  
T. Winter

ZusammenfassungIn den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Konzept der neuronalen Plastizität im Tiermodell sowie in Untersuchungen mittels funktioneller Bildgebung beim Menschen als tragfähig erwiesen. Das physiologisch-anatomische Korrelat der funktionellen motorischen Erholung kann nach fokalen Hirnschädigungen schlüssig abgebildet werden. In diesem Zusammenhang entwickelte sich ein erweitertes Verständnis der zentralen, transmittervermittelten Prozesse bei der Restitution motorischer Funktionsdefizite bei Patienten nach ischämischem Hirninfarkt. Die in diesem Modell für eine möglichst weitgehende Erholung der Funktion als günstig postulierten Vorgänge waren in den letzten Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Tierexperimentelle Daten von Feeney lieferten die erste Hinweise, dass noradrenerge Effekte, in Kombination mit Bewegung, die Wiederherstellung der motorischen Funktion signifikant fördern. Übertragen auf den Menschen untersuchten Walker-Batson und Kollegen die Wirkung von D-Amphetamin zusätzlich zur motorischen Übungsbehandlung an Schlaganfallpatienten. Die zunächst ermutigenden Ergebnisse konnten jedoch von anderen Arbeitsgruppen nicht nachvollzogen werden, so dass die Gabe von D-Amphetamin zur Unterstützung der motorischen Rehabilitation derzeit nicht empfohlen werden kann. Die Anwendung der gepulsten L-Dopa-Gabe zeitnah vor einer Physiotherapie ist dagegen in einer Arbeit von Scheidtmann et al. belegt und findet mittlerweile klinische Anwendung. Des Weiteren wurde in zum Teil kleineren Patientenkollektiven der Effekt von selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und Methylphenidat untersucht. Dabei haben sich Hinweise ergeben, dass sich auch die Gabe dieser Substanzen auf die motorischer Rehabilitation günstig auswirkt. Große, multizentrische Studien sind notwendig um darzustellen, ob und wie pharmakologische Interventionen ergänzend zu Physiotherapie die motorische Restitution nach Hirninfarkt fördern können.


2015 ◽  
Vol 34 (12) ◽  
pp. 1012-1015
Author(s):  
S. Wagner ◽  
A. Engel ◽  
S. Kayser ◽  
M. Kloß

ZusammenfassungEinleitung: Der folgende Artikel gibt eine Übersicht der klinischen Daten über Fallserien von Behandlungen mit Magnetkrampftherapie bei schwerer uniund bipolarer Depression. Material und Methoden: Es wurde eine PubMed-Recherche mit den Stichwörtern “magnetic seizure therapy” und “clinical trials” durchgeführt. Die Ergebnisse zu Nebenwirkungen (insbesondere der Kognition), Wirksamkeit und Bildgebung werden dargestellt. Ergebnisse: Die PubMed-Recherche identifizierte neun Publikationen, die die Suchkriterien erfüllten. Alle Publikationen berichteten über kognitive Untersuchungen, wobei vernachlässigbare kognitive Änderungen nach MKT berichtet wurden. In fünf Publikationen wurde über eine antidepressive Wirkungen durch die MKT berichtet (Response von etwa 40% bis 70%). In zwei Publikationen wurden metabolische Veränderungen nach MKT beschrieben. Schlussfolgerungen: Die MKT könnte eine effektive, sichere und nebenwirkungsärmere Alternative zur EKT bei schwerer Depression darstellen. Randomisierte, multizentrische Studien mit größeren Fallzahlen sind notwendig, um die Generalisierbarkeit der Ergebnisse beurteilen zu können.


2020 ◽  
Author(s):  
Clara Breidenbach ◽  
Nora Tabea Sibert ◽  
Simone Wesselmann ◽  
Christoph Kowalski

Zusammenfassung Ziel der Studie Für die Forschung am Menschen nehmen Ethikkommissionen (EK) eine unverzichtbare Überwachungs- und Regulierungsfunktion ein. Bei multizentrischen Beobachtungsstudien werden neben einem Erstvotum meist lokale Zweitvoten von den EKs der beteiligten Zentren gefordert. Ziel dieser Analyse ist es, einen Überblick über die verwendeten Ressourcen und den Prozess für die Beratung durch EKs bei einer multizentrischen Beobachtungsstudie in Deutschland zu geben. Methoden Dazu wurde eine Querschnittsanalyse durchgeführt und die eingesetzten Ressourcen und Aktivitäten seitens der zentralen Studienleitung für den Zeitraum April 2018–März 2019 dokumentiert. An der Studie, für die die Beratung der EK eingeholt wurde, nehmen 106 zertifizierte Darmkrebszentren in 15 Bundesländern teil. Ergebnisse Es mussten Anträge bei EKs von 14 Landesärztekammern und 7 Unikliniken eingereicht werden. Es wurden insgesamt 6305 Euro Beratungsgebühren von den EKs abgerechnet, die erhobenen Gebühren variierten dabei zwischen 50 und 1400 Euro. Für die teils mehrfachen Ausführungen der Antragsunterlagen wurden 2986 Blatt DIN A4-Papier gedruckt. Das zentrale Studienmanagement wendete ca. 210 Arbeitsstunden auf. Die Beratung erfolgte in allen Fällen schriftlich und dauerte im Median 32 Tage (Range: 4–177 Tage). Schlussfolgerung Ein bundeseinheitliches Verfahren für die Beratung durch EKs für multizentrische Studien könnte den finanziellen, materiellen und personellen Aufwand deutlich reduzieren und sollte zukünftig angestrebt werden. Im Sinne ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit sollten zudem Online-Verfahren erwogen werden.


2014 ◽  
Vol 25 (4) ◽  
pp. 186-190
Author(s):  
Constanze Schulze ◽  
Ulrich Elbing ◽  
Harald Gruber

Zusammenfassung. Die aktuellen Entwicklungen im Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Anspruch nach wissenschaftlicher (empirischer) Fundierung von Therapieangeboten führen zu hohen Forschungsanforderungen auch an die Kunsttherapie. Daraus erwächst die Notwendigkeit zur Intensivierung und besseren Koordination von Forschung ebenso wie die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Der „Forschungsverbund Kunsttherapie“ zielt seit seiner Gründung 2009 auf die Etablierung einer leistungsfähigen Kooperationsstruktur zwischen den beteiligten Hochschulen. Ebenso ist die Entwicklung angemessener Forschungsstrategien im Rahmen der Künstlerischen Therapien ein übergreifendes Ziel, um u. a. multizentrische Studien bestmöglich durchführen zu können. Damit verbunden ist auch die bessere Verzahnung von akademischer Lehre und Forschungspraxis in den Hochschulen. In den Forschungsverbund integriert ist ein Promotionskolloquium, in dem Promovendinnen ihre Forschungsvorhaben regelmäßig zur Diskussion stellen. Mit der Gründung des Forschungsverbundes haben sich effektive Arbeitsformen entwickelt, aus dem bereits sieben erfolgreiche Absolventen hervor gegangen sind. Zudem konnten mit der Universität Witten/ Herdecke und der Universität Ulm arbeitsfähige Partnerschaften des Verbundes geschaffen werden, die sich u. a. in einer entsprechenden Publikationstätigkeit niederschlagen. Insgesamt bestätigen die Ergebnisse des Forschungsverbunds, dass der systematische Aufbau hochschulübergreifender Zusammenarbeit für die erfolgreiche Bewältigung anstehender Forschungsaufgaben unabdingbar ist. Perspektivisch sind die Arbeitsstrukturen im Sinne von kooperativen Promotionen mit weiteren Universitäten auszubauen. Die Gründungsphase des Verbundes wurde von 2009 bis 2013 von der Software AG Stiftung gefördert.


1983 ◽  
Vol 03 (02) ◽  
pp. 52-58 ◽  
Author(s):  
R. Schmutzler

ZusammenfassungDie einzelnen Etappen einer 20jährigen Geschichte der klinischen Behandlung des akuten Herzinfarktes mit Streptokinase werden gedanklich noch einmal durchlaufen. Da der Koronarverschluß in 80-90 % ein Thrombus ist, bietet sein frisches Substrat die Voraussetzung zur thrombolytischen Behandlung. Tierexperimente, klinische Untersuchungen und multizentrische Studien kontrollierter Patientenkollektive lassen schon in den sechziger Jahren erkennen, daß vor allem 3-4 Std. alte Infarkte den größten Nutzen aus einer damals ausschließlich intravenosen SK-Behandlung ziehen. Seit 1978 kann die koronare Thrombolyse angiographisch bewiesen und die günstigen Auswirkungen der rechtzeitigen Reperfusion auf das Myokard mit modernen Meßmethoden beurteilt werden. Ein Großteil der friiheren Resultate bestatigt sich heute. Die intrakoronare Kurzzeitapplikation von SK mit einem vorausgehenden intravenosen SK-Bolus erreicht in kardiologischen Zentren mit 90% die optimale Lyserate. Die fur das Gros der Infarktpatienten verbleibende systemische hochdosierte Kurzzeitlyse gelingt bisher bei 63%. Diese Rate kann moglicherweise noch verbessert werden.


2019 ◽  
Vol 50 (05) ◽  
pp. 513-523
Author(s):  
Kerstin Junker ◽  
Philip Zeuschner

ZusammenfassungDie Entdeckung von immer kleineren Tumoren durch den umfassenden Einsatz von bildgebenden Verfahren, die Erweiterung der operativen Techniken und der systemischen Therapieoptionen fordern auch für Nierentumorpatienten eine Individualisierung der Therapie. Essenzielle Voraussetzung ist dabei die Kenntnis der Tumorbiologie, da sie eine differenzierte Diagnostik, individuelle Prognosebewertung und Therapiewahl, basierend auf Biomarkern, und die Entwicklung von neuen Therapiestrategien ermöglicht.Nierenzelltumore werden aktuell in 16 histologische Subtypen unterschieden, die durch spezifische genetische Veränderungen charakterisiert sind. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Aggressivität ist die Kenntnis der Subtypen sowohl für die Therapieentscheidung als auch für die Nachsorge wichtig. Molekulare Marker können bei der Differenzialdiagnose eingesetzt werden. Molekulare Signaturen werden zukünftig aber auch wesentlich zur Prognosedifferenzierung innerhalb der Subtypen beitragen, wie für das klarzellige Nierenzellkarzinom bereits gezeigt wurde. Dies wird zur Entwicklung differenzierter Nachsorgeprotokolle und zu einer genaueren Selektion der Patienten für adjuvante Therapien führen. Für metastasierte Patienten stehen immer mehr medikamentöse Therapien zur Verfügung, die zielgerichtet in bestimmte zelluläre Signal- oder Kommunikationswege eingreifen. Auch wenn bisher noch keine validen prädiktiven Biomarker verfügbar sind, liegen vielversprechende Daten zu molekularen Signaturen in Korrelation mit dem Ansprechen auf Tyrosinkinaseinhibitoren oder Checkpointinhibitoren vor, die in Zukunft wesentlich besser als die klinischen Scores eine individuelle Therapiewahl ermöglichen werden.Zur Überführung der vielversprechenden Biomarker in die klinische Praxis sind nun prospektive multizentrische Studien erforderlich. Die Berücksichtigung von bereits vorhandenen Erkenntnissen aus der Tumorbiologie der verschiedenen NZK-Entitäten sowohl bez. der veränderten Signalwege in den Tumorzellen selbst als auch der Rolle des Mikromilieus einschließlich der Immunzellen ist eine essenzielle Voraussetzung für eine weitere Verbesserung von Diagnostik und Therapie.


2018 ◽  
Vol 67 (01) ◽  
pp. 38-42
Author(s):  
Michael Wullinger

ZusammenfassungGroßangelegte multizentrische Studien weisen die Akupunktur als evidenzbasierte Therapie der allergischen Rhinitis aus. Der Artikel beschreibt das Konzept der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bei der Behandlung des Heuschnupfens. Im Anschluss wird das modifizierte Vorgehen bei der Therapie einer Hausstaubmilbenallergie sowie einer Tierhaarallergie dargestellt. Es werden wichtige Studien zur Behandlung allergischer Erkrankungen mit Akupunktur sowie Konsequenzen, die sich daraus für die Behandlung in der Praxis ziehen lassen, beschrieben. Abschließend werden Möglichkeiten und Grenzen der Akupunktur und anderer Therapieverfahren der TCM bei der Behandlung von Heuschnupfen, Asthma und atopischem Ekzem aufgezeigt.


2019 ◽  
Vol 51 (06) ◽  
pp. 424-433
Author(s):  
Christoph Hirche ◽  
Holger Engel ◽  
Katrin Seidenstuecker ◽  
Christian Taeger ◽  
Hans-Günther Machens ◽  
...  

ZusammenfassungDas sekundäre Lymphödem ist eine komplexe Erkrankung, die durch chronische Inflammation und reduzierte Immunkompetenz, Ansammlung von Lymphflüssigkeit und Proteinablagerungen sowie sekundärer Fettablagerung und Fibrosierung bei der Stadienmigration charakterisiert ist. Während die Domäne der Behandlung immer noch eine lebenslange komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) ist, wird der Fokus auf chirurgische Verfahren zur physiologischen Rekonstruktion gesetzt. Die lymphovenösen Anastomosen (LVA) und die freie, vaskularisierte Lymphknotentransplantation (VLKT) sind die am verbreitetsten angewendeten, rekonstruktiven Techniken, die die Wiederherstellung oder Verbesserung der physiologischen Lymphtransportkapzität adressieren. Der vorliegende Artikel fasst die Empfehlungen eines Expertenpanels zur Diagnostik, Indikation und Therapie von LVA und VLKT bei sekundären Lymphödemen während der 40. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Mikrochirurgie der peripheren Nerven und Gefäße (DAM) in Lugano, Schweiz, zusammen und diskutiert sie. Das Expertengremium befasste sich mit der Diagnostik für die lymphorekonstruktive Chirurgie, einschließlich der essentiellen Anwendung der Fluoreszenz-Lymphangiographie mit Indocyaningrün (ICG) und der intraoperativen Navigation für beide Techniken sowie dem „reverse mapping“, um die Rate des Hebestellen-Lymphödems nach VLKT zu reduzieren, sowie die Verwendung von Lymphödem-spezifischen Fragebögen zur Lebensqualität. Sowohl LVA als auch VLKT werden einschließlich Tipps und Tricks zur Identifizierung funktioneller Lymphkollektoren, Ausrüstung, Anastomosenarten und Dokumentation für LVA sowie Auswahl der Spender- und Empfängerstelle, Anzahl der inkludierten Lymphknoten und Herangehensweise an spezifische Spenderstellen, wie z. B. jejunal-mesenterial für den VLKT, beschrieben. Die synchrone und sequentielle Anwendung von LVA, VLKT und/oder ablativer Liposuktion wird vor dem Hintergrund der Wirksamkeit und Morbidität diskutiert. Schließlich werden Empfehlungen zur postoperativen Behandlung und Diagnostik erörtert. Die vorliegende Konsensusarbeit adressiert eine Erhöhung des Standardisierungsgrades der Behandlung für weitere multizentrische Studien im deutschsprachigen Raum in diesem aufstrebenden Gebiet der Lymphödemtherapie.


1990 ◽  
Vol 35 (s2) ◽  
pp. 180
Author(s):  
K Howorka ◽  
H. Thoma ◽  
R. Schachhuber ◽  
H. Lanmüller ◽  
W. Mayr

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