Die Bedeutung des gingivalen Fasersystems für die kieferorthopädische Zahnbewegung-Eine tierexperimentelle Untersuchung

1990 ◽  
Vol 51 (2) ◽  
pp. 90-98
Author(s):  
E. -A. Holtgrave
2017 ◽  
Vol 49 (02) ◽  
pp. 91-97
Author(s):  
Jaap Maltha ◽  
Anne Kuijpers-Jagtman ◽  
Christiaan Suttorp ◽  
Nia Noerhadi ◽  
Mette Kuijpers ◽  
...  

ZusammenfassungInnerhalb der Kieferorthopädie besteht kein Konsens über das optimale Kraftniveau, um eine möglichst effiziente Zahnbewegung zu erreichen. In dem vorliegenden Artikel fassen wir die wichtigsten Daten aus einer Reihe von Experimenten an Hunden zusammen, die zur Untersuchung der Beziehung zwischen der Größenordnung genau bestimmter konstanter, kontinuierlich wirkender Kräfte und der Geschwindigkeit der Zahnbewegung über einen Zeitraum von mehreren Monaten durchgeführt wurden. Darüber hinaus resümieren wir einen mathematischen Ansatz, der ein besseres Verständnis der optimalen Kraftgröße für die kieferorthopädische Zahnbewegung ermöglicht.Die in dieser Übersicht vorgestellten Daten wurden anhand von insgesamt 148 experimentellen Stellen in Hunden gewonnen, an denen kieferorthopädische Zahnbewegungen durch die Anwendung unterschiedlicher, standardisierter kontinuierlicher Kräfte vorgenommen wurden. Die vorgestellten Daten zeigen, dass Kräfte zwischen 10 und 300 cN nicht zu signifikanten Unterschieden in der mittleren Geschwindigkeit der Prämolarenbewegung führen, und dass die Anwendung unterschiedlicher Kräfte auf beiden Seiten eines Hundegebisses häufig zur selben Geschwindigkeit der Zahnbewegung führt. Darüber hinaus hat ein Wechsel zwischen den Kräften von 10 cN und 300 cN innerhalb eines Tieres keinen eindeutigen Effekt auf die Geschwindigkeit der Zahnbewegung.Das von uns vorgeschlagene mathematische Modell hat eine erklärte Varianz R2 von 0,43, was darauf hindeutet, dass mehr als die Hälfte der Varianz anderen Faktoren als der Kraft zugeschrieben werden sollte. Alle diese Ergebnisse lassen stark darauf schließen, dass die Größenordnung der Kraft nicht der entscheidende Faktor für die Geschwindigkeit der Zahnbewegung ist. Zur Beschleunigung der kieferorthopädischen Zahnbewegung bedarf es anderer Methoden als die Erhöhung des Kraftniveaus.


2021 ◽  
Vol 53 (04) ◽  
pp. 275-283
Author(s):  
Brigitte Wendl ◽  
Margit Pichelmayer ◽  
Barbara Kirnbauer ◽  
Michael Payer Norbert Jakse

ZusammenfassungDer kieferorthopädische Lückenschluss ist eine wichtige Alternative zur prothetischen Restauration mit Implantaten. Diese Zahnbewegung im Oberkiefer kann durch eine stark nach kaudal ausladende Kieferhöhle mit steil ansteigendem vertikalem Kieferhöhlenboden und weit in den Sinus reichende Zahnwurzeln erschwert werden. Die vorgestellten Fallberichte 2 und 3 zeigen eine Methode zur Erleichterung eines translatorischen Lückenschlusses durch die Kieferhöhle mithilfe eines interdisziplinären chirurgischen Ansatzes (Sinuslift mit Augmentation) bei sehr tief reichendem Sinus maxillaris.Die radiologische und klinische Bewertung dieser beiden kieferorthopädischen Fälle zeigte eine erfolgreiche translatorische kieferorthopädische Zahnbewegung durch eine stark vergrößerte Kieferhöhle, die durch Knochenaugmentation unter Verwendung eines synthetischen Knochenersatzmaterials unterstützt wurde. Es gab keine signifikanten Anzeichen einer Wurzelresorption.


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