Die skapholunäre dissoziation bei knöcherner verletzung des handgelenkes

1998 ◽  
Vol 24 (4) ◽  
pp. 149-153 ◽  
Author(s):  
Thomas Peterson ◽  
Oliver Tobolski
2017 ◽  
Vol 49 (03) ◽  
pp. 188-193
Author(s):  
Ralf Bajinski ◽  
Joachim Gülke ◽  
Martin Mentzel ◽  
Florian Sigloch ◽  
Moritz Dustmann ◽  
...  

ZusammenfassungDie veraltete skapholunäre Dissoziation (SLD) Stadium 2 und 3 kann bei fehlender Therapie zu posttraumatischen Folgeschäden führen. Verschiedene Therapieansätze wie Kapsulodesen, Tenodesen oder andere Verfahren wurden beschrieben. Ziel aller Verfahren ist die Palmarkippung des Kahnbeines mit nachfolgender Arthrose (SLAC-wrist) zu vermeiden. Ziel dieser Studie war die Evaluation der Ergebnisse einer in unserem Haus durchgeführten modifizierten dorsalen Bandplastik bei Patienten mit SLD 2° und 3° im Rahmen eines prospektiven Studiendesigns. Weiterhin sollte ermittelt werden, ob eine Korrelation zwischen klinischen und radiologischen Parametern besteht und ob durch die Operation die Entstehung eines SLAC-wrist verhindert werden kann. In unserer Klinik wurden zwischen 2007 und 2011 29 Patienten mit einer modifizierten dorsalen Bandplastik bei veralteter SLD 2° und 3° operativ versorgt. Im Rahmen der prospektiven Studie konnten 25 Patienten nach durchschnittlich 18 Monaten nachuntersucht werden. Präoperativ wurden die klinischen Parameter ROM, DASH und VAS-Schmerzskala sowie die radiologischen Parameter SL-Distanz in Ruhe und Kraftgriff sowie SL-Winkel erhoben; postoperativ zusätzlich die Greifkraft der operierten und der gesunden Gegenseite, der Mayo Wrist Score (MWS) und die subjektive Gesamtbeurteilung. Die subjektive Gesamtbeurteilung postoperativ lag bei durchschnittlich gut. Die postoperative Beweglichkeit ROM lag bei 83,8 % der ROM der gesunden Gegenseite und verminderte sich im Vergleich zu präoperativ um 11 % (nicht signifikant). Die postoperative Kraft lag bei 85,7 % der Kraft der gesunden Gegenseite. Die VAS-Schmerz-Skala lag postoperativ bei durchschnittlich 2,7, präoperativ bei durchschnittlich 6,7, die Schmerzabnahme war signifikant. Der postoperative DASH-Score lag präoperativ bei 60 und verbesserte sich postoperativ signifikant auf 22,5. Der postoperative MWS lag bei 73. Alle postoperativen radiologischen Parameter waren signifikant verbessert (p < 0,001), lagen aber durchschnittlich noch im pathologischen Bereich. In der Pearson Korrelationsanalyse zeigte sich keine relevanten Korrelationen zwischen den radiologischen Parametern und den klinischen Scores. In 3 Fällen (12 %) waren Folgeoperationen nötig. Die beschriebene modifizierte dorsale Bandplastik bietet eine Therapieoption bei veralteter SLD Grad 2 und 3. Sie lieferte gute klinische Ergebnisse bei geringer Komplikationsrate und kleiner Zugangsmorbidität. Kritisch zu sehen ist die geringe Nachuntersuchungszeit von durchschnittlich 18 Monaten, eine erhöhte SLAC-Rate bei längerer Nachuntersuchungszeit kann nicht ausgeschlossen werden.


2019 ◽  
Vol 51 (01) ◽  
pp. 27-31 ◽  
Author(s):  
Wiebke Petersen ◽  
Fabian Medved ◽  
Hans-Eberhard Schaller ◽  
Adrien Daigeler ◽  
Manuel Held

Zusammenfassung Einleitung Die Behandlung der chronischen skapholunären Dissoziation (SLD) ist derzeit nicht einheitlich und stellt nach wie vor eine große Herausforderung dar. Sowohl die primäre Bandnaht als auch häufig angewandte ligamentäre Rekonstruktionsverfahren können keine dauerhaft stabile Verbindung zwischen Kahnbein und Mondbein schaffen. Aus diesem Grund wird in der vorliegenden Studie die Wertigkeit einer knöchernen Verbindung als eine Therapieoption zur Behandlung der chronischen SLD evaluiert. Ziel Ziel dieser retrospektiven Untersuchung war die radiologische und klinische Evaluation von Patienten mit skapholunärer Fusion bei chronischer SLD. Patienten und Methoden 10 Patienten mit skapholunärer (SL-) Fusion mit Interposition eines kortikospongiösen Beckenkammspans und Herbert-Schrauben-Osteosynthese bei symptomatischer, chronischer SLD konnten im Rahmen einer retrospektiven Studie nach durchschnittlich 7,6 Jahren nachuntersucht werden. Erfasst wurden die Beweglichkeit, die grobe Kraft, die Schmerzen, der DASH-, Krimmer- und modifizierte Mayo Wrist Score (MMWS) sowie das radiologische Ergebnis und die Patientenzufriedenheit. Ergebnisse Eine primäre knöcherne Heilung wurde in 4 der 10 Fälle erzielt. Bei 2 weiteren Patienten kam es nach einer Revisionsoperation zur knöchern konsolidierten SL-Fusion, einmal allerdings unter Einbezug des Kapitatums in die Teilfusion. 2 Patienten entwickelten eine straffe Pseudarthrose. In 2 Fällen zeigte sich wiederhin eine skapholunäre Dissoziation, was einmal einer mediokarpalen Teilversteifung, einmal einer Handgelenksdenervation bedurfte. Alle Patienten wiesen bei der Nachuntersuchung eine radiokarpale Arthrose auf. Angesichts der radiologischen Ergebnisse waren die klinischen Ergebnisse befriedigend bis gut. So berichteten 7 Patienten, sie hätten in Ruhe keine Schmerzen. Beim MMWS wurden 72 (40–95) Punkte, beim Krimmer-Score 78 (55–100) Punkte und beim DASH-Score 17 (0–60) Punkte erzielt. Schlussfolgerung Trotz der befriedigenden und guten klinischen Ergebnisse der SL-Fusion kann man sie angesichts der primären Versagerquote punkto knöcherner Heilung von 60 % und der Notwendigkeit zu Revisionsoperation von 40 % nicht zur Behandlung der chronischen SLD empfehlen.


1999 ◽  
Vol 31 (5) ◽  
pp. 346-350 ◽  
Author(s):  
P. Hahn ◽  
H. Krimmer ◽  
K.-J. Prommersberger ◽  
J. van Schoonhoven

2003 ◽  
Vol 115 (15-16) ◽  
pp. 580-583 ◽  
Author(s):  
Elisabeth Schwendenwein ◽  
Gerald E. Wozasek ◽  
Stefan Hajdu ◽  
Vilmos Vécsei

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