Atypische Antipsychotika steigern Ansprechraten bei bipolaren Störungen

2011 ◽  
Vol 22 (3) ◽  
pp. 68-68
Author(s):  
Jürgen Setton
2000 ◽  
Vol 71 (5) ◽  
pp. 327-328 ◽  
Author(s):  
D. Naber

2009 ◽  
Vol 66 (6) ◽  
pp. 413-424 ◽  
Author(s):  
Martin Hatzinger

Beschränkte sich in der herkömmlichen Sichtweise die bipolare Erkrankung auf die manisch-depressive Krankheit, so erfuhr das Diagnosekonzept in den letzten Jahren mit der Einführung der möglichen Diagnosestellungen im Rahmen des bipolaren Spektrums eine erhebliche Erweiterung. Dementsprechend sind diese Erkrankungen sehr viel weiter gefasst und treten gegenüber den früheren Konzepten in einer deutlich höheren Prävalenz in der Allgemeinbevölkerung auf. Für die differenzielle Wahl eines Stimmungsstabilisierers kristallisierte sich hierbei die Einteilung des klinischen Verlaufes in Bipolar I und II mit oder ohne Rapid Cycling als wichtiges Kriterium heraus. Zudem spielt das psychopathologische Erscheinungsbild z. B. euphorische versus dysphorische Manie, und der Schweregrad, sowie die Intensität des Langzeitverlaufs (Phasenfrequenz) eine wichtige Rolle für die Indikationsstellung. Lithium und Valproat sind Mittel der ersten Wahl, wobei in Spezialfällen heute auch Lamotrigin als erste Wahl aufgeführt wird. Carbamazepin hingegen wird aufgrund der Datenlage und des Nebenwirkungsprofils zunehmend zurückhaltender als First-line Medikation eingesetzt. In den letzten Jahren wurden viele neuere atypische Antipsychotika mit einer Indikation im bipolaren Störungsbereich untersucht. Einige davon sind für die Akutbehandlung insbesondere der Manie, aber auch der Depression zugelassen, teilweise liegen auch Daten zur Langzeitprophylaxe vor. Die psychopharmakologischen Indikationen zum differenziellen Einsatz von Stimmungsstabilisierern sind dementsprechend komplex geworden und bedürfen klarer Richtlinien.


2004 ◽  
Vol 15 (3) ◽  
pp. 209-218 ◽  
Author(s):  
Alexander Brunnauer ◽  
Gerd Laux ◽  
Gerd Laux ◽  
Elisabeth Geiger

Zusammenfassung: Psychische Erkrankungen gehen oft mit Störungen der Informationsverarbeitung einher, die bei den Betroffenen zu Beeinträchtigungen in weiten Bereichen des alltäglichen Lebens führen können. Ein Beispiel für die vielfältigen Alltagsrisiken stellt der Straßenverkehr dar. Die epidemiologische Datenlage in Bezug auf Unfallrisiken von psychiatrischen Patienten unter Psychopharmaka ist jedoch dünn und von einer Reihe von methodischen Problemen gekennzeichnet. Einige Untersuchungen weisen auf ein erhöhtes Risiko von psychiatrischen Patienten hin, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden. Eine pauschale Bewertung von Arzneimitteln, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen können ist nicht möglich. Unter den potenziell verkehrsbeeinträchtigenden Psychopharmaka stehen Tranquilizer und Hypnotika an erster Stelle. Im Gegensatz zu vielen trizyklischen Antidepressiva führen neuere selektive Antidepressiva zu keinen signifikanten Beeinträchtigungen psychomotorischer und kognitiver Funktionen. Neuere atypische Antipsychotika scheinen hinsichtlich Vigilanz und Psychomotorik Vorteile gegenüber konventionellen Neuroleptika zu haben. Die Beratung und Aufklärung von Patienten zu Fragen der Fahrtauglichkeit muss individuell, unter Berücksichtigung des Krankheitsbildes, pharmaka-differenzieller Aspekte sowie beruflichen und sozialen Wiedereingliederungsbemühungen erfolgen.


2006 ◽  
Vol 25 (01/02) ◽  
pp. 28-31
Author(s):  
A. Bauer ◽  
K. Vogeley ◽  
P. Falkai ◽  
M. Wagner ◽  
W. Maier ◽  
...  

ZusammenfassungDer Serotonin2A-Rezeptor (5-HT2AR) wird sowohl mit der Pathologie der Schizophrenie als auch mit dem Wirkungsmechanismus vieler atypischer Antipsychotika in Verbindung gebracht. Da atypische Antipsychotika wie Clozapin den 5-HT2AR blockieren und die 5-HT2AR-Dichte reduzieren, stellt sich die Frage, ob die in Post-mortem-Untersuchungen schizophrener Patienten festgestellte Abnahme der 5-HT2AR-Dichte ein Indikator der zu Grunde liegenden Erkrankung oder ein sekundärer medikamentöser Effekt ist. Zur Klärung dieser Frage sind Studien über den In-vivo-Status des 5-HT2AR bei der Schizophrenie erforderlich, die vor Erstmanifestation der Erkrankung und vor Beginn einer pharmakologischen Therapie durchgeführt werden. Dieser Überlegung trägt unsere Pilotstudie Rechnung, bei der unter Verwendung des Radioliganden [18F]Altanserin und der Positronenemissionstomographie (PET) Verminderungen der 5-HT2AR-Verfügbarkeit im orbitofrontalen und dorsolateralen präfrontalen Kortex bei Patienten mit Symptomen psychosenaher und psychoseferner Prodromalzustände der Schizophrenie festgestellt wurden. Diese Ergebnisse sprechen für eine erkrankungsbedingte serotonerge Dysregulation in Hirnarealen, deren frühe Störung an der Entstehung affektiver und kognitiver Symptome der Schizophrenie beteiligt sein könnte.


2019 ◽  
Vol 87 (12) ◽  
pp. 679

Verschiedene atypische Antipsychotika haben einen Warnhinweis wegen eines erhöhten Schlaganfallrisikos in ihrer Fachinformation. Die zugrunde liegenden Daten stammen allerdings aus einer älteren, dementen Patientenpopulation. Daher verglichen jetzt Wissenschaftler der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA das Schlaganfallrisiko von typischen und atypischen Antipsychotika bei jüngeren, nicht dementen Patienten in den USA.


2011 ◽  
Vol 30 (05) ◽  
pp. 327-332
Author(s):  
C. Lingemann ◽  
S. Krüger

ZusammenfassungGegenstand und Ziel: Dieser Artikel soll einen Überblick über die Möglichkeiten der pharmakologischen Behandlung der akuten Manie geben. Material und Methoden: Mithilfe einer selektiven Literaturrecherche in Pubmed wurden Studien identifiziert, welche die Wirksamkeit der medikamentösen Therapie einer manischen Episode im Rahmen einer bipolaren affektiven Störung I untersuchen. Zudem wurden die verfügbaren Studien zu den neu zugelassenen Substanzen einbezogen. Ergebnisse: Die aus den Arbeiten resultierenden Empfehlungen wurden für die einzelnen zugelassenen oder von Fachgesellschaften empfohlenen Substanzen zusammengestellt und erläutert. Lithium, Valproinsäure und verschiedene atypische Antipsychotika sind zur Therapie der akuten Manie zugelassen und wirksam. Die Auswahl für eine Substanz sollte verschiedene Überlegungen zum klinischen Subtyp der Manie und zu unerwünschten Wirkungen der einzelnen Pharmaka beinhalten.


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