Lehrbuch ambulante psychiatrische Pflege

2021 ◽  

Ambulante Pflege psychisch kranker Menschen Die Autor*innen des ersten umfassenden Lehrbuchs zur ambulanten psychiatrischen Pflege • beschreiben die Entwicklung der ambulanten psychiatrischen Pflege (APP) in DE und CH • erläutern professionelle Grundlagen und pflegerische Grundhaltungen • führen Organisationselemente der APP an, von der Tourenplanung über Dokumentation, Marketing bis hin zu Qualitäts-, Aufnahme-, Change- und Selbstmanagement • beschreiben prozessorientierte Instrumente ambulanter psychiatrischer Pflege, wie das REACH-Modell und den Pflegeprozess • klären rechtliche Grundlagen zu Zulassungsbedingungen, Gewaltvermeidung, Zwangsbehandlung, Haftungsrecht und Datenschutz in DE und CH • skizzieren therapeutische Angebote der Psychotherapie, Angehörigen- und Peer-Group-Arbeit, Teilhabeförderung und Strukturierungsangebote bei komplexen Erkrankungen • stellen spezifische Behandlungssettings für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und alte Menschen vor, ergänzt um forensische und transkulturelle Angebote • skizzieren 36 Konzepte und «Handlungsräume», die von Aggressivität, über Adherence, Angst, Chronizität, Essen, Humor, Hoffnung, Identität, Integration, Kommunikation, Langeweile, Machtlosigkeit, Manipulation, Migration, Privatheit, Recovery, Scham, Schlaf, Selbstkonzept, -vernachlässigung, -verletzung, Sexualität, Trauma, Trauer, Vertrauen, Verwirrtheit, Wellbeing bis hin zu Zwang reichen • betonen die Bedeutung von persönlichen Netzwerken, Fort- und Weiterbildung sowie berufspolitischem Engagement für die Weiterentwicklung der ambulanten psychiatrischen Pflege.

Author(s):  
Dirk K. Wolter

Zusammenfassung. Zielsetzung: Übersicht über Suchtpotenzial und andere Risiken von Opioidanalgetika im höheren Lebensalter. Methodik: Narrativ review. Literaturrecherche in PubMed (Suchbegriffe: opioid analgesics UND abuse; opioid analgesics UND dependence; opioid analgesics UND addiction; opioid analgesics UND adverse effects; jeweils UND elderly) sowie aktuellen einschlägigen Standardwerken; Auswahl nach altersmedizinischer Relevanz und Aktualität. Ergebnisse: Die Verordnung von Opioidanalgetika (OA) hat in den letzten 25 Jahren massiv zugenommen, die weitaus meisten Verordnungen entfallen auf alte Menschen und Menschen mit chronischen Nicht-Tumorschmerzen (CNTS). Die diagnostischen Kriterien für die Opiatabhängigkeit in ICD-10 und DSM-5 sind für die OA-Behandlung von CNTS ungeeignet. Bei langfristiger OA-Behandlung bei CNTS kann eine spezifische Form von Abhängigkeit entstehen, die nicht mit der illegalen Opiat-(Heroin-)Sucht gleichzusetzen ist. Vorbestehende Suchterkrankungen und andere psychische Störungen sind die wesentlichsten Risikofaktoren. Weitere Nebenwirkungen sind zu beachten. Schmerztherapie bei Suchtkranken stellt eine besondere Herausforderung dar. Schlussfolgerungen: Die Anwendung von OA bei CNTS verlangt eine sorgfältige Indikationsstellung. Die besondere Form der Abhängigkeit von OA ist nicht ausreichend erforscht und wird zu wenig beachtet.


Pflege ◽  
2011 ◽  
Vol 24 (2) ◽  
pp. 97-109 ◽  
Author(s):  
Thomas Fischer ◽  
Andreas Worch ◽  
Johanna Nordheim ◽  
Ines Wulff ◽  
Johannes Gräske ◽  
...  
Keyword(s):  

Ambulant betreute Wohngemeinschaften (WG) für pflegebedürftige, alte Menschen nehmen als pflegerische Versorgungsform an Zahl und Beliebtheit in Deutschland zu. Dieser Beitrag geht den Fragen nach, welche konstituierenden Merkmale WGs aufweisen, welche Entwicklungsphasen sich identifizieren lassen, welche Zielsetzungen die Initiator/innen der WGs verfolgen sowie welche bestimmenden Faktoren auf diese pflegerische Versorgungsform einwirken. Zur Beantwortung wurde eine systematische Literaturreview als Methode gewählt, in die 73 Beiträge eingingen. Als Ergebnis zeigte sich, dass die Entwicklung der WGs sich in die Phasen «Betroffeneninitiativen», «Schritte in die Regelversorgung» und «Etablierung am Markt» unterteilen lässt. Die zeitliche Dimension des Versorgungsangebots und die Art und Weise, wie Dienste vertraglich für die Pflege in der WG beauftragt werden, bestimmen die Ausgestaltung der einzelnen WGs. Wichtige Zielsetzungen von WGs sind die Schaffung familienähnlicher Strukturen, der Einbezug von Angehörigen, der Stadtteilbezug, die Versorgungssicherheit sowie der Erhalt von Selbstbestimmung. Speziell zugeschnittene finanzielle und ordnungspolitische Regelungen unterstützen die Ausweitung des WG-Angebots. Kritisch zu diskutieren ist, dass bislang nur unzureichend Konsens über die inhaltliche Ausgestaltung sowie über organisatorische Aspekte der WGs herrscht. Auch Forschungsergebnisse zum Erreichen der Zielsetzungen sowie zu möglichen gesundheitlichen Outcomes fehlen bisher weitgehend. Zudem stellen sich Fragen in Zusammenhang mit der postulierten Selbstbestimmung der Bewohner/innen der WGs und der tatsächlich erreichten Versorgungsergebnisse.


Pflege ◽  
2014 ◽  
Vol 27 (6) ◽  
pp. 393-403
Author(s):  
Heidi Petry ◽  
Susanne Suter-Riederer ◽  
Carmen Kerker-Specker ◽  
Lorenz Imhof

Hintergrund: Patientenzentrierte und individuell ausgerichtete Angebote, wie die häusliche Beratung durch Pflegeexpertinnen-APN (Advanced Practice Nurses), eignen sich besonders, chronisch kranke alte Menschen in einer möglichst selbstständigen Lebensführung zu unterstützen. Methode: Um die Qualität einer patientenzentrierten Beratung zu evaluieren, wurde ein 23-Item Instrument entwickelt und seine psychometrischen Eigenschaften mit einer Stichprobe von 206 Personen, die 80 Jahre und älter waren getestet. Ziel: Ziel dieses Artikels ist es, die Entwicklung und Evaluation des APN-BQ zu beschreiben. Die psychometrische Testung des Instruments erfolgte anhand einer Hauptkomponentenanalyse mit Varimax-Rotation. Ergebnisse: Die Analyse ergab eine stabile vier Faktorenstruktur (FS = 0,91) mit 19 Items. Alle Faktoren hatten eine Faktorladung > 0,45. Die interne Konsistenz der Gesamtskala ergab einen Wert von Cronbachs alpha 0,86. Die hohe Rücklaufquote der Fragebogen und die Tatsache, dass 98,8 % der Fragen beantwortet wurden, bestätigten die Anwendungsfreundlichkeit und Akzeptanz des Instruments. Schlussfolgerungen: Das APN-BQ erwies sich als zuverlässiges und in Bezug auf Inhalt und Konstrukt valides Instrument, die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität einer patientenzentrierten Beratungsintervention in der gemeindenahen Versorgung sowie das Ausmaß der Partizipation und Selbstbefähigung (Empowerment) der zu Beratenden zu messen.


Author(s):  
Karl Mann ◽  
Klaus Ackermann

Im vorliegenden Beitrag werden erste Ergebnisse eines Pilotforschungsprojektes vorgestellt, dessen empirischer Fokus auf das in der bundesrepublikanischen Drogenforschungslandschaft weitgehend ausgesparte Feld eines sozial integrierten Umgangs mit illegalen Drogen in gesellschaftlich etablierten Sozialkontexten gerichtet ist. Besonderes Interesse gilt dem Vermittlungsgeschehen zwischen formeller und informeller sozialer Kontrolle: Wie geht der Einzelne mit konfligierenden Botschaften einer auf ein generelles Drogenverbot abgestellten Rechtssphäre und dem darauf abgestellten institutionellen Kontext strafrechtlicher und sozialmedizinischer Kontrolle einerseits und etwaigen gebrauchsmotivierenden Botschaften der Peer-Group, des Freundes- und Bekanntenkreises andererseits um? </P><P> Innerhalb der Pilotphase wurden 34 sozial integrierte Konsumenten diverser illegaler Drogen interviewt. Die Stichprobenbildung folgte der Methode des Snowball Samplings. Die bisherigen Beobachtungen lassen sich zu zwei für den weiteren Forschungsverlauf relevanten Arbeitshypothesen verdichten: <UL><LI>Der Drogenkonsum untersteht offenbar in der Selbstwahrnehmung im Sinne einer Selbstattribution einem ›internal locus of control‹. <LI>Auch wenn es trotz des bestehenden Drogenverbots zum Konsum illegaler Drogen kommt, scheint mit dem Verbotsstatus bestimmter Substanzen häufig ein informeller Kontrolleinfluss assoziiert, welcher Konsum regulierend unterhalb der Schwelle des generalpräventiven Anspruchs des BtMGs wirksam wird.</UL>


2020 ◽  
Vol 5 (4) ◽  
pp. 41-44
Author(s):  
André Nienaber ◽  
Susanna Flansburg ◽  
Regine Groß ◽  
Michael Löhr ◽  
Jacqueline Rixe ◽  
...  

Zusammenfassung. In der Corona-Krise 2020 waren und sind die Gesundheitssysteme und damit einhergehend die Pflegeberufe sehr gefordert – auch in psychiatrischen Handlungsfeldern. Die Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege e. V. (DFPP) hat in einer Stellungnahme Forderungen beschrieben, um eine gute psychiatrisch-pflegerische Versorgung in Zeiten einer Pandemie zu gewährleisten. Dieser Artikel ist eine verkürzte und leicht geänderte Version der Stellungnahme. Er beschreibt, welche Auswirkungen die Corona-Krise auf die psychiatrische Pflegepraxis hat und begründet damit die Forderungen der DFPP. Die ausführliche Stellungnahme findet sich auf der Homepage (www.dfpp.de).


2016 ◽  
Vol 1 (3-4) ◽  
pp. 68-70
Author(s):  
Sabine Hahn

Zusammenfassung. Ursina Zehnder, MScN, arbeitet als Pflegeexpertin APN im Zentrum für akute psychische Erkrankungen an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. Sie ist seit 15 Jahren in der Psychiatrie tätig – seit ihrem 17. Lebensjahr. Ihr Herz brennt beruflich für eine wirksame und selbstbewusste Pflege die sich direkt für das Wohl von Patientinnen und Patienten einsetzt. Im Kaminfeuer verbrennen soll für sie der Satz «Das haben wir schon immer so gemacht!», damit die psychiatrische Pflege sich davon befreien kann.


NOVAcura ◽  
2018 ◽  
Vol 49 (5) ◽  
pp. 1-72
Keyword(s):  

2017 ◽  
Author(s):  
Hilde Schädle-Deininger ◽  
David Wegmüller

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