scholarly journals Offene Wundbehandlung und Transplantation

1905 ◽  
Vol 78 (4-6) ◽  
pp. 574-577 ◽  
Author(s):  
O. Bernhard
2013 ◽  
Vol 70 (7) ◽  
pp. 393-398 ◽  
Author(s):  
Daniel C. Steinemann

Der Pilonidalsinus wird heute als erworbene Erkrankung in Form von rupturierten Haarfollikeln angesehen. Sie tritt meist im Bereich der proximalen Rima ani auf und stellt insbesondere bei jungen Männern eine häufige Entität dar. Die akute Abszessbildung und die chronische Sezernierung stellen Operationsindikationen dar. Die chirurgischen Verfahren haben sich weg von der radikalen Exzision mit monatelanger offener Wundbehandlung hin zu Eingriffen mit geringerer Morbidität entwickelt. Wichtig beim akuten Abszess ist ein zweizeitiges Vorgehen mit primär sparsamer Abszessinzision in Lokalanästhesie gefolgt von einer definitiven Fistelsanierung im entzündungsfreien Intervall. Vor allem zwei Operationsmethoden scheinen sich beim Pilonidalsinus durchzusetzen. Zum einen die minimal-invasive Sinusektomie mit sparsamer Exzsion der Pori und des Fistelganges unter Schonung des gesunden Subkutangewebes. Dieser Eingriff kann in Lokalanästhesie auch ambulant durchgeführt werden. Die Rezidivrate nach knapp 4 Jahren beträgt 7 %. Alternativ kommt die primär plastische Deckung der Wunde mit einem Verschiebelappen in Frage. Die offene Wundbehandlung entfällt dabei. Die Rezidivrate beträgt 3 %. Zur Rezidivprophylaxe ist individuell eine Laserepilation zu erwägen.


1915 ◽  
Vol 133 (5-6) ◽  
pp. 617-630 ◽  
Author(s):  
Schede

Author(s):  
Sven Petersen ◽  
Andreas Ommer ◽  
Igors Iesalnieks ◽  
Dietrich Doll

Zusammenfassung Einleitung Der Sinus pilonidalis ist eine meist chronische punktuelle Infektion der behaarten Haut im Bereich von Hautfalten, überwiegend im Bereich der Rima ani. Die offene Wundbehandlung stellt hierbei nach wie vor die am häufigsten durchgeführte Therapiemaßnahme dar. Dennoch kann es im Rahmen der offenen Wundbehandlung zu Heilungsstörungen kommen, die den Verlauf erheblich komplizieren können. Methoden Im Folgenden wird eine Übersicht über Wundheilungsstörungen nach Exzision eines Sinus pilonidalis gegeben. Dabei werden die Heilungsdauer und Häufigkeit anhand aktueller Daten ermittelt und die Ursachen der Heilungsstörungen evaluiert. Des Weiteren werden mögliche Behandlungsoptionen dargestellt und Behandlungsempfehlungen abgegeben. Ergebnisse Die Auswertung publizierter Daten zur Wundheilungsdauer ergab, dass die Wunden nach durchschnittlich 2 Monaten verheilt sind. Die Ergebnisse der Bundeswehrkohortenstudie zeigen exemplarisch, dass im Zeitraum bis zu 3 Monaten nahezu alle Wunden verheilt sind. Es verbleibt jedoch ein geringer Prozentsatz an nicht verheilenden Wunden. Die Häufigkeit von erheblich verzögerter Wundheilung wird in der Literatur mit 2 – 5% angegeben. Die Einflussfaktoren auf die Wundheilung nach Sinus-pilonidalis-Exzision sind neben der Größe und Symmetrie der Exzisionswunde auch weitere Details der offenen Wundbehandlung. Als Therapieoptionen bei ausbleibender Wundheilung werden neben Intensivierung der vormaligen offenen Wundbehandlung die neuerliche Exzision und Anfrischung der Wunde genannt. Des Weiteren werden aber auch Strategiewechsel zur plastisch-rekonstruktiven Versorgung bzw. zu einer anderen Oberflächenbehandlung empfohlen. Schlussfolgerung Die Exzisionswunde eines Sinus pilonidalis sollte spätestens nach 3 – 4 Monaten verheilt sein, danach kann die Wunde als signifikant verzögert heilende Wunde bzw. als Wundheilungsstörung angesehen werden. Etwa zu diesem Zeitpunkt sollte der Befund erneut evaluiert und ggf. ein Wechsel des Behandlungskonzeptes vorgenommen werden.


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