AWMF Leitlinie: Postakutbehandlung alkoholbezogener Störungen

Author(s):  
D. Geyer ◽  
Anil Batra ◽  
Martin Beutel ◽  
Wilma Funke ◽  
P. Görlich ◽  
...  

Ziel: Ziel ist die Erstellung einer S2-Leitlinie (nach AMWF 2001) für die Postakutbehandlung alkoholbezogener Störungen. </p><p> Methode: Systematische Literaturrecherche, Expertenbewertung und Konsensuskonferenzen. </p><p> Ergebnis: Postakute Behandlungen bestehen in Maßnahmen zur Entwöhnung von Alkohol, d. h. zum Erhalt, der Verbesserung oder der Wiederherstellung der Funktions- und Leistungsfähigkeit des chronisch Alkoholkranken in Alltag und Beruf. Suchtspezifische Maßnahmen und allgemeine Methoden (z. B. Psychotherapie, Ergo-/Arbeitstherapie) werden nach Evidenzklassen (nach SIGN 1999) und Empfehlungsstärken (nach APA 1995) bewertet dargestellt und im Rahmen integrierter Programme als Sequenzbehandlungen empfohlen. </p><p>Schlussfolgerung: Diese evidenzbasierte Leitlinie kann dem praktisch Tätigen in Klinik und Praxis im medizinischen, psycho- und soziotherapeutischen Bereich als Orientierung dienen und dazu beitragen, die Langzeitbehandlung der Alkoholabhängigen auf eine allgemeine empirische Grundlage zu stellen.

2019 ◽  
Author(s):  
Tania Lincoln ◽  
Anya Pedersen ◽  
Kurt Hahlweg ◽  
Karl H. Wiedl ◽  
Inga Frantz

2004 ◽  
Vol 24 (01) ◽  
pp. 22-27
Author(s):  
Stephan Scharla

ZusammenfassungDer Dachverband deutschsprachiger osteologischer Fachgesellschaften (DVO) hat 2003 die Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der postmenopausalen Osteoporose, der Osteporose des älteren Menschen und der glukokortikoid-induzierten Osteoporose verabschiedet. Damit liegt erstmals eine evidenzbasierte Leitlinie der höchsten Qualitätsstufe vor (S3 Leitlinie), die den Konsens aller beteiligten Fachdisziplinen darstellt. Mit dieser Leitlinie ist die Grundlage geschaffen worden, Versorgungskonzepte im Bereich des gesetzlichen Gesundheitssystems zu entwickeln. Die Leitlinie wird als Referenzstandard in wissenschaftlichen Fortbildungen und Publikationen verwendet. Eine Vielzahl von interdiziplinären Qualitätszirkeln verwendet die Leitlinie als Grundlage ihrer Arbeit zur Verbesserung der Patientenversorgung. Aus dieser Arbeit heraus ist ein Dokumentationsbogen für Osteoporosepatienten entstanden, der in Praxis-EDV-Systeme integriert werden soll. Eine Arbeitsgruppe des DVO verfolgt den Weg, über die Einführung eines Disease-Management-Programms (DMP) für Osteoporose die Implementierung der Osteoporose-Leitlinie innerhalb der jetzigen Strukuren des gesetzlichen Gesundheitssystems zu erreichen.


2010 ◽  
Vol 01 (01) ◽  
pp. 32-36
Author(s):  
W. Häuser

ZusammenfassungIn einer systematischen Literatursuche wurden in deutschen onkologischen Leitlinien keine Aussagen zu einer psychopharmakologischen Therapie von psychischen Störungen bzw. psychosomatischer Symptome gefunden. Eine kanadische evidenzbasierte Leitlinie zur Behandlung depressiver Störungen bei Krebserkrankungen kommt zu der Einschätzung, dass die Evidenz der Wirksamkeit medikamentöser und psychotherapeutischer Behandlungen schwach ist. Es gibt keine Evidenz für die Überlegenheit einer Antidepressivaklasse. Bei der Therapie mit Antidepressiva sind bei onkologischen Patienten vor allem potenzielle Nebenwirkungen und Arzneimittelinteraktionen zu berücksichtigen. Leitlinien zur Therapie anderer seelischer Störungen bei onkologischen Patienten wurden nicht gefunden. Die Ergebnisse der Studien zur Wirksamkeit von Benzodiazepinen zur Therapie von Angststörungen bei onkologischen Patienten sind widersprüchlich. Die Empfehlungen zur Behandlung von Angststörungen mit Antidepressiva, des Deliriums mit Neuroleptika und Tranquilizern und zur palliativen Sedierung mit Tranquilizern und Neuroleptika gründen auf Expertenmeinung.


ProCare ◽  
2018 ◽  
Vol 23 (6-7) ◽  
pp. 42-42
Author(s):  
Daniela Schoberer

2005 ◽  
Vol 25 (01) ◽  
pp. 5-10 ◽  
Author(s):  
Matthias Schneider ◽  
Monika Lelgemann ◽  

ZusammenfassungIm Auftrag der deutschen Gesellschaft für Rheumatologie wurde durch eine multiprofessionelle, interdisziplinäre Arbeitsgruppe eine evidenzbasierte Leitlinie zum „Management der frühen rheumatoiden Arthritis“ entwickelt. Die Leitlinien hat das Ziel, die Versorgung der Patienten im frü-hen Stadium der Erkrankung zu optimieren; besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Versorgungskoordination. Der Prozess der Leitlinienentwicklung orientierte sich an den nationalen und internationalen Qualitätsstandards, als Grundlage diente eine internationale methodisch hochwertige Leitlinie zum gleichen Thema, die in erheblichem Umfang geändert und angepasst wurde. Die Autoren planen einen kontinuierlichen Überarbeitungs- und Aktualisierungsprozess, in den die interessierte Öffentlichkeit und Leitlinienanwender einbezogen werden soll. Exemplarisch werden Auszüge aus der Leitlinie dargestellt, der Volltext der Leitlinien, die Kurzfassung, die Patienten-information, weitere ergänzende Materialien u. a. Evidenztabellen sowie der begleitende Methodenreport stehen im Internet zur Verfügung (www.rheumanet.org).


2021 ◽  
Vol 146 (03) ◽  
pp. 171-175
Author(s):  
Bernhard Schwaab ◽  
Bernhard Rauch

Was ist neu? Indikationen zur kardiologischen Rehabilitation Zur Indikation und Durchführung der kardiologischen Rehabilitation (KardReha) ist erstmals eine evidenzbasierte Leitlinie auf S3-Niveau publiziert worden 1. Neben der federführenden DGPR wurde diese Leitlinie von 6 weiteren deutschen Fachgesellschaften (DGK, DGTHG, DGSP, DKPM, DGRW, BNK) sowie erstmals auch von den kardiologischen Gesellschaften aus Österreich (ÖKG) und der Schweiz (CPRS) konsentiert. Aufgrund der Bedeutung der beruflichen Wiedereingliederung für Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen war zudem die Deutsche Rentenversicherung (DRV) an der Erstellung der Leitlinie beteiligt. Über die Deutsche Herzstiftung wurden ebenfalls erstmals Patientenvertreter im Sinne einer partizipativen Entscheidungsfindung eingebunden. Neben Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) und Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz (HFrEF) wurden weitere, auch seltenere Reha-Indikationen evaluiert. Hierzu zählen Patienten nach Herztransplantation oder mit Herzunterstützungssystem (VAD), nach Aortendissektion, nach Myokarditis sowie Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (paVK) und Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAH). Durchführung der kardiologischen Rehabilitation Für alle Indikationen wird die Evidenz zur Wirksamkeit der multidisziplinären Therapie in der KardReha (medizinische Betreuung, körperliches Training, Lebensstiländerungen, psychosoziale Interventionen und Schulungen) dargestellt. Zudem evaluiert die Leitlinie die etablierten Nachsorgeprogramme nach Durchführung einer KardReha (z. B. ambulante Herzgruppen, IRENA) 1.


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