5. Entnahme der Vena saphena magna und der Arteria radialis

Phlebologie ◽  
1999 ◽  
Vol 28 (05) ◽  
pp. 144-148 ◽  
Author(s):  
V.Th.Ph. Tran ◽  
Adelheid Nelle ◽  
P. Glowacki ◽  
N. Frings

Zusammenfassung Ziel und Methoden: In einer retrospektiven Studie an n = 400 korrekt durchgeführten Magnakrossektomien (Krossenligatur mit resorbierbarem Vicryl®) haben wir überprüft, wie häufig sich trotz sorgsam durchgeführter Operation ein postoperatives Rezidiv einstellt. Mittels Doppler-/Duplexsonographie konnten n = 81 (20,25%) Leisten 4-5 Jahre postoperativ nachuntersucht werden. Ergebnis: Die gesamte Rate an Krossenrezidiven (inzwischen nachoperiert) lag bei n = 6. Dies entspricht 7,4% bezogen auf die n = 81 Nachuntersuchungen. In n = 21 (25,9%) fand sich eine geringe inguinale Insuffizienz bedingt durch einen kleinen V.-femoralis-Ast. Als Ursache für die postoperativen inguinalen Refluxe/Rezidive konnte eine tiefe Leitveneninsuffizienz ausgeschlossen werden. Schlußfolge-rung: Aufgrund der uniformen Befunde bei unseren n = 6 Krossenrevisionen stellen wir die Hypothese auf, daß unsere Rezidive ausschließlich durch eine Neoangiogenese im Krossenbereich verursacht worden sind. Die Frage wird diskutiert, ob sich diese Neoangiogenese verhindern läßt durch eine Krossenversorgung mit nicht resorbierbarem Nahtmaterial bzw. durch eine fortlaufende nicht resorbierbare Übernähung des Krossenstumpfes, wodurch verhindert wird, daß freies Stumpfendothel in Kontakt mit dem umliegenden Subkutangewebe kommt.


Phlebologie ◽  
2004 ◽  
Vol 33 (01) ◽  
pp. 01-07 ◽  
Author(s):  
R. Vari ◽  
M. Helmdach ◽  
K. Salfeld ◽  
K. S. Sagoo
Keyword(s):  

ZusammenfassungDie Vena giacomini verbindet das Stromgebiet der oberflächlichen Stammvenen Vena saphena magna (VSM) und Vena saphena parva (VSP) im Sinne einer kollateralen Vernetzung. Sie wird häufig sowohl in der präoperativen Diagnostik wie auch während der Operation aufgrund ihrer variablen Anatomie und der schweren Zugänglichkeit übersehen oder vernachlässigt. Die V. giacomini stellt dadurch bei Stammvarikosis von VSM und/ oder VSP eine pathophysiologische Verbindung her, wodurch die Insuffizienz der einen Stammvene auf die andere übertragen werden kann und Rezidiventwicklung begünstigt wird. Anhand von 173 Fällen werden Problematik, Konzepte und Strategien der Chirurgie dieser Vene dargestellt.


Phlebologie ◽  
2004 ◽  
Vol 33 (06) ◽  
pp. 186-190 ◽  
Author(s):  
T. Hofer

Zusammenfassung Ziel: Welche klinische Bedeutung hat das echte Magnakrossenrezidiv (MKR) im Kontext mit der natürlichen Progression der Varizenkrankheit in einem Kollektiv von Voroperierten (KVO)? Methode: Bei 221 Patienten mit erneuter Varizenbildung bei Zustand nach früher erfolgten Krossektomien mit oder ohne Stripping epifaszialer Varizen werden die MKR und die von ihnen ausgehenden Rezidivvarizen auf ihre klinische und hämodynamische Relevanz hin untersucht und den im Rahmen der Progression der Varikosis neu aufgetretenen Magnakrosseninsuffizienzen (nMKI) gegenübergestellt. Ergebnisse: Neben 112 nMKI bestehen 118 MKR, 46 von ihnen stehen in Verbindung mit einem noch in situ gelegenen Magnastamm (oder kalibermäßig vergleichbarem Gefäß). In 50% lässt sich in diesen Fällen photoplethysmographisch ein pathologischer T0-Wert <19 s nachweisen. 54 MKR, in Verbindung stehend mit unsystematischen Seitenastvarizen oder einer Vena saphena magna accessoria zeigen nur in 24% T0-Werte <19 s (p = 0,014). 39% der MKR erfordern eine erneute operative Revision. Dies entspricht 20% der duplexsonographisch nachgewiesenen MKR und nMKI im KVO. Schlussfolgerung: Die klinische Relevanz der MKR bleibt bescheiden im direkten Vergleich mit der Progression der Varizenkrankheit.


Phlebologie ◽  
2005 ◽  
Vol 34 (01) ◽  
pp. 15-18
Author(s):  
F. Präve ◽  
V. Hach-Wunderle ◽  
W. Hach

ZusammenfassungFragestellung: Die stadiengerechte Operation einer Stammvarikose der V. saphena magna gilt als Standardtherapie. Über das Schicksal des verbliebenen distalen Venensegments ist wenig bekannt. Die V. saphena magna hat eine wichtige Bedeutung als Transplantat in der Chirurgie der koronaren Herzkrankheit und der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Patienten und Methode: Wir erfassten 66 Patienten (89 Beine), bei denen vor 10,2 ± 5,4 Jahren eine partielle Resektion der V. saphena magna durchgeführt worden war. Das verbliebene Venensegment wurde auf seine potenzielle Verwendbarkeit als Bypass mit der farbkodierten Duplexsonographie untersucht. Dazu wurden 3 Kollektive gebildet (Kollektiv A: transplantationsfähige Gefäßsegmente; Kollektiv B: Venen mit leichter Dilatation; Kollektiv C: ungeeignete Gefäße mit folgenden Merkmalen: Venensegment <2 mm, Venenabschnitte <10 cm oder destruktive Veränderung). Ergebnisse: Dem Kollektiv A wurden 57 (65%), dem Kollektiv B 5 (5,6%) und dem Kollektiv C 27 (29,4%) Venensegmente zugeordnet. Die Gründe für eine Unbrauchbarkeit der Venen im Kollektiv C waren: Venensegment zu schmal 9 (28,1%), postphlebitisch 2 (6,2%) oder phlebosklerotisch verändert 4 (12,5%), verschlossen 4 (12,5%), unterbrochen 5 (15,6 %), zu kurz 8 (25%), mit multiplen Seitenästen 2 (6,2%) und fehlend 1 (3,1%). Schlussfolgerung: Die Ergebnisse rechtfertigen die stadiengerechte Operation einer Stammvarikose der V. saphena magna, weil 70,6% der belassenen Venensegmente potenziell als Bypass tauglich sind. Bei 29,4% besteht eine Unbrauchbarkeit des belassenen Segments. Die präoperative sonographische Untersuchung der V. saphena magna vor Transplantation erscheint daher sinnvoll.


Phlebologie ◽  
2007 ◽  
Vol 36 (05) ◽  
pp. 260-264
Author(s):  
W. Hepp ◽  
C. Menenakos ◽  
G. Mommertz ◽  
P. Sigalas ◽  
T. A. Koeppel ◽  
...  

ZusammenfassungDas chronische Ulcus cruris stellt nach wie vor eine therapeutische Herausforderung dar. Konkurrierende konservative und operative Behandlungsverfahren sind in Ihrer Effektivität umstritten. Wir präsentieren unsere Erfahrungen mit einer Behandlungsstrategie, welche die paratibiale Fasziotomie und Perforansdissektion nach Hach als wichtigen Bestandteil im Gesamtkonzept favorisiert. Patienten und Methoden: 62 Patienten (40 Frauen, 22 Männer) wurden zwischen Januar 2001 und Mai 2005 mit aktiven Ulzera CEAP-Stadium 6 paratibial fasziotomiert. Ergebnisse: Im Beobachtungszeitraum von vier Jahren wurden bei 62 Patienten mit chronisch-venösen Ulzera 67 Fasziotomien durchgeführt. An 43 Beinen erfolgte zusätzlich eine Krossektomie der Vena saphena magna oder parva und Varizen-Exhairese. 28 Ulzera wurden mit einer Vakuumversiegelung (V.A.C) für eine mediane Zeit von acht Tagen versorgt. 22 Patienten mit Ulzera größer als 3 ×3 cm wurden zusätzlich mit einem Spalthauttransplantat versorgt. Die kumulative Heilungsrate betrug 29% nach drei Monaten, 52% nach sechs Monaten und 97% nach einem Jahr. Es zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Ulkusgröße und der Heilungszeit (p < 0,001). Schlussfolgerung: Die paratibiale Fasziotomie mit Perforansdissektion ist eine effektive Methode zur Behandlung chronisch-venöser Ulzera. Diese Methode kann sicher eingesetzt werden, wenn die konservative Therapie versagt.


2008 ◽  
Vol 116 (49) ◽  
pp. 1871-1874 ◽  
Author(s):  
T. Karasch ◽  
R. Rieser ◽  
D. Neuerburg-Heusler ◽  
F.-J. Roth
Keyword(s):  

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