Mütterliche Notfälle: methodisch qualifiziert – schlüssig handeln

2019 ◽  
Vol 223 (02) ◽  
pp. 73-84 ◽  
Author(s):  
Alexander Strauss ◽  
Jan-Thorsten Gräsner

ZusammenfassungMütterliche Notfälle können den Ausgang von Schwangerschaft und Geburt in erheblichem Maße beeinflussen. Da bedrohliche Situationen in nahezu jeder Lebenssituation und zu jedem beliebigen Zeitpunkt während der Schwangerschaft auftreten können, ist ein Notfalltransport in eine Klinik nicht immer rasch genug möglich. In diesen Fällen hat die Patientinnenversorgung außerhalb einer stationären perinatologischen Einrichtung zumindest zu beginnen. Dabei darf sich der Fokus des Rettungsteams nicht nur auf sich direkt aus der Schwangerschaft ergebende Befunde (z. B. überraschend beginnende oder besonders rasch verlaufende Geburtsbestrebungen, vorzeitiger Blasensprung, Nabelschnurvorfall) konzentrieren, sondern muss ebenso auf Schwangerschaft-koinzidenten Ereignissen (u. a. Akutes Abdomen, Trauma, Uterusverletzung, Anaphylaxie) liegen. Der unvermeidlichen geburtshilflichen Unerfahrenheit des Notarztes gepaart mit den situationsimmanenten Beschränktheiten der Mittel am Einsatzort sind konkrete situationsadaptierte Handlungsschemata entgegenzustellen. Ballastfreies perinatologisches Basiswissen verbunden mit klinischem Pragmatismus markieren hierbei die Eckpunkte ihrer Zweckdienlichkeit: methodisch zu qualifizieren um schlüssig zu handeln.

Praxis ◽  
2007 ◽  
Vol 96 (16) ◽  
pp. 637-643
Author(s):  
Bajka

Ein sinnvoller Ansatz zur Abklärung beim akuten Abdomen in der Gynäkologie, respektive bei Unterbauchschmerzen, ist die Unterteilung in Schwangerschaftstest positiv (resp. bekannte Schwangerschaft) und Schwangerschaftstest negativ (resp. postmenopausale) Situationen. Frühschwangerschaftsassoziiert sind die verschiedenen Formen der Extrauteringravidität und des Abortes. Bei Ausschluss einer Schwangerschaft kommen vor allem Schmerzen im Zusammenhang mit Adnexbefunden, Adnextorsionen, Myomen und Infektionen in Frage. Die Sonographie, zur Beurteilung der Morphologie wie auch der Durchblutung von Organen und Strukturen, ist dabei ein Diagnostikum von hohem Stellenwert, sollte aber nur im Verbund mit Anamnese, Klinik, Labor und ggf. weiteren bildgebenden Verfahren gewertet werden. Bauchschmerzen erfordern durchaus auch eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit. Nicht selten stellen sich mehrere relevante Ursachen bei Unterbauchschmerzen heraus.


2009 ◽  
Vol 213 (S 01) ◽  
Author(s):  
SM Lobmaier ◽  
J Ortiz Velasquez ◽  
B Schmalfeldt ◽  
F Kommoss ◽  
S Pildner von Steinburg ◽  
...  
Keyword(s):  

2010 ◽  
Vol 48 (08) ◽  
Author(s):  
CA Jacobi ◽  
U von Arnim ◽  
J Kekow ◽  
R Vetter ◽  
HU Schulz ◽  
...  
Keyword(s):  

2013 ◽  
Vol 217 (S 01) ◽  
Author(s):  
P Kiene ◽  
J Lange ◽  
S Grüßner ◽  
AK Kämpf ◽  
F Louwen
Keyword(s):  

2005 ◽  
Vol 66 (S 1) ◽  
Author(s):  
G Pristauz ◽  
C Fast ◽  
J Haas ◽  
B Pertl ◽  
M Bauer

2006 ◽  
Vol 210 (S 5) ◽  
Author(s):  
F Schmidt ◽  
RP Möritz ◽  
B Tillig ◽  
R Rossi ◽  
E Mildenberger
Keyword(s):  

Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document