Polymyalgia rheumatica und Arteriitis temporalis

2002 ◽  
pp. 70-74
2006 ◽  
Vol 63 (1) ◽  
pp. 108-112 ◽  
Author(s):  
Reinhart

Die Blutsenkungsreaktion (BSR) ist einer der ältesten, heute noch gebräuchlichen Bluttests. Sie erfasst das Ausmaß der Erythrozytenaggregation durch Akutphasen-Proteine wie Fibrinogen und Immunglobuline. Verschiedene Faktoren müssen bei der korrekten Interpretation einer BSR berücksichtigt werden, da z.B. eine Polyglobulie, Mikrozytose und ein Fibrinogenverbrauch im Rahmen einer DIC die BSR erniedrigen, eine Anämie, Makrozytose oder Hypoalbuminämie diese aber erhöhen. Die BSR hat nach wie vor ihren festen Platz in der Diagnostik gewisser chronischer Krankheiten (Polymyalgia rheumatica/ Arteriitis temporalis, rheumatoide Arthritis, multiples Myelom, septische Arthritis, Osteomyelitis) und bei der Verlaufsbeobachtung und Therapieüberwachung gewisser chronischer Erkrankungen (Polymyalgia rheumatica/Arteriitis temporalis, systemischer Lupus erythematodes, chronische Infektionen, Prostata-Karzinom, M. Hodgkin). Bei akuten Krankheitsverläufen und deren Behandlung haben sich das C-reaktive Protein und in neuerer Zeit Procalcitonin durchgesetzt. Die BSR eignet sich nicht für Screening und sog. Check-up-Untersuchungen von asymptomatischen Patienten.


2010 ◽  
Vol 30 (04) ◽  
pp. 199-204
Author(s):  
W. A. Schmidt

ZusammenfassungZu den Vaskulitiden der großen Arterien zählen unter anderem die Arteriitis temporalis/Riesenzellarteriitis (RZA) und die RZA großer Gefäße mit Vaskulitis der proximalen Armarterien. Sie können mit einer Polymyalgia rheumatica (PMR) einhergehen, die jedoch auch isoliert vorkommen kann. Eine RZA sollte durch Temporalarterienbiopsie oder in erfahrenen Zentren mittels Sonografie oder MRT bestätigt werden. An die PMR sollte bei Patienten mit plötzlich aufgetretenen Schulterbeschwerden gedacht werden. Erhöhte BSG und CRP weisen dann auf die Diagnose hin. Bildgebend finden sich in der Regel entzündliche Veränderungen an Schulter- und Hüftgelenken. Glukokortikoide bilden weiterhin den Mittelpunkt der Behandlung. Begonnen wird bei einer RZA mit Augenkomplikationen mit 300–1000 mg Prednisolon täglich, ohne Komplikationen mit 40–70 mg täglich, bei einer PMR mit 15–25 mg täglich. Kontinuierlich sollte dann die Dosis gesenkt werden. Eine feste Erhaltungsdosis ist nicht sinnvoll. Methotrexat kann die Prednisolondosis um ca. 20 Prozent senken.


2005 ◽  
Vol 61 (19) ◽  
pp. 1395-1397
Author(s):  
ZMIERCZAK HG ◽  
MIELANTS H ◽  
BOBBAERS H

2005 ◽  
Vol 61 (19) ◽  
pp. 1395-1397
Author(s):  
ZMIERCZAK H ◽  
MIELANTS H ◽  
BOBBAERS H

Author(s):  
L Hakvoort ◽  
P Dubbeld ◽  
MJP Ballieux ◽  
RH Dijkstra ◽  
HJ Meijman ◽  
...  

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