Untersuchung auf okkultes Blut

2011 ◽  
Vol 153 (47) ◽  
pp. 8-8
Keyword(s):  
2006 ◽  
Vol 63 (5) ◽  
pp. 333-337
Author(s):  
Weber

Das kolorektale Karzinom (KRK) ist die dritthäufigste Tumorerkrankung in den industrialisierten Ländern. Mortalität und Inzidenz des Kolonkarzinoms können durch Screeningverfahren effektiv gesenkt werden. Vor dem Screening muss der Risikostatus des Patienten erfasst werden. Für Personen ohne Risikofaktoren ist ein KRK-Screening ab dem 50. Lebensjahr sinnvoll. Abhängig von der individuellen Situation des Patienten sind mehrere Screeningverfahren möglich. Die vollständige Koloskopie bietet die höchste Sensitivität und Spezifität zur Detektion von Adenomen und Karzinomen im Colon und sollte daher primär angeboten werden. Alternativ sind die Sigmoidoskopie und der Test auf okkultes Blut möglich. Trotz vielversprechender Entwicklungen auf dem Gebiet der Schnittbildverfahren kann die virtuelle Koloskopie aktuell nicht zum Screening empfohlen werden.


Praxis ◽  
2002 ◽  
Vol 91 (43) ◽  
pp. 1791-1796 ◽  
Author(s):  
Vogt

Das kolorektale Karzinom ist in Deutschland die zweithäufigste Tumorerkrankung mit einer unverändert hohen Letalität von 60%. Etwa 75% der Fälle sind sporadischer Genese, bei ca. 18% besteht eine positive Familienanamnese. Bei diesen Patienten entwickelt sich das Karzinom aus benignen adenomatösen Polypen. Durch die endoskopische Polypektomie kann eine Reduktion des Erkrankungsrisikos um 76–90% erzielt werden. Die Prognose des kolorektalen Karzinoms hängt ganz entscheidend vom Krankheitsstadium, in dem es entdeckt wird, ab. Im Stadium Dukes A beträgt die Heilungsrate über 90%. Durch die Durchführung eines jährlichen Stuhltests auf okkultes Blut kann das Risiko, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken oder zu versterben, signifikant gesenkt werden. Durch die Kombination von Stuhltest auf okkultes Blut und flexibler Sigmoidoskopie kann die Effektivität noch gesteigert werden. Alternativ kann eine Koloskopie alle 10 Jahre durchgeführt werden. Ein entscheidendes Problem in Deutschland ist jedoch die mangelnde Compliance der Patienten. Nur 16% der Männer und 34% der Frauen lassen Krebsvorsorgeuntersuchungen durchführen.


2013 ◽  
Vol 70 (4) ◽  
pp. 231-236
Author(s):  
Hermann Brenner ◽  
Christian Stock ◽  
Michael Hoffmeister
Keyword(s):  

Darmkrebs ist eine der weltweit häufigsten Krebsarten und Krebstodesursachen. Da Karzinome im Darm überwiegend über langsam wachsende und gut entfernbare Vorstufen (Adenome) entstehen, sind die Möglichkeiten zur Vermeidung und Früherkennung – im Gegensatz zu den meisten anderen Krebsarten – sehr günstig. Die am häufigsten eingesetzten Verfahren zur Erkennung von Adenomen und Karzinomen im Darm sind Tests auf okkultes Blut im Stuhl, die Sigmoidoskopie und die Koloskopie. Die meisten westlichen Länder haben inzwischen ein bevölkerungsweites Screening-Programm für Darmkrebs initiiert mit dem Ziel, eine möglichst große Reduktion der Darmkrebsinzidenz und -mortalität zu erzielen. Hierbei werden unterschiedliche Ansätze bei der Gestaltung des Screening-Programms und den eingesetzten Screening-Verfahren verfolgt. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass in einem organisierten Screening-Programm mit Einladung der Teilnahmeberechtigten die höchsten Teilnahmeraten erzielt werden können.


1976 ◽  
Vol 101 (12) ◽  
pp. 440-443 ◽  
Author(s):  
J. Durst ◽  
G. Neumann ◽  
K. Schmidt
Keyword(s):  

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